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Unterhalt Ehewohnung


23.12.2014 11:38 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Nutzung der Ehewohnung bei Trennung.


Ich zahle für meine Tochter Unterhalt. Sie wohnt mit der Mutter in meiner Eigentumswohnung. Meine Frau bekommt kein Trennungsunterhalt, da der Wohnwert diesen Unterhaltsanspruch übersteigt. Meine Ehefrau kann bis zum Eingang des Scheidungsantrages in der Ehewohnung wohnen bleiben. Das ist bis ca. August 2015.

Meine Frage
Wenn die Tochter zu mir ( Vater ) ziehen möchte, muss kein Unterhalt mehr an die Mutter gezahlt werden. Da meine Frau nur Nettoeinkommen von ca. 900,00 Euro hat, wird Sie keinen Unterhalt an mich zahlen müssen.
Muss Sie dann umgehend aus der Ehewohnung ausziehen. Das wäre für mich gut, da ich dann diese Wohnung vermieten kann oder kann Sie wohnen bleiben?
Oder muss Sie dann volle Miete zahlen?
5 Zimmer Wohnung 145 m², eine Person?
23.12.2014 | 12:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass die Wohnung in Ihrem Alleineigentum steht. Solange die Tochter bei der Mutter lebt, ist es wegen § 1361 b I BGB üblich dem Elternteil die Wohnung zur Nutzung zu überlassen, bei dem das Kind lebt. Würde Ihre Tochter zu Ihnen ziehen, wäre dieser Punkt weggefallen. § 1361 b I sieht abgesehen von den Interessen der Kinder vor, dass das Eigentum besonders berücksichtigt wird. Sie hätten dann einen Anspruch darauf, dass Ihre Frau auszieht und Ihnen die Wohnung wieder überlässt. § 1361 b BGB regelt ohnehin nur die Nutzung, auf die Eigentumsverhältnisse hat dies keinen Einfluss.

Sie könnten mit einer angemessenen Frist den Auszug verlangen. Ansonsten müsste Ihre Frau Ihnen eine Nutzungsentschädigung zahlen, die sich an der üblichen Miete orientieren kann.

Wenn Ihre Frau nicht Miteigentümerin ist und wenn die Tochter bei Ihnen lebt, hätte Ihre Frau kein grundsätzliches Recht in der Wohnung zu verbleiben.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht



ANTWORT VON

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