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Unfall mit unversichertem Fahrzeug - Halter unkooperativ - Folgen für Fahrer?


04.08.2017 22:49 |
Preis: 47,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von



Am 7. Juli 2017 verschuldete ich einen Auffahrunfall. Der Unfall wurde auf Wunsch des Geschädigten polizeilich aufgenommen, den Strafzettel dafür habe ich vor Ort beglichen.
7 Tage später erfuhr ich, dass das Auto nicht versichert war. Schriftlich vom Anwalt des Unfallgegners/Geschädigten, als auch polizeilich, welche vor meiner Haustür die Kennzeichen am Wagen entstempelte. Dort steht das Auto auf öffentlichem Grund und wird bereits mittels Aufkleber zur Entfernung aufgefordert.

Seit fast 12 Monaten bestand kein Versicherungsschutz mehr (konkret: seit 27.07.2016).

Der Wagen war mit Wissen & Zustimmung des Eigentümers seit Anfang Juli 2016 durchgängig in meinem Besitz - bis auf eine Woche im Juni 2017 in welcher der Eigentümer ihn kurzzeitg selbst nutzte.

Halter/Eigentümer ist ein enger Verwandter (Bruder). Unsere Wohnorte liegen 600 km auseinander.
Eine Nachversicherung ist bisher nicht erfolgt. Der Halter reagiert auch nicht mehr auf Anfragen, weder von mir noch von Seiten des Unfallgegners.

Gegenüber dem Unfallgegner bin ich bisher voll kooperativ, einschließlich meiner Anfrage, wie sich der Vorgang versicherungsunabhängig lösen ließe.

Ich nehme an, den gegnerischen Schaden aus eigener Tasche bezahlen zu müssen. (Betrag lt. Gutachten + Gutachter + Anwalt).

Der Unfallgegner wird den Umstand der fehlenden Versicherung noch der zuständigen Staatsanwaltschaft übergeben.

Hätte das auch Konsequenzen für mich? Wenn ja, was käme dann auf mich zu und wie könnte ich dem begegnen?
05.08.2017 | 03:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

den für den Versicherungsschutz, können Sie sich von dem Halter wiederholen. Dies ist deshalb der Grund, weil Sie die Tatsache, dass kein Versicherungsschutz vorliegt, nicht wissen konnten. Sie konnten davon ausgehen, dass Versicherungsschutz besteht, auch wenn Sie gefahren sind.
Strafrechtliche Verfolgung haben Sie nicht zu befürchten, weil Sie davon keine Kenntnis hatten.

Solange Sie deshalb keine Kenntnis vom fehlenden Versicherungsschutz hatten, können Sie auch strafrechtlich nicht belangt werden. Sämtliche weiteren Kosten, können Sie sich vom damaligen Halter zurückholen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2017 | 13:29

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort zu so ungewöhnlicher Stunde. Leider verstehe ich sie nur in Teilen.

Verstanden habe ich, strafrechtliche Konsequenzen hätte ich keine zu befürchten, da ich keine Kenntnis über das Fehlen der Versicherung hatte. Das hilft mir schon sehr. Vielen Dank.

Unverständlich blieben für mich folgende beiden Punkte:
1.) Sie schreiben: "den für den Versicherungsschutz, können Sie sich von dem Halter wiederholen."
Können Sie das bitte weiter ausführen? Was ist mit dem ersten "den" gemeint?

2.) Sie schreiben: "Sämtliche weiteren Kosten, können Sie sich vom damaligen Halter zurückholen."
Ich verstehe die Antwort so, dass ich bestimmte Kosten zu tragen habe. Für die Kosten welche darüber hinaus gehen stünde mir dann die Möglichkeit zur Rückforderung gegenüber dem Halter offen. Unklar ist: welche Kosten ich tragen müsste, bzw wenn es eine Betragsgrenze gäbe, wonach sich diese bestimmt. Könnten Sie dies noch verdeutlichen?

Besten Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.08.2017 | 15:30

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können sich sämtliche Kosten, die über die Kosten hinausgehen, die Sie mir einer ordnungsgemäßen Versicherung gehabt hätten, vom Halter zurückholen, da Sie vom fehlenden Schutz nichts wissen konnten und davon ausgehen dürften, dass Schutz besteht.
Sie dürften daher maximal dem Höherstufungsschaden bezahlen, der dem Halter fiktiv dadurch entstanden wäre, dass er hochgestuft wurde. Diese Kosten müssen Sie fiktiv ausrechnen. Alle weiteren Kosten jetzt, müssten Sie daher nur maximal in dieser Höhe tragen und könnten sich die Differenz von Halter wiederholen. Die Haftungsgrenze liegt im Übrigen bei 5000 Euro, wenn Sie vom fehlenden Schutz nichts wussten.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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