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Unterhalt Kinder


| 30.12.2011 13:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe 2 Kinder . ( 16 + 19).

Der große Sohn macht jetzt seit Abitur März 2012.
Mein Ex Mann hat immer 160 % gezahlt, weil er sehr gut verdient.Auch nicht dass was eigentlich errechnet war-( 186 .- euro weniger). Deshalb ist jetzt auch ein verfahren anhängig um Offenlegung seines Gehaltes, da er seit über 3 Jahren nichts offen legt was er verdient.

Er ist wieder neu verheiratet.
Jetzt hat er seit Dezember 2011 ein 3.Kind .
Bekommen dann die Kinder aus 1.Ehe weniger Unterhalt.???
Er hat heute einfach 200.- weniger überwiesen.
weil er meinte er müsste jetzt 3 versorgen.
Ich bin barunterhaltspflichtig meinem großen Sohn das weiss ich .

Ist es wirklich so, dass der Unterhalt sich einfach reduziert? so wie er will?
30.12.2011 | 14:51

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Kindesunterhalt wird nach Düsseldorfer Tabelle bemessen und richtet sich nach dem Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen und dem Alter des Kindes. Wie Sie richtig sehen sind einem volljährigen Kind gegenüber beide Eltern barunterhaltspflichtig, und zwar im Vehältnis der jeweiligen Nettoeinkünfte; der Gesamtunterhaltsbedarf wird nach den zusammengerechneteten Nettoeinkommen der Eltern berechnet.

Im Übrigen sind Ihr volljähriger Sohn als Schüler und die zwei minderjährigen Kinder unterhaltsrechtlich gleichrangig (§ 1609 BGB).

Die Tabellenwerte der Düsseldorfer Tabelle beziehen sich allerdings auf ZWEI Unterhaltberechtigte. Bei einer größeren Zahl von Unterhaltsberechtigten können Abschläge durch Einstufung in eine niedrigere Einkommensgruppe angemessen sein.

Es ist daher möglich, dass sich der Unterhalt durch Hinzukommen eines dritten unterhaltsberechtigten Kindes reduziert, dies allerdings natürlich nicht nach Gutdünken des Unterhaltsverpflichteten.

Ihren Angaben kann ich nicht entnehmen, ob er bisherige Kindesunterhalt tituliert ist. Sofern dies der Fall ist, könnte vollstreckt werden, wenn Ihr Ex-Mann die Unterhaltszahlungen einfach reduziert. Es wäre dann Sache Ihres Ex-Mannes, eine Abänderung der Unterhaltstitel zu verlangen und ggf. durch Abänderungsklage nach § 328 FamFG gerichtlich geltend zu machen.

Sofern keine Unterhaltstitel vorliegen, könnte nicht vollstreckt werden. Ihr Ex-Mann darf auch dann den Unterhalt nicht willkürlich reduzieren wie er will. Vielmehr muss der Unterhalt auf der Grundlage der aktuellen Einkommensverhältnisse unter Berücksichtigung des dritten unterhaltsberchtigten Kindes neu berechnet werden. Allerdings ist es dann Sache der Unterhaltsberechtigten, eine ggf. gerichtliche Klärung der geschuldeten Unterhaltsbeträge zu veranlassen. Nach Ihren Angaben ist ja bereits ein Auskunftsverfahren anhängig.

Der Vollstängigkeit halber darf ich noch darauf hinweisen, dass Ihr älterer Sohn mit 19 Jahren volljährig ist und daher seine Unterhaltsanprüche selbst geltend machen muss.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 30.12.2011 | 15:03

nein ,tituliert ist es nicht.
aber wenn er sich weigert etwas offen zu legen dann kann man auch nicht den genauen unterhaltsanspruch berechnen.
was wären denn jetzt die genauen unterhaltsansprüche bei 3 Kinder?
sein letztes nettoeinkommen war 5100.- und steuerklasse 1 damals. mittlerweile ist er ja wieder steuerklasse 3
was soll ich jetzt genau tun? verfahren können sich ja lange hinziehen, und der unterhalt fehlt ja jetzt

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2011 | 16:14

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Wenn er sich weigert, Auskunft zu erteilen, kann ein Urteil auf Auskunftserteilung erwirkt und der Auskunftsanspruch notfalls im Wege der Zwangsvollstreckung durchgesezt werden.

Es ist möglich, bereits neben einer Klage auf Auskunft Anträge auf Zahlung von Unterhalt zu stellen.

Bei einem Nettoeinkommen von 5.100,-- € ällt Ihr Ex-Mann bereits in die höchste Einkommensstufe 10 der Düsseldorfer Tabelle. Bei drei Kindern wäre die Einkommensstufe 9 anzuwenden.

Danach beträgt der Unterhaltsbedarf eines 16-jährigen 648,-- €. Davon ist das anteilige hälftige Kindergeld mit 92,-- € abzuziehen, sodass ein Unterhaltsanpruch in Höhe von 556,-- € verbleibt.

Beim volljährigen Kind ergäbe sich ein Unterhaltsbedarf in Höhe von 742,-- E, worauf das Kindergeld mit 184,-- € anzurechnen ist, sodass ein Unterhaltsanpruch in Höhe von 558,-- € verbleibt. Hierfür haften beide Eltern im Verhältnis Ihrer Nettoeinkommen. Wie sich der Unterhaltsasnpruch auf die Eltern verteilt, kann ich nicht sagen, weil Sie keine Angaben zu Ihrem Nettoeikommen gemacht haben.

Eine Verpflichtung zur Zahlung von Unterhalt ist auch durch Einstweilige Anordnung nach § 246 FamFG möglich. Das ist ein Eilverfahren, in welchem die Entscheidung kurzfristig ergeht.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 30.12.2011 | 16:24


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