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Unterhalt Und Unterhaltsrückstände


13.08.2004 21:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Hallo,

Die Situation:

Es ist so das so, das mein Erzeuger bereits als ich 18 (November 2001) geworden bin versucht hat den Unterhalt nicht mehr zu zahlen, zu dem Zeitpunkt wohnte ich bei meiner Mutter und wir haben einen Anwalt konsultiert, damals haben wir uns geeinigt, da mein Erzeuger arbeitslos ist, das er bis er wieder Arbeit hat 100 Euro im Monat zahlt, der Restbetrag aber bestehen bleibt und er mir das Geld ebend schuldig ist.

Damals ging ich noch zur Schule und habe danach eine Ausbildung angefangen, die aber nach der Probezeit ohne Angabe von Gründen aufgehoben wurde. Kurz danach bin ich bei meinen Eltern ausgezogen. Das war vor circa 20 Monaten.

Damals scheine ich wirklich versäumt zu haben meinem Erzeuger das mitzuteilen. Nun ist es so das ich vor kurzem mit ihm klären wollte was jetzt eigendlich aus dem Restbetrag ist der mitlerweile ziemlich hoch ist, da wollte er Ausbildungsnachweise sehen, ich schrieb ihm dann das mein Ausbildungsverhältnis aufgehoben wurde das ich aber gerne bereit bin ihm Kopien über meine Ausbildungsbemühungen zu schicken.

Nun habe ich gestern einen Brief von seinem Anwalt bekommen, das er angeblich keinen Unterhalt mehr zahlen müsse da ich für meinen Lebensunterhalt selbst aufkommen müsse.



Stimmt es das er nicht mehr zahlen muss? Und wenn er damit nicht richtig liegt was kann ich dann tun?
Und wenn ja was ist dann mit den Rückständen? Mir stehen doch mindestens die Rückstände zu die sich während meiner Schulzeit und meiner angefangenen Lehre angesammelt haben, oder? Und kann er die mit den angeblich zu viel gezahlten verrechnen?

Über eine Beantwortung würde ich mich sehr freuen, da ich echt nicht weiß was ich jetzt eigendlich tun soll. Ich bin auf das Geld nämlich echt angewiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabrina Lindner
14.08.2004 | 09:35

Antwort

von


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Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de


In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:

1)
Stimmt es, dass er nicht mehr zahlen muss?
Die Unterhaltspflicht besteht nach Beendigung der Schule über einen angemessene Zeitraum der Orientierung und Suche nach einem Ausbildungsplatz weiter.
Der Umstand, dass das Ausbildungsverhältnis nach der Probezeit beendet wurde, ist nicht Ihr Verschulden. Wenn Sie sich nachweislich um einen zweiten Ausbildungsplatz bemüht haben, besteht die Unterhaltspflicht weiter. Dies allerdings nicht unbegrenzt. Sie sind verpflichtet, längere Wartezeiten ggf. mit Aushilfstätigkeiten zu überbrücken. Erst wenn auch hier nachweisbare Bemühungen erfolglos geblieben sind, könnte die Unterhaltspflicht ausnahmsweise über den gesamten Zeitraum von 2o Monaten bestanden haben.
Seit Ihrem Auszug ist jedoch nicht nur Ihr Vater, sondern auch Ihre Mutter zu gleichen Teilen barunterhaltspflichtig, so dass Sie ab diesem Zeitpunkt lediglich die Hälfte des Unterhaltes von Ihrem Vater einfordern können.

2)
Und wenn er damit nicht richtig liegt was kann ich dann tun?
Sobald Sie eine Ausbildung beginnen dürfte die Unterhaltspflicht wieder aufleben.

3)
Und wenn ja was ist dann mit den Rückständen? Mir stehen doch mindestens die Rückstände zu die sich während meiner Schulzeit und meiner angefangenen Lehre angesammelt haben, oder?
Das ist richtig, in diesen Zeiten sowie während einer angemessen Überbrückungszeit zur Orientierung und Ausbildungssuche war Ihr Vater unterhaltspflichtig.

4)
Und kann er die mit den angeblich zu viel gezahlten verrechnen?
Die Rückstände kann er grundsätzlich mit dem zuviel gezahlten verrechnen.


Ich rate Ihnen allerdings dringend, eine Anwältin/einen Anwalt aufzusuchen. Die Kosten hierfür könne Sie über Beratungshilfe bzw. Prozesskostenhilfe auffangen, so dass Sie selbst keine Kosten zu tragen haben.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

Göttingen

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