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Umzug der Mutter mit meinen Kindern in eine andere Stadt


08.11.2004 22:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Meine Frau und ich leben seit 2 Jahren (10/2002)in Trennung. Wir haben 2 Kinder, 5 und 7 Jahre alt. Meine Frau und ich haben beide "neue" Partner. Wir haben seit unserer Trennung ein gutes bis sehr gutes Verhältnis miteinander. Unsere Kinder leiden deshalb auch nur sehr wenig unter der Trennung. Unsere Kinder sind jeden Donnerstag und jedes zweite Wochenende bei mir. Ich bringe sie sowohl Freitag früh als auch Montag früh in die Schule bzw. in den Kindergarten. Mit anderen Worten, ich bin sehr Zufrieden mit dem Istzustand. Ich denke auch unsere Kinder sind sehr Zufrieden.

Heute kam dann, die Schreckensbotschaft. Meine Frau möchte mit ihrem neuen Partner zusammenziehen. Würde ich sogar gut finden, denn er ist sehr nett, wenn er nicht 250 km entfernt wohnen würde. Das kann ich nicht akzeptieren. Ich habe unsere Kinder sehr lieb und das wäre für mich unerträglich.

Meine Fragen:
1) Kann meine Frau ohne mein Einverständnis so weit wegziehen?
2) Was habe ich für Möglichkeiten das zu verhindern?
3) Haben wir auch im "getrennt lebend" das gemeinsame Sorgerecht?
4) wenn ja, unter welchen umständen kann sie das "alleinige Sorgerecht" bekommen.

Im Vorfeld schon einmal vielen Dank.


Mit freundlichen Grüssen

papi97
08.11.2004 | 23:09

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Herr Papi97,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu Ihren Fragen:

Frage 1:
Das Gesetz geht davon aus, dass auch nach der Scheidung oder Trennung beide Elternteile grundsätzlich das gemeinsame Sorgerecht behalten. Ist ein Elternteil damit nicht einverstanden, muß ein entsprechender Gerichtsbeschluss erwirkt werden.

Dieser Gerichtsbeschluß kann dahingehend lauten, nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder das gesamte Sorgerecht auf Ihre Frau zu übertragen.

Das Gesetz unterscheidet zwischen Angelegenheiten des täglichen Lebens und Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind.

Der Elternteil, bei dem das Kind wohnt, kann bezüglich Angelegenheiten des täglichen Lebens selbständig so entscheiden, wie er es für das Kind am besten hält. Dagegen werden Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung von beiden Elternteilen zusammen entschieden.

Solche Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung für das Wohl des Kindes sind z.B. Entscheidungen wie Schulart, Ausbildungs- und Berufswahl, Verwaltung des Vermögens des Kindes, Aufenthaltsbestimmung, Wohnsitzwechsel.

Dies bedeutet für Sie: Ihre Frau braucht die Zustimmung von Ihnen.

Frage 2:
Sie müssen derzeit nichts tun, den Ihr Frau muß die Zustimmung einholen. Andernfalls kann Sie sich auf strafbar machen!

Ich raten Ihnen daher zu einem Erstberatungsgespräch zu einem Anwalt zu gehen.

Frage 3:
Hier verweise ich auf meine Antworten innerhalb der ersten Frage.

Frage 4:

Können sich die Eltern über das elterliche Sorgerecht nicht einigen, muss das Gericht entscheiden.

Die Entscheidung richtet sich im wesentlichen nach der Beantwortung von zwei Fragen:

1. Wird eine alleinige elterliche Sorge dem Wohl des Kindes am besten gerecht?
Und 2.
Ist das alleinige Sorgerecht gerade des Antragsstellers die beste Lösung?

Innerhalb dieser Fragen werden dann verschiedene Unterfragen gestellt und durch das Gericht gelöst werden muß.
Innerhalb des Förderungsprinzip stellt sich die Frage: Wie eignet sich der Elternteil, der das Sorgerecht haben will, zu der Erziehungs- und Betreuungsaufgabe? Innerhalb dews Kontinuitätsprinzips wird gefragt: Besteht Einheitlichkeit, Gleichmäßigkeit und Stabilität der Erziehungsverhältnisse?
Außerdem wird gefragt, welche Entscheidung das Kind will?
Schließlich wird gefragt wie die Bindung zu den Eltern ist und welche weiteren Bezugspersonen es gibt.

Ich hoffe Ihnen damit einen ersten Überblick gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Straße 147 - 151
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Telefon: 0221/ 272 4745
Telefax: 0221/ 272 4747
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

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