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Umsatzsteuervoranmeldung - Formular ausfüllen


| 27.07.2007 19:30 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Gussmann




Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin als Gewerbetreibender (Promotion und Versicherungsverkauf) zur monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung verpflichtet - so sagt es "mein" Finanzbeamter im Finanzamt.
Desweiteren habe ich erfahren, dass ich bzgl. der Promotiontätigkeit umsatzsteuerpflichtig bin, die Versicherungsverkäufe aber umsatzsteuerfreie Leistungen sind (§ 4 Nr.10b).

Zur Umsatzsteuervoranmeldung für den Monat Mai habe ich nun folgende Fragen:
(dass ich diese schon hätte abgeben müssen, ist mir inzwischen bekannt!)

1) Sind in der Umsatzsteuervoranmeldung für den Monat Mai die Umsätze anzugeben, die ich im Monat Mai in Rechnung gestellt habe oder die tatsächlichen Zuflüsse auf mein Konto (die sich natürlich zum großen Teil auf April-Rechnungen beziehen)?

2) Angenommen ich habe 1190 Euro (inkl. MwSt.) durch Promotion und 100 Euro durch Versicherungsvermittlungen eingenommen. In welche Zeilen bzw. bei welchen Ziffern der Umsatzsteuervoranmeldung habe ich die Netto-Beträge (1000 u. 100 Euro) bzw. den Betrag der Umsatzsteuer (190 Euro) einzutragen?

3) Ich habe ein Festnetztelefon und zwei Handys. Ein Handy benutze ich ausschließlich für private Zwecke, das zweite Handy und die Festnetzleitung benutze ich ausschließlich für meine gewerblichen Tätigkeiten und zwar zu je 5% für Telefonate bzgl. der Versicherungsverkäufe und zu 95% für meine Promotiontätigkeiten.
Die Rechnung für das privat genutzte Handy betrug 59,50-Euro (brutto). Die Rechnungen für das zweite (gewerbliche) Handy und die Festnetzleitung betrugen zusammen ebenfalls 59,50-Euro (brutto).
a) Welche Beträge darf ich von der zu zahlenden Umsatzsteuer abziehen?
b) In welche Zeilen bzw. bei welchen Ziffern der Umsatzsteuervoranmeldung habe ich dann welche Beträge einzusetzen?

4) Ich habe mir einen Computer angeschafft, den ich ausschließlich für meine gewerblichen Tätigkeiten nutze - und zwar wieder zu 5% für den Versicherungsverkauf und zu 95% für die Promotiontätigkeit. Der Rechner hat 595,-Euro (brutto) gekostet. Auch hier die Frage, welche Beträge kann ich von der Umsatzsteuer abziehen und in welche Zeile bzw. bei welcher Ziffer habe ich welche Beträge einzutragen.

5) Schließlich habe ich auch noch ein Auto, welches ich mir damals privat angeschafft habe. Inzwischen benutze ich es zu 100% für meine Promotiontätigkeit.
a) Kann ich die Anschaffungskosten irgendwie bei der Umsatzsteuervoranmeldung geltend machen oder sind diese ausschließlich bei der Einkommensteuererklärung von Bedeutung?
b) Kann ich die MwSt-Beträge der Benzin- und Reparaturkosten von der zu zahlenden Umsatzsteuer abziehen?

Leider gibt es keine www.frag-einen-steuerberater.de-Seite. Ich hoffe aber auch hier entsprechende Hilfe zu bekommen.

Auf Ihre Antwort freue ich mich und bedanke mich dafür im Voraus.
Eingrenzung vom Fragesteller 27.07.2007 | 20:45
31.07.2007 | 09:57

Antwort

von

Rechtsanwalt Tobias Gussmann
18 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen aufgeworfenen Fragen beantworte ich auf Grund der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt:

zu 1) Grundsätzlich entsteht die Steuer gemäß §13 Abs. 1 Nr. 1 a UStG nach vereinbarten Entgelten ("die ich in Rechnung gestellt habe") mit Ablauf des Voranmeldezeitraums, in dem die Leistungen ausgeführt worden sind. Soweit Ihrerseits kein Antrag nach §20 Abs. 1 Satz 1 UStG beim Finanzamt auf Gestattung der Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten ("tatsächlichen Zuflüsse auf mein Konto") gestellt wurde, die dort weiter genanten Voraussetzungen gegeben sind, und ein entsprechender Bescheid vom Finanzamt vorliegt, entsteht bei Ihnen die Steuer mit Ablauf des Voranmeldezeitraums in dem die Leistungen ausgeführt wurden, in Ihrem Beispiel also für die Leistungen im April mit Ablauf des Aprils. Die Umsätze der Rechnungen im April sind also in der Umsatzsteuervoranmeldung für April anzugeben.

