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Unterhalt an Expartnerin = KM ?


13.12.2004 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geeehrte Damen und Herren,

kurz einige Daten vorweg.
ichb habe eine 2.jährige Tochter, die leider bei der Mutter aufwachsen muß. Für beide zahle ich Unterhalt ( Kind: 192 EUR KM: 450 EUR )
Wir waren nicht verheiratet und haben gemneinsames Sorgerecht, welches sie jedoch anfechtet.
Jeden Mittwoch ist die Kleine von 10.00 bis 18.00 Uhr bei mir und 14-tägig von Sa. 15.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr. Fahren muß immer der Papa...leider.

1. Frage:
Ist dieses Umgangsrecht "normal" oder stünde meiner Tochter und mir mehr zu ? Und wenn ja, ab wann und wieviel ?

2. Frage:
Die Mutter studiert seit Oktober an einer PH, die ca. 65 km vom Wohnort entfernt ist, ca. 3 x /Woche fährt sie hin. Die Kleine muß von der Oma mütterlicherseits betreut werden.
Kann die KM den Vater einfach so "übergehen" bei der Betreuung, denn ich hätte auch während der Woche noch Zeit für meine Tochter.
Muß ich weiterhin den vollen Unterhalt an meine EX zahlen, auch wenn sie lieber studiert ?
Sie ist verbeamtete Fachlehrerin und könnte jederzeit im Schuldienst einsteigen...wenn sie es wollte...
Vom Studium habe ich durch Zufall erfahren und die Frau kann es sich natürlich finaziell erlauben. Sie besitzt ein Vielfaches von mir an Vermögen.

Danke im Voraus für Ihre Antwort.

mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

1.
Der Umfang des Besuchsrechtes ist grundsätzlich mindestens als üblich anzusehen. Vor Gericht würden Sie insoweit vermutlich keine bessere Regelung durchsetzen können.

2.
Aufgrund des gemeinsamen Sorgerechtes könnten Sie grundsätzlich bei dem Aufenthaltsbestimmungsrecht mitreden, wenn hier eine wesentliche Entscheidung getroffen wird. Einfache Fragen des täglichen "Bedarfs" werden hingegen immer von dem Elterteil getroffen, bei dem die Kinder leben.

Ob ein Richter die Entscheidung, das Kind an drei Tagen der Woche zur Oma zu geben, als Zustimmungspflichtig ansehen würde, kann nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Dabei möchte ich anmerken, dass auch Großeltern ein eigenes Recht auf Besuch zugebilligt wurde, was hier ggf. Meinungsbildend einfließen könnte.

Darüber hinaus müssten Sie - falls keine Einigung mit der Mutter gefunden werden kann - dies gerichtlich anhängig machen. Das dies neben rechtlichen auch psychologischen Konsequenzen auf Ihr Verhältnis zu der Mutter hätte, sei als Rat noch angemerkt.

3.
Sie schreiben nichts dazu, auf welcher Grundlage Sie derzeit den Unterhalt bezahlen. Da Sie schreiben, dass Sie nicht verheiratet waren, gehe ich davon aus, dass Sie Unterhalt nach Maßgabe des 1615l BGB zahlen.

Diesen müssen Sie grundsätzlich nur bis acht Wochen nach der Geburt zahlen. Darüber hinaus ist der Unterhalt bis zum 3. Geburtstag des Kindes geschuldet, wenn die Mutter aufgrund von Folgen der Schwangerschaft nach den 8 Wochen noch keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Dies ist bei Ihnen offensichtlich nicht der Fall.

Darüber hinaus richtet sich der Unterhalt nach § 1615l nach den Vorschriften des Verwandtenunterhaltes. D.h., dass einen Unterhaltsanspruch nur derjenige hat, der sich nicht aus eigener Kraft versorgen kann.

Sofern die Mutter vermögend ist, müsste sie zunächst dieses Vermögen aufgebrauchen, bevor ein Unterhaltsanspruch besteht.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Antworten etwas weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
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