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Umschulungsende Streit mit Arbeitgeber Berufschulstunden


05.06.2007 13:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,
ich befinde mich am Ende einer kaufmännischen Umschulungsmaßnahme (Immobilienkaufmann)der Arbeitsagentur. Die schriftliche Prüfung der IHK habe ich bereits bestanden, die mündliche folgt in der kommenden Woche.
Ich habe in der Umschulungszeit den Betrieb gewechselt, bei dem ich seit September 2006 als Umschüler beschäftigt bin.
Während dieser Zeit habe ich durch den Umschulungsbetrieb keine Unterstützung in Form einer Ausbildung erhalten, sondern bereits allein und eigenverantwortlich als Verwalter gearbeitet. Der Betrieb hatte keine Berechtigung als Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft auszubilden, mit viel Einsatz habe ich allerdings erreicht, dass ich die Prüfung bei der IHK machen durfte.
Während der Umschulungsmaßnahme habe ich Berufsschule in Köln (74 km entfernt) gehabt, den Unterricht habe ich regelmäßig besucht. Die Fahrtzeiten für eine Wegstrecke betrugen in der Regel 1,5Stunden.
Während der Umschulung hat mein Arbeitgeber regelmäßig eine Stundenaufstellung von mir erhalten. Da ich meine Arbeitszeit regelmäßig nicht im Betrieb beendet habe, sondern in den Objekten z.B. Mieter traf oder Wohnungssuchende war dies so nötig. In diesen Aufstellungen habe ich die Wegezeiten von der Berufsschule nach Aachen als Arbeitszeit gerechnet, die Hinfahrt nicht. Weiterhin sind in der Umschulungszeit einige Überstunden angefallen, Urlaub hatte ich bis jetzt nicht.
Jetzt am Ende der Ausbildung verlangt meine Chefin plötzlich eine Bestätigung der Schule und sagt, dass die Wegezeiten nicht angerechnet werden.
Ich habe heute noch, sowie am 8. und 11. und 12.06 Urlaub. Eine schriftliche Bestätigung hierzu gibt es natürlich nicht. Nun hat sie mir eben per Mail mitgeteilt, dass sie den 09.06. (also Samstag, an dem ich nicht arbeite) zum Arbeitstag erklärt( Mein Urlaubsanspruch beträgt grundsätzlich 20 Arbeitstage/Jahr, ich habe diesen nur vom 28-30.05 genommen und 4.-5.06) und die Fahrtzeiten keine Anrechnung fänden sowie ich nur Urlaub hätte, weil ich falsche Zeiten angegeben hätte -Wegezeiten.
Ist es korrekt, dass die Wegezeiten garnicht angerechnet werden?
Ist es korrekt, dass ich Samstag arbeiten muss (wahrscheinlich möchte sie mich wieder mit ausbildungsfremden Arbeiten beschäftigen - Unkraut jäten, Rasen mähen in den Objekten etc.)
Es gibt trotz entsprechender Größe keinen Betriebsrat - der Bildung eines solchen wird mit aller Macht begegnet - und auch so hält sie sich kaum an geltendes Recht, weil sie die Notwendigkeit des Geldverdienens, also die Abhängigkeit der Mitarbeiter gnadenlos ausnutzt.
Ich werde mich morgen krank melden - die psychische Belastung ist von mir nicht mehr zu ertragen. Kann ich dann trotz Krankmeldung aufgrund psychischer Probleme an der Prüfung der IHK teilnehmen?
05.06.2007 | 14:14

Antwort

von


1603 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,



eine Bestätigung der Schule kann der Arbeitgeber verlangen.


Im Gegenzug hat er aber auch die Wegezeiten voll zu bezahlen (BAG Urteil v. 11.10.2000, Az.: 5 AZR 122/99).


Korrekt ist, dass der Samstag mit zum Arbeitstag bei der Urlaubsberechnung zählt, § 3 BUrlG.

Allerdings ist dieses in Ihrem Fall nur bei der Urlaubsberechnung zu berücksichtigen; da Sie in der Vergangenheit - so verstehe ich Sie - Samstags nicht gearbeitet haben, müssen Sie dieses auch nicht jetzt tun, und schon gar keine Tätigkeit, die nicht mit der Ausbildung im Einklang steht.


Eine Krankmeldung steht der Prüfung nicht im Wege.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2007 | 18:46

Guten Tag, das von Ihnen genannte Aktenzeichen bezieht sich nicht auf Wegezeiten, sondern Wasch- und Umkleidezeiten. Da bin ich doch sehr verwundert. Sie meinen wahrscheinlich 5AZR 413/99, aber sicher bin ich da nicht.
MfG
Larbig

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.06.2007 | 20:48

Sie haben Recht und ich bin auch verwundert; irgendwie hat sich das falsche Aktenzeichen eingeschlichen: 5 AZR 413/99 ist richtig.

Selbstverständlich können Sie direkt eine weitere Nachfrage stellen, um diese Funktion nicht zu verlieren. Ich würde Sie dann als Ergänzung einstellen.

ANTWORT VON

Oldenburg

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