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Umbettung


| 19.11.2014 09:35 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Grübnau-Rieken, LL.M., M.A.



Hallo,

ich brauche bei folgendem Fall Eure Hilfe.
Mein Vater ist im Oktober 2013 verstorben. Er hat Zeit seines Lebens in Hannover gelebt.

Mein Bruder lebte zu diesem Zeitpunkt in einem kleinen Ort im Landkreis Nienburg/Weser ungefähr 60 km von Hannover entfernt. Ich selbst lebe in Nordrhein Westfalen.

Als mein Vater nun verstorben ist, hat meine Mutter (in der Aufwühlung und Trauer) sich entschlossen zu meinem Bruder in den kleinen Ort zu ziehen und meinen Vater in Ihrer Nähe zu beerdigen.

Jetzt nach einem Jahr, musste mein Bruder beruflich aus diesem Ort wegziehen und meine Mutter ist somit zwangsweise nach wieder zurück nach Hannover gezogen.

Meine Mutter leidet sehr darunter, dass die Überreste ihres Mannes nicht mehr in Ihrer Nähe sind. Ein Besuch des Grabs mit Zug und Bus dauert hin und zurück fast den ganzen Tag und das nur um ein paar Momente bei ihm zu sein. Das kann sie aus gesundheitlichen Gründen nicht öfter als 1-2x im Monat machen. Es ist auch niemand aus unserer Familie mehr an diesem Ort, um das Grab zu pflegen....

Nun meine Frage: kann man eine Umbettung in so einem Fall beantragen ? Wenn ja, wie sind die Erfolgchancen und wo müssten wir dies beantragen ?

Wir sind aufgrund dieser Situation psyschisch mittlerweile etwas angeschlagen und wissen einfach nicht wo wir ansetzen können.

Vielen Dank für eure Antworten.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Umbettung beantragen Sie bei der zuständigen Friedhofsverwaltung, wo Ihr Vater bestattet ist.

Sie sollten vorher aber sicher gehen, dass Sie einen neuen Liegeplatz bekommen können.

Solchen Anträgen wird in der Regel ohne Probleme statt gegeben.

Allerdings ist eine Umbettung recht teuer, da aufwändig und kostet in etwa so viel wie eine Bestattung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2014 | 11:21

Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort. Ein "befreundeter" Bestatter hat jetzt beim Gesundheitsamt vorgefühlt, ob und was machbar ist. Leider erhielt er die Antwort, dass unsere Gründe nicht ausreichend sind für eine Umbettung. Es ginge nur, wenn es der letzte Wille des Toten ist und diesen muss es schriftlich geben. Stimmt das ? Wie verhalten wir uns jetzt ? Bei dem Vorfühlen ist unser Name nicht gefallen. Der Bestatter hat es ohne Namen und persönlich angefragt.

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2014 | 18:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage möchte ich gerne wie folgt beantworten.




Nach VG Augsburg, Urteil vom 17.02.2005 - Au 8 K 04.1225 ist Umbettung aus privaten Gründen, der keine ausreichend gewichtigen, die Achtung der Totenruhe verdrängende Gründe vorliegen(hier Streit zwischen Tochter des Verstorbenen als Antragstellerin für die Umbettung und dessen Schwester, die seine Beisetzung am gemeinsamen Wohnort veranlasst hatte) nicht möglich.

Sie respektive Ihre Mutter hat aber wohlgewichtigen Gründe.

Daher beantragen Sie die Umbettung unter Schilderung der von Ihnen hier benannten Gründen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständliche beantwortet haben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Grübnau-Rieken
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.11.2014 | 20:42


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