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Unfall in Frankreich: Recht auf Wahl des Gutachters? Kostenübernahme?


14.11.2008 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang August hatten wir einen Unfall in Frankreich, bei dem eine französische Fahrerin unseren Wohnwagen und unser Auto beschädigte. Ihre Versicherung (MMA) hat mittlerweile die volle Haftung anerkannt.
Ich möchte nun einen freien Sachverständigen (GTÜ oder DEKRA) mit der Besichtigung des Fahrzeugs und des Wohnwagens beauftragen.
(Nach meiner Schätzung liegt der Gesamtschaden zwischen 1500 und 2000 € .)

Der Schadensregulierer für die französische Versicherung in Deutschland (R+V) erklärt aber, dass "französische Versicherungen in der Regel keine Kosten eines freien Gutachters übernehmen". Sie wollen stattdessen die Firma CAREXPERT (ein Tochterunternehmen der KFZ-Versicherungen) mit der Besichtigung beauftragen.

Soweit ich weiß, hat nach deutschem Recht der Geschädigte Anspruch auf die freie Wahl des Sachverständigen. Da der Unfall aber in Frankreich stattfand, wird aber hier wohl nach französischem Recht vorgegangen.

Habe ich auch in diesem Fall ein Anrecht auf freie Wahl des Sachverständigen, und wie sehen meine Chancen aus, die Kosten für einen von mir beauftragten Sachverständigen von der französischen Versicherung ersetzt zu bekommen?

Vielen Dank,
mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ihr Fall betrifft Fragen im zusammenhang mit einem Verkehrsungfall in Frankreich, Schadensrecht und internationales Privatrecht.

Tatsächlich stellt sich die Frage, welches Recht zur Anwendung kommt - deutsches oder französisches. Dies gilt sowohl für das Schadensrecht, als auch für das Recht des Versicherungsvertrages. Die Antwort könnte sich aus dem Gesetz (Art. 40 EGBGB) oder aus dem Versicherungsvertrag der Schädigerin ergeben. Auch wäre denkbar, daß zwischen den Versicherungen internationale Schadensregulierungsabkommen bestehen.

Dem Ansinnen des Schadensregulierers sollten Sie deshlb nicht ohne Weiteres nachkommen, denn es besteht ein klares Interesse der Tochterfirma den Schaden für die zur Schadensregulierung beauftragten Versicherungen möglichst gering zu halten.

Wenn die Versicherung Rechte aus dem französischem Versicherungsvertrag oder dem franzöischen Recht (Code Civil) ableiten will, so hätte sie dies näher zu begründen und zu belegen.

Tatsächlich meine ich, daß französisches Recht zur Anwendung kommt, und nach diesem Gutachterkosten oftmals zu übernehmen sind. Das gilt bei Schäden über 1.500,- EURO.

Mit der unbelegten Behautung der Versicherung sollten Sie Sich nicht zufrieden geben. In Deutschland gilt nämlich wie Sie richtigerweise beschrieben haben der Grundsatz, daß der Schädiger (oder dessen Versicherung) dem Geschädigten nicht die Art und Weise der Schadensregulierung vorschreiben darf.


Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen und gegebenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann. Gerne weise ich darauf hin, dass Sie im die Möglichkeit haben eine kostenlose Nachfrage zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt
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