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Unfall mit einem Sixt-Mietwagen


30.12.2012 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Guten Tag,
es geht um folgenden Sachverhalt:

Am 30.12.2012 wurde mein Auto von einem anderen Auto auf der Autobahn gerammt.
Ich war mit meiner Frau und 2 weiteren Personen auf dem Weg nach Düsseldorf.

Kurz nach dem Aufprall sind wir auf dem Seitenstreifen stehen geblieben. Mein Auto war nicht mehr fahrbereit (steht auch in der Unfallmitteilung der Polizei). Neben der Polizei kam auch der ADAC um mein Auto abzuschleppen. Mein Sohn holte mich von der Autobahn ab.

Nun geht es um folgendes:
Festgehalten wurde von der Polizei, dass ich der Unfallbeschädigte bin und der Gegner Unfallverursacher ist. Der Unfallverursacher gab bei der Polizei an, dass dieser von der Sonne geblendet wurde und mich nicht gesehen hat.

Nun ist folgende Situation:
Der Unfallverursacher hatte sein Auto bei der Mietwagenfirma "Sixt" gemietet gehabt. Somit läuft die Schadensabwicklung über die Mietwagenfirma.

Der ADAC-Pannendienst und die Polizei stimmen überein, dass mein Auto einen Totalschaden erlitten hat.

Ich selber bin schwerbehindert und habe 2 Bein Prothesen. Mein Auto bediene ich über ein Handbedienteil unterhalb des Lenkrads (Im Fahrzeugschein eingetragen und vom TÜV abgenommen).

Momentan gehe alle Beteiligte davon aus, dass es sich um ein Totalschaden handelt.

Meine Fragen lautet nun:
1. Habe ich einen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung, für den Zeitraum, in welchem ich kein Auto habe?
(Aufgrund meiner Behinderung kann ich nicht alle Autos fahren, sondern nur behindertengerechte Autos)
2.Wie sieht die Schadensregulierung in diesem Fall aus?
3.Was ist, wenn ich von der SIXT-Versicherung einen Betrag erhalte, der deutlich unterhalb des Wertes meines Autos ist.

Der Einbau des Handbedienteils alleine hat 1400€ gekostet.
Wird diese Summe in die Erstattung bzw. Listenpreis aufgenommen?

4.Meine Frau wachte heute mit starken Schmerzen auf. Morgen früh wird Sie zum Arzt gehen! Sind Ansprüche auf Schadensgeld möglich?

5. Soll ich direkt einen Anwalt nehmen?

Vielen Dank
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

1.Ja, Sie können grundsätzlich eine sogenannte Nutzungsausfallentschädigung geltend machen.

2.Für Ihren Schaden stehen Fahrer, Halter und PKW-Versicherung gleichermaßen als Gesamtschuldner ein. In der Praxis hält man sich bei der Schadenregulierung aber einfach an die gegnerische Versicherung und macht dort seine Schäden geltend.

3.Was Ihren Schaden angeht, so sind Sie so zu stellen, wie wenn der Unfall nicht passiert wäre. Wenn Sie einen zu geringen Betrag erhalten, müssten Sie notfalls Ihren Schaden vor Gericht nachweisen und den Rechtsweg bestreiten.

4.Sofern die gesundheitlichen Schäden auf dem Unfall beruhen, können auch Schmerzensgeldansprüche geltend gemacht werden.

5. Ja, dies ist sehr empfehlenswert. Die Kosten die beim Anwalt entstehen sind ebenfalls Teil des Schadens und müssen in der Regel auch von der gegnerischen Versicherung übernommen werden.
Ein Anwalt kann dann auch alle Schadenspositionen ( Sachschäden, Nutzungsausfall, Unfallpauschale, Schmerzensgeld usw. ) konkret der Höhe nach gegenüber der Versicherung beziffern. Einem Laien ist dies vielfach nicht möglich.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen und einen ersten Überblick gegeben.

Gute Besserung für Ihre Frau und schon mal einen guten Start ins neue Jahr 2013.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.12.2012 | 15:47

Hallo,
vielen Dank für Ihre Anwort.
Ich würde Sie kurz fragen, wie nun die beste Vorgehensweise ist bzw. was ich machen soll.

Wäre es zum Beispiel möglich,
dass ich mir ein neues Auto kaufe, da ich aufgrund meiner Behinderung auf ein Auto angewiesen bin?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2012 | 15:58

Sie sollten im nächsten Schritt einen Rechtsanwalt aufsuchen und den Schaden von einem Sachverständigen begutachten lassen.

Erst nach Vorliegen des Gutachtens würde ich dann entscheiden, wie weiter verfahren wird.

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