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Umwandlung von Urlaubstagen in kleinere Einheiten (Stunden)


04.12.2014 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Vertragliche Gestaltung einer arbeitsvertraglichen Zusatzerklärung in Bezug auf einen Teilurlaub


Sehr geehrter Anwalt,
wir sind ein kleines Unternehmen mit 10 Angestellten (GmbH). Bisher haben die Mitarbeiter immer 1/2 oder ganze Tage als Urlaub bekommen. Jetzt hatte die Belegschaft die Idee, wenn man nur mal 30 Min. früher weg muss, einen halben Tag Urlaub in Stunden umzuwandeln und abziehen zu lassen (externe Buchhaltung beim Steuerberater) und diese Stunden dann intern zu notieren und nach und nach gestückelt zu nehmen. Dazu unsere Fragen:
- ist dies möglich, wenn nichts dazu in den Arbeitsverträgen steht ?
- muss jeder einzelne zustimmen oder genügt ein Gesellschafterbeschluss ?
- ist das direkte Abziehen des Urlaubs und das interne notieren der übrigen Stunden erlaubt ?
- darf man hierzu Grenzen setzen (z.B die Anmeldung spätestens am Vortag oder max. 1 Tag im Jahr umwandeln etc.)

Vielen Dank für Ihre Antwort
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Vorbemerkung:
Ich nehme an, dass hier keine Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträge gelten, die dem entgegenstehen, was ich noch anmerken möchte.

1.
Soweit hier nichts im Arbeitsvertrag steht, so wäre dieses als betriebliche Maßnahme, die praktisch angewendet wird, durchaus möglich, aber ich würde dieses ehrlich gesagt zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten unbedingt schriftlich einvernehmlich als Zusatz zum Arbeitsvertrag jeweils regeln, bestenfalls durch einen Anwalt, der arbeitsrechtliche Fälle bearbeitet und sich damit auskennt.

Alles andere wird erfahrungsgemäß zu Unstimmigkeiten in der Zukunft führen.

Egal, ob man dieses nun ergänzend zum Arbeitsvertrag vorsieht oder nicht, so sollte jedenfalls immer eine schriftliche Dokumentation von beiden Seiten stattfinden, um Streitigkeiten zu vermeiden.

2.
Dies kann man nur einvernehmlich im Arbeitsvertrag bestimmen, mit jedem Arbeitnehmer für sich.

3. und 4.
Eine derartige Vertragsgestaltung ist wie gesagt durchaus denkbar, sollte aber juristisch begleitet und abgeschlossen werden.

Denn die Einzelheiten können mitunter schwierig werden, jedenfalls nach meiner ersten Einschätzung.

Grenzen hierzu kann man in der Tat grundsätzlich (von wenigen Ausnahmen abgesehen) setzen, z. B die Anmeldung spätestens am Vortag oder max. 1 Tag im Jahr umwandeln etc.

Nach meiner Erfahrung ist also Vorsorge besser als Nachsorge und daher eine vertragliche Gestaltung anzuraten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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