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Unterhalt bei Krankengeld


11.11.2004 11:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag.
vieleicht kann mir jemand foögendes Beantworten:

Mein Mann und ich, leben seit Kurzem getrennt.
Seit August erhält mein Ehemann 864.- Euro Krankengeld.
Noch bis Ende Februar, dann bekommt er ca, 410.- Euro Rente.
Frage: ist mein Mann von dem Krankengeld Unterhaltspflichtig ?
und wieviel etwa ?

Vielen Dank
Schönen gruss Vanessa
Guten Tag,

die Feststellung einer Unterhaltspflicht kann durch die bloße Angabe des Nettoeinkommens oder hier der Lohnersatzleistung nicht festgestellt werden. Es gibt viele weitere Punkte zu berücksichtigen. Für die Berechnung des Unterhaltsanspruchs kommt es entscheidend auf die Ermittlung des unterhaltsrelevanten
Einkommens an und zwar beider Ehegatten! Dieses Einkommen kann sich aus einer Vielzahl von Einzelposten aufspalten. Insbesondere sind hier Kapitaleinkünfte (Zinsen, Dividenden) aber auch Steuerrückerstattungen zu nennen. Ein mietfreies Wohnen kann sich auch auswirken. Andererseits gibt es aber auch eine Vielzahl an Abzugsmöglichkeiten (z.B. bestimmte Versicherungen, andere Unterhaltspflichten usw.).

Ohne die konkrete Kenntnis aller relevanten Posten kann nur allgemein auf Ihre Frage geantwortet werden.

Bei Ihnen geht es um die Frage des Trennungsunterhalts. Beim Trennungsunterhalt hat derjenige Ehegatte, der ein geringeres Einkommen hat als der andere, während der Trennung grundsätzlich immer einen Unterhaltsanspruch gegen den anderen Ehegatten (§ 1361 BGB).

Für die Berechnung des Unterhaltsanspruchs gilt der Grundsatz, dass jedem Ehegatten für die Zeit der Ehe die Hälfte des zur Verfügung stehenden unterhaltsrelevanten Einkommens zusteht. Das heißt jetzt jedoch nicht, dass Ihnen einfach die Hälfte der 864,00 Euro Ihres Mannes zustehen. Entscheiden ist auch Ihre Situation. Hier stellt sich die Frage, ob auch Sie Einkommen erzielen und Erwerbstätig sind usw.

Soweit man unterstellen könnte, dass nur Ihr Ehemann ein Erwerbseinkommen (auch Krankengeld) erzielt, kann man die Halbierung seines Einkommens vornehmen, wobei man jedoch zunächst einen Erwerbstätigenbonus von 1/7 abzieht, darüber hinaus kommt es auch zu einem Abzug berufsbedingter Aufwendungen. Letztlich kommt es deshalb immer zu einer 3/7 Unterhaltsquote, weil das Einkommen in 7/7 aufgeteilt wird und davon pauschal die berufsbedingten Aufwendungen (1/7) abgezogen werden: = 6/7. Für diese 6/7 kommt nun die Halbierung auf 3/7 zum Zuge. Würde man nun die 864,00 Euro danach überschlägig (ohne Abzug berufsbedingter Aufwendungen) berechnen, käme man zunächst zu einem 6/7tel Betrag in Höhe von 740,57 Euro. Die Hälfte dieser Summe wäre zunächst der unterhaltspflichtige Teil (3/7) des Einkommens Ihres Ehegatten - also 370,29 Euro Unterhalt.

Jetzt ist jedoch immer noch eine sehr wichtige Einschränkung zu beachten:

Jedem Menschen steht stets ein bestimmter Geldbetrag als sogenannter Selbstbehalt zu. Dieser Selbstbehalt besagt, wie viel Geld dem Unterhaltspflichtigen nach Abzug aller abziehbaren Posten mindestens noch zur eigenen Verfügung verbleiben muss. Wird durch die Zahlung des ermittelten Unterhalts dieser Selbstbehalt unterschritten, so führt dies dazu, dass entsprechend weniger Unterhalt zu zahlen ist.

Nach der Düsseldorfer Tabelle beträgt dieser Selbstbehalt bei getrenntlebenden Eheleuten 840 Euro. Das bedeutet, wenn das Unterhaltsrelevante Einkommen Ihres Ehegatten tatsächlich 864,00 Euro beträgt, so würde es stets nur zu einem Unterhaltsanspruch Ihrerseits (vorausgesetzt sie erzielen keine Einnahmen) in Höhe von allenfalls 24,00 Euro kommen können, weil die Ihr Mann nur in Höhe dieses Betrages über 840,00 Euro liegt.

Aber selbst das kann aufgrund fehlender Angaben nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Bei einer Rente ab März 2005 kann ein Unterhaltsanspruch auf jeden Fall ausgeschlossen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Simon Jäschke
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