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Umgangsrecht durch Psychologen verweigert


| 18.12.2014 18:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich bin Vater eines sechsjährigen Sohnes der bei seinen Urgrosseltern lebt. Ich hatte früher ein relativ unstetiges Leben welches auch von Gefängnissaufenthalten gekrönt war.
Die Mutter meines Sohnes war ebenfalls in Haft.Das Sorgerecht liegt bei der Mutter wurde aber über Vollmachten an die Grosseltern de fakto übergeben. Ich habe mein Leben mittlerweile auf die Reihe bekommen und versuche nun seit geraumer Zeit mein Umgangsrecht zu erhalten. Von der zustandigen Dame vom Jugendamt wurde vorgeschlagen begleitete Besuche zu machen. Diese nahm ich auch wahr.
Wärend den Besuchen lief alles reibungslos und es gibt auch keine Beanstandungen seitens der Betreuerin. Im gegenteil, diese Dame meint zu mir das dieser Begleitete Umgang vollkommen umsonst sei da wir uns sehr gut verstehen.

Heute erhielt ich eine Mail von der Dame vom Jugendamt in der mir Mitgeteilt wurde das die Grossmutter mit dem Sohn bei einem Psycholgen war und dieser aus den Reaktionen meinen Sohnes erkennen konnte das der Umgang mit mir nicht positiv für Ihn sei.

Man muss dazu wissen das wir untereinander ein sehr sehr schlechtes Verhältnis haben und diese Leute alles versuchen um diesen Umgang zu boykotieren.

Der Psychologe wolle noch weitere Testreihen mit meinem Sohn durchführen was dann bis Ende Januar dauern soll.

Was soll ich jetzt tun?

Sehr geehrter Ratsuchender,

da das Umgangsrecht nun wegen der psychologischen Einschätzung abgelehnt wird und auch das Jugendamt keine Möglichkeit der weiteren Vermittlung sieht, werden Sie gerichtlich Ihr Recht durchsetzen müssen.

Sie sollten sehr zeitnah einen Anwalt beauftragen, der dann den Antrag bei dem zuständigen Familiengericht stellt.

Die Problematik ist immer die, dass auf Zeit gespielt wird. Es ist erwiesen, dass es zu einem Entfremdungsprozess kommt, wenn der Umgang nicht über einen langen Zeitraum ausgeübt werden kann.

Hier deutet alles darauf hin, dass dieses das Ziel der Großeltern ist. Sie sollten daher zum Wohle Ihres Sohnes einen Rechtsanwalt beauftragen und den Umgang gerichtlich geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2014 | 18:59

Danke für die Antwort,

Ich frage mich nur, wenn einPsychologe den Umgang für nicht positiv befindet, wir das Gericht mir trotzdem ein Umgangsrecht gewähren? Das verstehe ich nicht an der Sache

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2014 | 19:10

Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist bekannt, dass gerade in Umgangsverfahren oft mit psychologischen Einschätzungen ein Umgang verweigert wird.

Es ist aber ebenso bekannt, dass in einer Vielzahl der Fälle diese Einschätzungen nicht zutreffend sind.

Oft wird nur nach dem Willen von Elternteilen eine Einschätzung abgegeben. Entscheidend ist aber das Kindeswohl und darüber muss sich das Gericht ein Urteil machen. Das Gericht muss dann auch klären, ob der Psychologe von den Großeltern instrumentalisiert wird. Der Psychologe hat nicht über den Umgang zu entscheiden.

Deswegen muss auch das gerichtliche Verfahren angestrebt werden, um genau dieses zu klären.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 18.12.2014 | 19:14


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