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Unfall nach einem Stoppschild in einer BAB-Baustelle


03.11.2014 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich wollte in einem Autobahnkreuz die BAB wechseln. Bereits beim Verlassen der ersten Bahn wiesen Schilder auf eine Baustelle hin (1. Achtung verkürzte Auffahrt, 2. Baustelle "60", 3. "40" mit Blinklicht, 4. Stopp in 100m).
Ich stoppte an der Haltelinie. Die Sicht auf den fließenden Verkehr war mir durch Baken nicht 100%-ig gegeben und der "Beschleunigungsstreifen" nur gut 1,5 Fahrzeuglängen lang, so dass ich mich mit Tastgeschwindigkeit zur Sichtlinie bewegte und sogleich ein Einschlag im Heck verspürte.
Der Schaden an meinem PKW liegt bei gut 11000€, der vom Auffahrenden bei gut 6000€. Die Geschwindigkeit des Auffahrenden war also nicht unerheblich.
Die Polizei sprach ein Verwarngeld aus und gab im Bericht nicht angepasste Geschwindigkeit als Unfallursache an.
Der Auffahrende gab an, ich hätte gestanden. Ich bin der Meinung, mit Tastgeschwindigkeit gerollt zu sein.
Auf einem der Unfallbilder ist die Haltelinie noch unter meinem Heck zu erkennen- der Auffahrende kann also nichtmal die Absicht gehabt haben, an der Linie zu stoppen.
Hätte er gestoppt, hätte er gesehen, dass das "Beschleunigungsstückchen" für ihn noch nicht frei war.
1. ist die Schuldfrage an der Stelle schon klar, wo er das Stoppschild missachtet?
2. HÄTTE er, wo auch immer, gestoppt: ist es nicht seine Pflicht, sich zu vergewissern, dass nicht nur im fließenden Verkehr eine Lücke zu Einfädeln ist, sondern auch, dass die Fahrbahn vor ihm frei ist?
2. macht es einen Unterschied, ob ich stand oder gerollt bin? (bei der Geschwindigkeit, die er gehabt haben muss, hätte er mich in jedem Fall erwischt, ganz gleich ob ich stand oder mit wenigen Km/h rollte)
3. rechtfertigt eine Sichtbehinderung durch Baken ein verkehrsbedingtes Warten an der Sichtlinie?
4. die gegnerische Versicherung fragt mich nach dem Unfallhergang, da der eigene Kunde sich angeblich nicht äußert- muss ich Angaben machen?
Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!
03.11.2014 | 12:34

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihren Fragen:

Ich wollte in einem Autobahnkreuz die BAB wechseln. Bereits beim Verlassen der ersten Bahn wiesen Schilder auf eine Baustelle hin (1. Achtung verkürzte Auffahrt, 2. Baustelle "60", 3. "40" mit Blinklicht, 4. Stopp in 100m).
Ich stoppte an der Haltelinie. Die Sicht auf den fließenden Verkehr war mir durch Baken nicht 100%-ig gegeben und der "Beschleunigungsstreifen" nur gut 1,5 Fahrzeuglängen lang, so dass ich mich mit Tastgeschwindigkeit zur Sichtlinie bewegte und sogleich ein Einschlag im Heck verspürte.
Der Schaden an meinem PKW liegt bei gut 11000€, der vom Auffahrenden bei gut 6000€. Die Geschwindigkeit des Auffahrenden war also nicht unerheblich.
Die Polizei sprach ein Verwarngeld aus und gab im Bericht nicht angepasste Geschwindigkeit als Unfallursache an.
Der Auffahrende gab an, ich hätte gestanden. Ich bin der Meinung, mit Tastgeschwindigkeit gerollt zu sein.
Auf einem der Unfallbilder ist die Haltelinie noch unter meinem Heck zu erkennen- der Auffahrende kann also nichtmal die Absicht gehabt haben, an der Linie zu stoppen.
Hätte er gestoppt, hätte er gesehen, dass das "Beschleunigungsstückchen" für ihn noch nicht frei war.

1. ist die Schuldfrage an der Stelle schon klar, wo er das Stoppschild missachtet?

Die Schuldfrage ist insofern geklärt, als der Unfallgegner Ihnen gegen das Heck gefahren ist und entsprechend eine sehr viel höhere Haftung aufweist als sie. Wenn sie allerdings zu keiner Zeit rückwärts gefahren/gerollt sind und durch die schlechte Sicht auch nur schrittweise anfahren konnten und darüber hinaus der Unfallgegner entweder das Stoppschild missachtet hatte oder mit nicht angepasster Geschwindigkeit Sie übersehen hatte, dann haftet er auch in vollem Umfang.

2. HÄTTE er, wo auch immer, gestoppt: ist es nicht seine Pflicht, sich zu vergewissern, dass nicht nur im fließenden Verkehr eine Lücke zu Einfädeln ist, sondern auch, dass die Fahrbahn vor ihm frei ist?

Das ist völlig korrekt, sodass ich auch zu einer vollständigen Haftung des Unfallgegners tendiere.


2. macht es einen Unterschied, ob ich stand oder gerollt bin? (bei der Geschwindigkeit, die er gehabt haben muss, hätte er mich in jedem Fall erwischt, ganz gleich ob ich stand oder mit wenigen Km/h rollte)


Dies macht keinen Unterschied, solange die Fahrbewegung nicht rückwärts gewesen ist.


3. rechtfertigt eine Sichtbehinderung durch Baken ein verkehrsbedingtes Warten an der Sichtlinie?

In jedem Fall. Falls die Baustelle noch existieren sollte, empfehle ich Ihnen, Fotos davon anzufertigen.

4. die gegnerische Versicherung fragt mich nach dem Unfallhergang, da der eigene Kunde sich angeblich nicht äußert- muss ich Angaben machen?

Dies wäre besser, da sonst die Haftungsfrage nicht geklärt werden kann und eine Klage notwendig würde.

Wenn Sie mögen, kann meine Kanzlei den Fall und die Bearbeitung kostenlos übernehmen, da wir unter anderem auf Verkehrsrecht spezialisiert sind, bundesweit vertreten und die Gebühren mit der gegnerischen Versicherung abrechnen.
Sie haben in keinem Fall mit Kosten zu rechnen, auch wenn wir weniger als 100% von der Versicherung bezahlt bekommen, wovon ich allerdings nicht ausgehe.

Wenn Sie dies wünschen, bitte ich um direkte Kontaktaufnahme (Email/Fax/Telefon).

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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