zu 2) Sie tragen unter Zeile 81 bei "Bemessungsgrundlage" 1.000,00 EUR (sind Ihre Netto-Einnahmen) und unter "Steuer" 190,00 EUR ein. Die Versicherungsleistungen sind umsatzsteuerfrei und werden entsprechend nicht eingetragen.

zu 3) Das Handy für ausschließlich private Zwecke wird in der Umsatzsteuervoranmeldung nicht angegeben. Bezüglich der weiteren Telefone kann aus den vorliegenden Rechnungen gemäß §15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG der Vorsteuerabzug geltend gemacht werden, wobei eine Aufteilung von 95:5 vorgenommen werden muss, da hinsichtlich der 5 % umsatzsteuerfreier Umsätze diese zum Ausschluss des Vorsteuerabzugs führen. Sämtliche sich danach ergebenden Beträge sind zu addieren und die Endsumme in Zeile 66 "Vorsteuerbeträge aus Rechnungen von anderen Unternehmern" einzutragen.

zu 4) Auch hier gilt das unter 3) gesagte. Es ist wiederum eine Aufteilung von 95:5 vorzunehmen. Nur hinsichtlich der 95% ist ein Vorsteuerabzug möglich. Der sich ergebende Betrag ist mit den anderen Vorsteuerbeträgen (zB denen aus 3.) zu addieren und die Endsumme in Zeile 66 einzutragen.

zu 5) Aus Ihrer Fragestellung geht leider weder der Anschaffungszeitpunkt hervor, noch, ob das Fahrzeug zum Mehrwertsteuerausweis berechtigt. Anhand des geschilderten Sachverhaltes kann man die Frage jedoch generell wie folgt beantworten:

Sollte letzteres der Fall sein, so wäre möglicherweise (je nach Anschaffungszeitpunkt) auch hier ein Vorsteuerabzug in voller Höhe möglich. Voraussetzung ist, dass die Umsatzsteuer gesondert in der Rechnung ausgewiesen wurde.
Sollte es sich um einen Privatkauf handeln, so scheidet ein Vorsteuerabzug für die Anschaffung des Fahrzeugs aus.

Wird das Fahrzeug mehr als 10% für die unternehmerische Tätigkeit genutzt, so ist aus den laufenden Kosten (Benzin, Reparaturkosten etc.) ein Vorsteuerabzug in voller Höhe möglich, unabhängig davon, ob ein Vorsteuerabzug bei den Anschaffungskosten möglich wäre.

Beachten Sie dabei jedoch bitte, dass eine etwaige Privatnutzung grundsätzlich zu versteuern ist.

Besteuert wird dabei der Teil der Fahrzeugkosten, der auf die private Nutzung entfällt. Das sind sämtliche anteilige Kosten, aus denen ein Vorsteuerabzug möglich war, z. B. Kosten für Kraftstoffe, Öl, Reparaturen und Wagenpflege. Zu den anzusetzenden Kosten zählen auch die Absetzungen für Abnutzung, wenn aus den Anschaffungskosten Vorsteuern abgezogen werden konnten. Nicht zur Bemessungsgrundlage gehören dagegen diejenigen Aufwendungen, für die ein Vorsteuerabzug nicht in Anspruch genommen werden konnte (z. B. Steuern und Versicherungen). Zur Ermittlung des privaten Anteils der Fahrzeugnutzung empfiehlt es sich, ein Fahrtenbuch zu führen. Es kann aber auch eine sachgerechte Schätzung des Unternehmers anerkannt werden. Wird das Fahrzeug zu mehr als 50% betrieblich genutzt, ist es aus Vereinfachungsgründen ferner möglich, den Privatanteil mit monatlich 1 % des Bruttolistenpreises anzusetzen. Hiervon kann für die nicht mit Vorsteuern belasteten Kosten ein pauschaler Abschlag von 20 v. H. vorgenommen werden. Der so ermittelte Betrag ist ein sog. Nettowert, auf den die Umsatzsteuer mit dem allgemeinen Steuersatz aufzuschlagen ist.

Ich hoffe Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Mit besten Wünschen


Tobias Karl Gussmann
(Rechtsanwalt)
GBK Rechtsanwälte
Tel. 0911 955 168 8
gussmann@gbk-rae.de



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Rechtsanwalt Tobias Gussmann
Nürnberg

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