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Unterhalt bei Geschwistertrennung


| 06.11.2014 08:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zur Berechnung des Unterhaltsanspruchs minderjähriger Kinder bei Geschwistertrennung


Guten Tag ,

Ich habe folgenden Sachverhalt, 2 Kinder eins lebt bei mir seit ca. 2 Monaten (XXXXX 14 Jahre) und eins lebt bei meiner Ex-Frau (XXXXX 16 Jahre).
Ich bezahle für XXXXX Unterhalt 398 Euro.
Mein Verdienst liegt bei 2576 Euro.
Ich bin wieder Verheiratet, habe mit meiner neuen Frau keine Kinder.

Zu meiner Ex-Frau: Auch wieder verheiratet, haben ein Kind (3 Jahre)
Ex-Frau Arbeitet, verdient ca. 900 Euro

Jetzt meine Frage, muss meine Ex-Frau Unterhalt für XXXXX zahlen oder kann sie die kompletten 900 Euro für sich und ihre neue Familie verwenden ?
Auch wenn ihr neuer Mann Arbeitet (Vollzeit) und eigentlich jetzt für sie Unterhaltspflichtig ist ?

Ich möchte keinen das Geld aus der Tasche ziehen aber ich bezahle seit ca. 15 Jahre Unterhalt für XXXXX und XXXXX an meine Ex-Frau und nun wo XXXXX nicht mehr bei ihr lebt soll trotzdem nur ich weiter
Unterhalt bezahlen, aber sie nicht ?

Wo liegt da die Gerechtigkeit der Väter ?

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort.

Gruß

06.11.2014 | 09:02

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Grundsätzlich gilt: Der Unterhaltsanspruch jedes Kindes ist gesondert zu prüfen, und zwar nach den Einkommensverhältnissen des Elternteiles, bei dem es nicht lebt. Dieser barunterhaltspflichtige Elternteil hat, wenn er einer Arbeit nachgeht, einen Selbstbehalt von 1000 € gegenüber dem minderjährigen Kind. Damit wäre die Kindesmutter in Ihrem Fall auf den ersten Blick leistungsunfähig.

In zwei Punkten sind bei Ihnen allerdings Korrekturen erforderlich: Einerseits reduziert die Rechtsprechung bei einem Elternteil, der mit einem neuen Partner zusammenlebt, den Selbstbehalt, da durch den gemeinsamen Haushalt eine Ersparnis entsteht.

Wichtiger ist allerdings der zweite Punkt: Soweit der Lebensbedarf der Kindesmutter ganz oder teilweise durch Unterhaltsansprüche gegenüber dem neuen Ehemann gedeckt ist, wird ihr abverlangt, dass sie die eigenen Einkünfte zumindest zur Zahlung des Mindestunterhalts einsetzt.

Hier wäre damit eine Überprüfung der kompletten Einkommensverhältnisse der neuen Familie erforderlich: Der Ehemann der Kindesmutter ist zunächst dem gemeinsamen Kind unterhaltsverpflichtet und hat dann seiner Frau gegenüber einen Selbstbehalt von mindestens 1100 €. Wenn dann noch Einkommensbestandteile verbleiben, hat Ihre geschiedene Frau einen Unterhaltsanspruch gegen den Ehemann.

Da sie selber immerhin 900 € verdient, ist im Falle eines solchen Unterhaltsanspruchs - selbst wenn er nur bei wenigen hundert Euro liegt - eine Unterhaltsverpflichtung sehr wahrscheinlich.

Ich empfehle Ihnen darum folgendes: Suchen Sie einen ortsansässigen, im Familienrecht erfahrenen Anwalt auf und bitten Sie ihn, die Unterhaltsansprüche für die in Ihrem Haushalt lebende Tochter geltend zu machen. Ihre geschieden Frau ist verpflichtet, nicht nur über ihr Erwerbseinkommen, sondern auch über die Höhe ihres Unterhaltsanspruchs Auskunft zu erteilen. Im Falle eines gerichtlichen Verfahrens wäre sie beweispflichtig für eine behauptete Leistungsunfähigkeit.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


Bewertung des Fragestellers 11.11.2014 | 09:17


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