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Unterhalt an die Frau (bei gemeinsamen Kindern)


26.12.2004 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe 4 Kinder 20, 18, 18, 15 und bin Beamter. Ich verdiene ca 300 Euro mehr als meine Frau. 3 Kinder verlassen nun die Schule und gehen zum Juni aus dem Haus. Was ich für die Kinder zahlen soll, ist mir klar.

Wir hatten immer eine Haushaltshilfe, der gekündigt wird, da das Geld nicht mehr da ist und ein 16 Jähriger das auch nicht mehr erforderlich macht.

Meine Frau ist Lehrerin und will nach der Trennung nur noch halb arbeiten obwohl sie während unser langen Ehe immer voll gearbeitet hat. Sie sagt, sie fühlt sich dem Beruf nicht mehr richtig gewachsen und ich soll ihr dann nach dem 3/7 Verfahren ebenfalls Geld zukommen lassen. Sie hat Depressionen und ist seit einem 1/2 Jahr in therapeutischer Behandlung.

Meine Fragen:

1. Kann sie einfach, obwohl die häuslichen Bedingungen leichter werden, die Stundenzahl einfach reduzieren und gleichzeitig dafür von mir Geld einfordern und wenn ja wie lange?


2. Wie funktioniert die 3/7 Methode genau?

Mein Kenntnisstand

Zahlungspflichtiger:
(Nettogehalt abzgl. 5% Berufsaufwendung abzgl. Kinderunterhalt)

Minus

Zahlungsempfänger
(Nettogehalt abzgl. 5% Berufsaufwendung )

Das Ergebnis multipliziert mit 3/7

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Guten Tag,

Sie sprechen in Ihrer Frage mehrere Probleme der Unterhaltszahlungen auf.

Grundsätzlich ist Ihr Verständnis der Unterhaltsregelung richtig. Wenn beide Ehepartner während der Ehezeit berufstätig waren und dadurch die ehelichen Lebensverhältnisse geprägt wurden, wird der von dem besserverdienenden Ehepartner geschuldete Unterhalt wie folgt berechnet:
Man ermittelt zunächst Ihr Einkommen abzüglich einer Pauschale für berufsbedingte Aufwendungen von 5 %. Hiervon werden die von Ihnen getragenen ehebedingten Verbindlichkeiten und der Kindesunterhalt abgezogen.
Mit dem Einkommen Ihrer Frau verfährt man dann genauso. Sodann wird die Differenz zwischen beiden Einkommen ermittelt. Von dieser Differenz haben Sie grundsätzlich 3/7 als Trennungsunterhalt zu tragen.

Es handelt sich hier allerdings nur um das Prinzip, von dem immer wieder (etwa bei einer Mangelfallberechnung) Abweichungen vorgenommen werden. Eine genaue Berechnung läßt sich nur anhand der genauen Zahlen vornehmen. Sie können sich auch an den Unterhaltsrichtlinien des für Sie zuständigen Oberlandesgerichtes orientieren, die die oben genannten Grundsätze noch einmal zusammenfassen. Sie finden diese leicht über einschlägige Suchmaschinen im Internet.

Eine Erwerbsverpflichtung hat Ihre Frau während der Trennungszeit bis zur rechtskräftigen Scheidung der Ehe nicht. Insoweit kann sie auch Ihre Stunden ohne Sanktionen für den Unterhalt reduzieren. Erst ab der Rechtskraft der Scheidung tritt an die Stelle des Trennungsunterhaltes der nacheheliche Unterhalt, der sich stärker an Billigkeitserwägungen orientiert. Hier kommt dann auch die Erwerbspflicht Ihrer Frau zu tragen, die allerdings zweifelhaft ist, wenn Ihre Frau medizinische Gründe gegen eine Vollzeitarbeit belegen kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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