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Unfall gehabt ohne Führerschein


| 14.11.2006 15:10 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe noch niemals einen Führerschein besessen. Ich habe mal angefangen, konnte ihn dann aber nicht beenden, weil ich betrunken auf dem Fahrrad erwischt wurde und meine MPU negativ ausfiel.

Ich bin daraufhin ohne Führerschein gefahren und wurde vor ca 1 Jahr erwischt. Dafür habe ich eine Geldbuße zahlen müssen.

Nun bin ich letzte Woche erneut gefahren mit dem Auto der Eltern meiner Freundin und habe einen Unfall mit Totalschaden gehabt, bei dem ich jedoch keine Schuld hatte.

Hier meine Fragen:

-Der Schaden am Wagen beträgt ca 6500 Euro, wer trägt diesen? Was ist, wenn ich keine Möglichkeit habe, diese Summe zu begleichen?

-Mit welchem Strafmaß kann ich rechnen? Es ist ja nicht das erste Mal gewesen, dass ich ohne Führerschein gefahren bin.

-Was passiert mit den Eltern meiner Freundin? Werden die auch bestraft, weil sie mir den Schlüssel gegeben haben? Sie wußten nicht, dass ich keinen Führerschein habe.

Vielen Dank für Ihre Mühe!


14.11.2006 | 16:29

Antwort

von


132 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie schreiben, dass Sie selbst keine Schuld an dem Unfall haben. Demzufolge gehe ich davon aus, dass ein anderer Fahrzeugführer den Unfall verursacht hat. Spielte die fehlende Fahrerlaubnis keine Rolle und war der Unfall auch ansonsten für Sie unabwendbar, ist der Unfallverursacher bzw. dessen Haftpflicht zum Erstaz des Schadens verpflichtet. Aufgrund der fehlenden Fahrerlaubnis wird die Versicherung aber möglicherweise versuchen, Ihnen eine Teilschuld anzulasten.

Bzgl. des Strafmaßes ist eine genaue Prognose nicht möglich, da die Strafzumessung jeweils im Einzelfall von den genauen Umständen abhängt. Üblicherweise wird es aber wieder auf eine Geldstrafe hinauslaufen, wobei die Anzahl der Tagessätze im Vergleich zur ersten Verurteilung aber deutlich erhöht werden wird (ca. das Doppelte). Hinzu kommt eine weitere Sperrfrist für die Erteilung einer Fahrerlaubnis.

Der Halter des Fahrzeugs (je nachdem wohl der Vater oder die Mutter Ihrer Freundin) wird damit rechnen müssen, dass gegen ihn gem. § 21 StVG ermittelt wird, weil er zugelassen hat, dass Sie mit dem Fahrzeug fahren. Auch wenn er nicht wusste, dass Sie keine Fahrerlaubnis besitzen, droht eine Strafe wegen fahrlässiger Begehung, weil er sich nicht vor Herausgabe des Fahrzeugs vergewissert hat, dass Sie eine Fahrerlaubnis besitzen (z.B. Führerschein vorzeigen lassen).

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort zunächst weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers

Nachfrage vom Fragesteller 14.11.2006 | 17:27

Sehr geehrter Herr Alpers,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Der Unfall war ein Auffahrunfall, ich stand bereits komplett und hatte dementsprechend keine Schuld. Wo oder bei welcher Stelle kann ich das nun erklären bzw. hierzu aussagen? Polizei? Versicherung?

Mir wäre persönlich dran gelegen, dass die Eltern meiner Freundin unbeschadet aus der Sache heraus kommen. Wenn ich in der Erklärung, die ich für die Polizei auflegen muß, angebe, dass ich Ihnen die Autoschlüssel z.B. aus der Tasche genommen habe, würde das helfen?

Der Unfallverursacher war Pole, macht dass versicherungstechnisch irgendetwas aus?

Ganz vielen Dank!

Ergänzung vom Anwalt 14.11.2006 | 18:04

Ich hoffe zunächst, dass die Polizei den Unfall bereits aufgenommen hat und es nach Möglichkeit auch Zeugen für den Unfallhergang gibt bzw. der Unfallgegner seine Schuld schriftlich zugegeben hat. Beim dem von Ihnen geschilderten Auffahrunfall spricht tatsächlich einiges für eine alleinige Schuld des Gegners. Für eine endgültige Beurteilung sind aber natürlich die weiteren Einzelheiten entscheidend.

Ansprüche muss der Eigentümer des Fahrzeugs gegen den Gegner bzw. dessen Versicherung geltend machen. Handelt es sich um ein im Ausland zugelassenes Fahrzeug, ist zunächst über das Büro Grüne Karte e.V. in Hamburg (www.gruene-karte.de) die zuständige deutsche Versicherung zu ermitteln, über die der Schaden reguliert werden kann.

Ich kann hier nur dringend anraten, bei der Regulierung anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sofern tatsächlich der Gegner für den Unfall verantwortlich ist, sind die anwaltlichen Kosten dann auch von der gegnerischen Versicherung zu übernehmen.

Bzgl. der von Ihnen angefragten Erklärung bzgl. der Autoschlüssel haben Sie hoffentlich Verständnis, dass ich Ihnen hier keine Auskunft geben kann, bei welchem "auszudenkenden" Sachverhalt die Eltern Ihrer Freundin unbeschadet davonkommen werden. Aber ürberprüfen Sie doch zunächst einmal, welcher Elternteil überhaupt Halter des Fahrzeugs ist.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt

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Verständlich erklärt und genau geantwortet. Danke!! "
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Vielen Dank Herr Alpers für Ihre schnelle und kompetente Antwort.
Verständlich erklärt und genau geantwortet. Danke!!


ANTWORT VON

Bielefeld

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