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Unberechtigte Kreditkartenkäufe - was tun?


17.12.2013 12:51 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking



Sehr geehrte Damen und Herren,
vor einigen Wochen bekam ich von der Bank meiner Kreditkarte einen Anruf, daß seltsame Transaktionen auf meinem Kartenkonto stattgefunden hätten. Ich habe den Diebstahl der Karte bis dahin nicht bemerkt.
Ich bin Opernsänger und seit mehreren Wochen ständig unterwegs und komme sleten an meine Post. Die Bank verweigert die Kommunikation per mail und verlangt, den vollen Betrag zu zahlen, da ich fahrlässig mit der Karte umgegangen sei, was ja völliger Unsinn ist.
Zum Einkaufen mit dieser Karte benötigt man einen PIN und alle Abbuchungen der Diebe wurden ohne diesen Pin online durchgeführt. Die russische Polizei tut nichts und ich selbst bin seit gestern wieder in Russland und habe vom Hotel drei der Firmen , die Abbuchungen vorgenommen haben kontaktieren lassen (Reisebureaus) und bekam die Antwort, die Bank habe garnichts beanstandet ! Das eine Reisebureau will mir sogar den Namen des Käufers mitteilen, womit ja der Dieb eindeutig zu identifizieren wäre.
Ich rief die Bank soeben an, dort bleibt man stur und drohte mir mit Mahnverfahren den vollen Bettrag zu zahlen. Für sie sei der Fall erledigt .
Ich habe nicht fahrlässig gehandelt und die Bank bietet keine online Kontoansicht an, ich kann also erst auf falsche Transaktionen reagieren, wenn ich diese bemerke ! Übrigens wurde mir eine neue Karte gesendet, wieder ohne Einschreiben, auch diese hätte auf dem Postweg von jedem gestohlen werden können.
Was soll ich jetzt tun? Die Sechswochenfrist der Reklamation ist noch nicht abgelaufen, der Schaden beläuft sich auf circa €3000,-
Warum kann ich mit dieser Karte nur per PIN einkaufen, die Diebe konnten aber online alles ohne Pin erledigen? Ich bitte um Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Für nicht von Ihnen autorisierten Zahlungsvorgängen haftet grundsätzlich das Kreditinstitut, siehe § 675u BGB. Bei Verlust der Kreditkarte sieht § 675v Absatz 1 BGB lediglich eine Selbstbeteiligung von bis zu 150,- EUR vor.

Lediglich bei vorlässiger oder grob fahrlässiger Verletzung ihrer vertraglichen oder gesetzlichen (§ 675l BGB) Sorgfaltspflichten müssten Sie möglicherweise für den gesamten Schaden vor Sperrung der Karte haften – dies wäre z.B. der Fall, wenn Sie Ihre PIN auf der Karte notiert hätten o.ä. .
Auch muss grundsätzlich der Verlust der Karte unmittelbar nach Kenntnis hiervon an das Kreditinstitut gemeldet werden, was Sie nach Ihrer Schilderung aber auch getan haben.

Ist wie in Ihrem Fall die Autorisierung der ausgeführten Zahlungsvorgänge streitig, hat das Kreditinstitut nachzuweisen, dass eine Authentifizierung erfolgt ist und der Zahlungsvorgang ordnungsgemäß aufgezeichnet, verbucht sowie nicht durch eine Störung beeinträchtigt wurde, § 675w BGB.

Sie sollten die nicht von Ihnen autorisierten Abbuchungen daher unverzüglich fristgemäß schriftlich reklamieren und darauf hinweisen, dass Ihnen zwar die Karte gestohlen wurde, aber Sie die PIN und sonstige personalisierte Informationen sicher aufbewahrt haben und die Diebe daher die Schutzmaßnahmen rechtswidrig umgangen haben müssen.
Besteht das Kreditinstitut weiterhin auf Zahlungen (die über den Selbstbehalt von max. 150 EUR hinausgehen), müsste das Kreditinstitut zunächst den Nachweis erbringen, dass eine ordnungsgemäße Authentifizierung stattgefunden hat und dass Sie die PIN nicht sicher aufbewahrt haben. Dies dürfte dem Kreditinstitut nach Ihrer Schilderung der Vorgänge aber wohl nicht gelingen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen
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Die Antwort kam schnell und verständlich. Ich kann nun aktiv werden. Unbedingte Weiterempfehlung allein schon durch die schnelle Anwort. ...
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