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Unterhalt: Neuberechnung bei neuer Lebenssituation


14.07.2004 13:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Hallo lieben frag-einen-Anwalt Team

Mein Mann und ich sind seid 4 Jahren zusammen. Im August sind wir 2 davon verheiratet. Seid 2003 haben wir ein gemeinsames Kind. Mein Mann hat einen 8 jährigen Sohn aus vorheriger Beziehung ( keine Ehe).
Nun ist meine Frage, ob sich denn der Unterhalt des Kindes nicht ändert, wenn mein Mann nun eine neue Lebenssituation hat. Er ist nun Alleinverdiener ( Gehalt ist unterschiedlich, Zwischen 1600 und 1900 ).
2002 wurde der Unterhalt vom Sozi bestimmt, Kindesmutter bezog Hilfe. Damals war mein Mann alleine, sprich ich wurde nicht berechnet. Sie legten 249 € fest.
Heute las ich in der DT das Kindergeld zu 50% berechnet würde. Aber mein Mann mußte die Summe bezahlen die in dieser Tabelle stand. Sonst hätten es doch nur 172 € sein dürfen. Ich verstehe diese Tabelle manchmal nicht so. Deswegen hoffe ich auf Ihre Hilfe. Ich hatte mir mal eine Info beim Jugendamt geholt, die rieten mir den Unterhalt von einem Anwalt ausrechnen zu lassen.
Was mich halt stutzig macht ist, dass ein 8 Jähriges Kind 403 €, laut der Tabelle von 2003 wären es soar zusammen, inkl. Kindergeld 446 €, zum leben hat und 3 Personen fast das selbe. Meine Frage ist auch, was wird bei einer Neuberechnung mit angerechnet? Wir zahlen ja nicht nur Miete.
Ich hoffe sie konnten mich ein wenig verstehen, ich meine, meine Frage. Ich freue mich auf Antwort die einen etwas mehr informiert als eine Tabelle.

Vielen Dank
14.07.2004 | 15:29

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Rechtssuchende,

Einige Ausführungen sind nicht ganz klar geworden, trotzdem kann ich Ihnen folgende Anhaltspunkte geben:

Grundsätzlich kann jeder Unterhaltstitel abgeändert werden. Dazu müssen sich die Tatsachen, auf die der Unterhalt berechnet werden sich verändern.

Eine Veränderung der Verhältnisse liegt grundsätzlich vor, wenn eine Wiederverheiratung vorliegt. Dies bedeutet, daß der Unterhalt grundsätzlich neu berechnet werden kann.

Wie hoch der Unterhalt wird, kann natürlich nur dann beurteilt werden, wenn die Einkommensverhältnisse geklärt sind.

Hinsichtlich der Kindergeldanrechnung wurde durch die Behörde ("Sozi") § 1612 b Abs. 5 BGB angewandt. Diese Regelung ist höchst kompliziert.

Gemäß § 1612 b Abs. 5 BGB unterbleibt eine Verrechnung des Kindergeldes bis zur Höhe des Unterhaltes von 135 % des Regelbetrages. Was dies bedeutet, ist relativ schwierig zu erläutern.

Im Ergebnis besagt § 1612 b Abs. 5 BGB, dass eine vollständige (!) Anrechnung des hälftigen Kindergeldes (77 Euro) erst ab der 6. Einkommensgruppe vorgenommen wird, d.h. wenn der Unterhaltszahler ein Einkommmen von über 2100 EUR hat. Denn erst ab diesem Betrag sind erst 135 % des Regelbetrages erreicht.

Daraus folgt, dass einem Kind ab 6 bis 11 Jahre mindestens ein Betrag in Höhe von 249 Euro zustehen.

Auf diese Beträge kommt man wie folgt:
Betrag nach Düsseldorfer Tabelle (6. Einkommensgruppe)
bei 8 - jährigem Kind: 329 Euro abzüglich 77 Euro = 249 Euro.

Abschließend kann ich Ihnen nur dringend raten schnellstmöglich einen Anwalt aufzusuchen, der anhand Ihrer Daten eine Unterhaltsberechnung vornimmt.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

P.S.
Wenn Sie weitere Informationen über das Kindergeld haben möchten, so verweise ich Sie auch auf meinen Aufsatz "Kindergeld und deren Berücksichtigung bei Unterhaltszahlungen" auf unserer Kanzleihomepage(http://www.anwalt-wille.de/publikation-kindergeld.htm)

Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Straße 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
Telefax: 0221/ 272 4747
http://www.anwalt-wille.de
anwalt@anwalt-wille.de


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

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