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Umbauarbeiten, 'Baulärm', Arger mit dem Nachbarn


14.12.2004 18:40 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Anfang des Jahres haben wir eine gebrauchte DHH gekauft. Das BJ der Immobilie ist mitte der 60er Jahre, also kein Neubau, sondern ein Häuschen, bzw. Haushälfte mit genug Sachen zum Renovieren. Z.B. Bodenbeläge, Leitungen für Strom, Wasser und Heizung, Fliesen, Holzdecken usw. In den ersten 6 Wochen haben wir es so richtig "krachen" lassen, damit die Doppelbelastung, also Miete und Abzahlung Haus, uns nicht Finanziell überbelasten. Nach 2 Monaten sind wir eingezogen und der größte Teil (Krachmäßig und Dreckmäßig gesehen) der Renovierungsarbeiten war erledigt. Alle Arbeiten erfolgen in Eigenregie, da wir, zum Glück, Handwerklich sehr begabt sind. Da wir beide Berufstätig sind, bleibt uns nix anderes übrig, als die Arbeiten Abends oder am Wochenende, also Fr. Nachmittag oder Samstag zu erledigen. Unser direkter Nachbar, ist ein auch in der Nachbarschaft, nicht gerade entgegenkommender Mensch (Hat ,meistens vergeblich, schon die verschiedensten Nachbarn wegen Keinigkeiten verklagt). Ich kann schon nichteinmal 2 Nägelchen in die Wand schlagen, ohne daß er an der Türe steht und sich über den "Baulärm" beschwert. Wir versuchen ja schon die richtig lauten Sachen, wie mal einen Schlitz ausstemmen oder 30 Löcher in der Betondecke für eine Unterkonstuktion in einer Zeit zu erledigen, wenn der Nachbar nicht da ist, aber das ist meistens nur dann Möglich, wenn wir uns Urlaub nehmen und Vormittags die Arbeiten erledigen.

Da er uns jetzt schon mit seinem Anwalt droht, ist meine Frage folgendermaßen:

1. Wann dürfen wir, UNANGEMELDET, hämmern, bohren, sägen, klopfen. Also Morgens ab .... Uhr bis Abends um ... Uhr. Gibt es eine Mittagspause, wenn ja von wann bis wann.

2. Ist der Samstag in der Hinsicht, wie ein normaler Werktag zu behandeln.

3. Was für Arbeiten dürfen Sonntags erledigt werden, darf am Sonntag z.B. Staubgesaugt werden. Darf am Sonntag oder am Feiertag im, Garten (ohne Elektrogräte oder Verbrennermotorgeräte) gearbeitet werden, z.B. Bäume beschneiden oder eine Hecke mit der Handschere schneiden. Darf ich am Sonntag mit Spaten und Pickel einen Graben graben, damit ich das Haus trockenlegen kann?

Falls es noch weiterhilft. Bundesland ist Baden-Württemberg. Und Wir, sowohl der Nachbar sind die Hauseigentümer.

Es geht nicht darum, daß wir den Nachbar ärgen wollen, wir wollen nur, im legalen Bereich und ohne Schlechtem Gewissen, unsere Arbeiten Stück für Stück, wie wir Lust und Laune haben erledigen.
Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Für Motormäher gilt die Rasenmäherlärm-Verordung. Danach darf Montag bis
Freitag von 8-12 Uhr und von 14-19 Uhr gemäht werden, am Samstag von
08- 12 und von 14-16 Uhr. Sonn- und feiertags ist Ruhetag. Leise
Rasenmäher (unter 88 Dezibel) können werkstags bis 22.00 benutzt werden.

Für Lärm im Hause gibt es keine entsprechende Verordnung. Die gilt nur im Freien. Im Haus kann man nur auf das Gebot der Rücksichtnahme zurückgreifen. Man kann da auch nicht mit irgendwelchen angeblichen Grundsatzurteilen winken. Meist sind das Entscheidungen von Amtsgerichten, Landgerichten. Bei den geringen Streitwerten gibt es praktisch keine höchstrichterlichen Urteile, an denen man sich orientieren könnte.

Und Richter entscheiden immer individuelle Einzelfälle. Dabei hat sich aber herauskristallisiert, dass man von ortsüblichen Ruhezeiten ausgehen kann. Die liegen zwischen 13.00 und 15.00 Uhr - das Mittagsschläfchen soll garantiert sein, und zwischen 22.00 und 8.00 Uhr - die Nachtruhe.

Im übrigen kann ich Sie noch auf eine Broschüre des Landes Baden-Württemberg zum Nachbarschaftsrecht hinweisen:

http://publish.kommonline-gmbh.de/data/news/47-1058945506.pdf

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

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