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"Unfall" bei Hüten eines Hundes/Pflichtverletzung Hundehaftpflicht


| 17.12.2013 14:15 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Mein Hund wird einmal die Woche von einer Nachbarin ausgeführt und gehütet. Für den Fall der Fälle wurde hierzu vom Hundehalter eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

Am 19.11.2013 glitt die Hüterin aus und brach sich dabei das Schlüsselbein. Ihr Mann informierte mich über den Vorgang und sagte, dass den Hund keine Schuld trifft und das Tier keinerlei Schuld an dem Missgeschick hat.

Am 09.12. füllte er einen übersandten Unfallbericht seiner Krankenkasse aus und fragte mich, ob ich eine Hundehaftpflicht habe. Hintergrund: Im Unfallbericht werde gefragt, ob ein Tier beteiligt war und er wolle das wahrheitsgemäß ausfüllen Er gab mich als den Tierhalter an, wiederholte aber die obige Darstellung, dass der Unfall nicht weil, sondern während des Hundehütens erfolgte und seine Frau aus einer Unachtsamkeit den Unfall eigen verschuldete. Ich bekam durch eine Kopie am 12. davon Kenntnis.

Am 12. 12. meldete ich den Vorgang meiner Hundehaftpflicht, auch wenn ich davon ausging das die Krankenhaftpflicht der Hüterin den Schaden aufgrund des geschilderten Eigenverschuldens übernehmen wird. Der Makler sagte nun, dass eine Frist von 7 Tagen zur Meldung besteht und somit gegebenenfalls der Versicherungsschutz nicht erfolgt. Das Versicherungsunternehmen wäre durch diese Fristverletzung von der Schadensregulierung befreit.

Frage:

1) Kann die Krankenversicherung der Hüterin trotz Erklärung dieser, dass die Verletzung nicht durch den Hund beim Hüten verursacht wurde, die Kosten an mich weiterreichen? Motto: Der Hundehalter haftet immer unabhängig von der Schuldfrage.

Kann die Hundehaft Versicherung die Regulierung des Schadens verweigern weil die vertragliche Frist von 7 Tagen überschritten ist, obwohl ich erst aus der Kopie des Unfallbericht ersehen konnte, dass bei Nichteintreten der Krankenversicherung der Hüterin die Hundehaftpflicht des Hundehalters einspringen müsste. Motto: Jeder Vorgang mit dem Hund ist sofort anzuzeigen.

3) Können weitere Kosten außer der Übernahme der Kosten der Krankenversicherung auf mich zukommen, falls meine Hundehaftpflicht nicht zahlt aber die Hüterin schriftlich Eigenverschulden beschrieben hat?



-- Einsatz geändert am 17.12.2013 14:19:53

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1.)

Es ist durchaus möglich, dass die Versicherung es versuchen wird.

Aber die Versicherung wird damit nicht durchkommen.

Es ist zwar richtig, dass die Tierhalterhaftung vom Verschulden unabhängig ist, also eine Gefährdungshaftung darstellt.

Aber der Schaden muss dann durch das Tier verursacht worden sein (Das Tier springt z.B. die Nachbarin an, die dadurch umfällt).

Und daran fehlt es nach Ihrer Schilderung komplett.

Die Tierhalterhaftung wird also nicht eingreiben.

Erfolgreich wird man sich also an Sie nicht halten können.

2.)

Eine verspätete Meldung ist eine sogenannte Obliegenheitsverletzung, die auch tatsächlich den Versicherungsschutz kosten kann.

Aber hier wird sich die Versicherung darauf kaum berufen können.

Die Pflicht zur Meldung des Versicherungsfalls soll in erster Linie dem Zweck dienen, der Versicherung möglichst schnell die Schadensermittlungen und -verhandlungen einzuleiten.

Es soll auch die Möglichkeit gegeben werden, eigene Feststellungen zu treffen.

Und all dieses ist auch derzeit möglich. Es ist also nicht so, dass der Versicherung ein Nachteil entstanden sein könnte.

Daher wird man Ihnen trotz verspäteter Meldung, die nun einmal objektiv vorliegt, nicht den Versicherungsschutz versagen können.

Auch ist zu berücksichtigen, dass Sie erst selbst sich informieren mussten. Erst dann hatten Sie Kenntnis von einem Schadensfall.

3.)

Ich denke, es werden gar keine Kosten auf Sie zukommen können.

Sollte sich der Sachverhalt aber später anders darstellen und Sie deshalb doch Kosten tragen müssen, sind die gesamten Schäden zu ersetzen.

Dabei sind die Schäden der Nachbarin also auch alle Schäden möglicher Versicherungen, die übergegangen sind, dann zu ersetzen, bis hin zu Dauerschäden oder Folgeschäden, die man derzeit noch gar nicht kennt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
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Bewertung des Fragestellers 17.12.2013 | 16:09


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