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Umtausch im Einzelhandel Massanfertigung


07.12.2014 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



Letzte Woche habe ich in einem Sportgeschäft Skistiefel anfertigen lassen. Die Skistiefel der Marke Strolz wurden auf Maß angepasst bzw. der Innenschuh wurde "geschäumt" und dadurch genau an meinen Fuß angepasst
Leider aber passen die Stiefel überhaupt nicht und ich bin nicht zufrieden. Es gibt Druckstellen und die Schnallen schließen zu eng. Dadurch wird die Blutzirkulation im Fuß unterbrochen und die Füße fangen an zu schmerzen.
Deshalb wurde ich heute, am verkaufsoffenen Sonntag erneut dort vorstellig um den Fall zu besprechen bzw. um den Verkäufer eine erste Gelegenheit zu geben nachzubessern.
Die Fehler bzw. Beschwerden wurden von einem kompetenten Mitarbeiter schiftlich erfasst.
Man wolle sich Gedanken machen, wie die Fehler behoben werden können.
Ich wollte mich darauf einlassen.
Dann mischte sich der Firmeninhaber ein und das Gespräch nahm eine andere Wende.
Der Herr wurde beleidigend und ich habe angeboten vom Kauf zurückzutreten.
Daraufhin hat er mich weiter ernsthaft mündlich beleidigt. Ich hätte neurotische Probleme. Ich überlege nun den Herrn wg. Beleidigung anzuzeigen und möchte endgültig von Kauf zurücktreten.
Wie sehen meine Rechte diesbezüglich aus? Kann ich vom Kauf zurücktreten obwohl die Ware massgefertigt ist? Der Geschäftsinhaber meinte ich müsse wenigstens den Innenschuh im Wert von €230,- zahlen da der Innenschuh massangefertigt wurde.
07.12.2014 | 21:58

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die Druckstellen sowie die unterbrochene Blutzirkulation mitsamt den schmerzenden Füßen sind deutliche Anzeichen von unpassenden Schuhen, da die Innenschuhe aber maßgefertigt wurden, dürfte das nicht passieren. Die Schuhe sind daher mangelhaft im Sinne des Kaufrechts, Sie haben daher alle Gewährleistungsansprüche.

Primär haben Sie Anspruch auf Austausch oder auf Reparatur (soweit die Schuhe reparierbar sind). Die Wahl hat der Verkäufer. Erst wenn Austausch oder Reparatur zweimal scheitern oder der Verkäufer Austausch/Reparatur endgültig verweigert, haben Sie die Möglichkeit zum Rücktritt.

Die Beweislast haben Sie bezüglich jeden Punktes.

Da der Verkäufer anscheinend die Reparatur/den Austausch verweigert hat, haben Sie durchaus die Möglichkeit zum Rücktritt.

Ich empfehle daher, die Beweislage genau zu prüfen und je nach Beweislage den Rücktritt zu erklären.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2014 | 13:24

Sehr geehrter Herr Weber,

vielen Dank für Ihre schnelle und kompetente Antwort.

Ich habe die Skistiefel gestern in dem Geschäft gelassen.
Die Mängel wurden notiert.

Wie lange hat der Händler Zeit die Mängel zu beseitigen bzw. zu reparieren?
Wie lange hat er ein zweites Mal Zeit wenn die Mängel nicht beseitigt wurden?

Kann ich die Skistiefel auf der Skipiste testen und ggf. wenn sie weiterhin nicht passen, trotz Gebrauchsspuren zurückgeben?

Können Sie als Anwalt, wenn möglich heute noch per Fax den Einzelhändler anschreiben um die Sachlage aus meiner Sicht zu schildern? Er weigert sich nämlich persönlich mit mir zu sprechen.
Wenn ja, welche Gebühren fallen dafür an?

MfG,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2014 | 16:53

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Verkäufer hat die branchenübliche Zeit für den ersten und zweiten Versuch. Branchenüblich meint die Zeit, die er für die Herstellung benötigte oder die ein vergleichbarer Verkäufer dafür benötigte. Im Zweifel setzen Sie eine Frist von jeweils 14 Tage.

Ja, Sie können die auch mit Gebrauchsspuren zurückgeben, müssen dann aber einen Abschlag hinnehmen, erhalten also nicht den ganzen Kaufpreis zurück.

Leider komme ich heute nicht mehr dazu, Faxe zu entwerfen und zu versenden.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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