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Unfall durch Glätte


| 16.01.2011 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


in unter 1 Stunde

Hallo,

ich bin am 07.12.2010 um 21Uhr beim Verlassen des Innen- in den Außenbereich einer großen Sauna nach zwei Schritten gestürzt und habe mir dabei an der rechten Hand einen Bruch an der Hand zugezogen. Die Sauna ist Teil einer großen öffentlichen Therme. Es hat an diesem Abend frisch geschneit und an dem gewählten Ausgang war kein Warnschild wegen erhöhter Glätte angebracht. Es wurde auch nicht gestreut, dies wurde mir sogar beim Verlassen der Therme von der dortigen Mitarbeiterin bestätigt. Ich dachte zunächst auch nur an eine Stauchung und musste aber am nächsten Tag wegen starker Schmerzen in die Unfallklinik. Folglich trug ich 5,5 Wochen einen Gips und muss jetzt für weitere zweieinhalb Wochen eine Handmanschette mit fester Schiene tragen.
Ich hatte mit der Therme schon Kontakt und diese hat diesen Fall Ihrer Versicherung übergeben.
Meine Frage ist, kann ich, obwohl ich bei dieser Versicherung bereits 1500,-Euro als Schadensersatz gefordert habe, eine neue höhere Summe verlangen, da diese mir mittlerweile viel zu wenig erscheint? Ich habe einen handwerklichen Beruf (techn.Angestellte) und kann diesen immer noch nicht 100% wieder ausführen. Mein Urlaub im Dezember musste ausfallen und meinen Sport kann ich seit der Zeit auch nicht mehr ausüben usw. wie kann ich weiter verfahren? Die Versicherung hat noch nicht ausgezahlt und stellt im Moment Nachforschungen bei meiner Zeugin an.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
MfG
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Diese Antwort ist vom 16.01.2011 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.

Jetzt eine Frage stellen
16.01.2011 | 18:50

Antwort

von

Rechtsanwalt Michael Vogt
455 Bewertungen
Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne darf ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Rechtsgrundlage für den Anspruch auf Schmerzensgeld ist § 253 Abs. 2 BGB.

Demnach kann, falls wegen einer Verletzung des Körpers oder der Gesundheit Schadensersatz geschuldet wird, neben der Erstattung der materiellen Schäden auch eine „billige Entschädigung" in Geld verlangt werden.

Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes müssen insbesondere Art und Dauer der Verletzung berücksichtigt werden. Ferner muss berücksichtigt werden, ob der Verletzte durch die Schädigung besondere soziale Belastungen erleiden muss, also beispielsweise in der Ausübung seines Berufs oder seiner Hobbys beeinträchtigt wird. Damit eine möglichst einheitliche Rechtssprechung erfolgt, kann zur Bemessung des Schmerzensgelds im Übrigen auf einschlägige Schmerzensgeldtabellen zurückgegriffen werden.

Da die Dauer der Verletzung ein Kriterium der Schadenshöhe ist, können Sie durchaus noch ein höheres Schmerzensgeld fordern. Immerhin ist in Ihrem Fall die Behandlung noch nicht abgeschlossen. In welcher Höhe in Anspruch letztendlich tatsächlich gerechtfertigt sein wird, muss dann anhand der einschlägigen Rechtssprechung eruiert werden. Hierzu sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die Kosten hierfür müssen, also so genannte Kosten der Rechtsverfolgung, vom Verursacher des Schadens ebenfalls übernommen werden.

Abschließend hoffe ich, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Vogt

Nachfrage vom Fragesteller 16.01.2011 | 19:37

Kann ich also jetzt, obwohl ich schon eine Forderung gestellt habe, noch mit Hilfe eines Anwaltes eine höhere Forderung stellen?
Danke für die zügige Antwort
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.01.2011 | 21:49

Ja, die bereits gestellte Forderung hindert Sie nicht daran, eine Neue zu stellen. Sie sind insoweit nicht gebunden.

Bewertung des Fragestellers 16.01.2011 | 19:39


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ANTWORT VON
Rechtsanwalt Michael Vogt
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