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Übertragungsvertrag mit Auflassung/Schenkungssteuer


| 08.11.2008 17:46 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Ein Bekannter möchte mir seinen 1/2 Anteil an einem Wochenend-Hausgrundstück übertragen(Übertragungsvertrag mit Auflassung). Auf diesem Anteil liegt noch der Rest eines noch nicht vollständig bezahlten Bankdarlehens. Die restlichen Raten müßte ich übernehmen ( diese entsprechen noch 15% des Wertes vom Grundstück/Haus).
Fallen für mich außer Notarkosten und Grunderwerbssteuer noch weitere Steuern (z.B. Schenkungssteuer) an?
Es lieg kein Verwandschaftsverhältnis vor!
Mein Bekannter hat keine Kinder: Ich selbst habe Steuerklasse 1!
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Bei der Übertragung des hälftigen Anteils an dem Wochenend-Hausgrundstück sind die Leistung des Schenkers (Ihr Bekannter) in Höhe des Verkehrswertes des Grundstücks und die Gegenleistung des Beschenkten (Sie) durch die Übernahme des noch offenen Bankdarlehens, das nur 15 % des Verkehrswertes ausmacht, nicht ausgeglichen.

Es liegt deshalb eine sog. gemischte Schenkung vor, die schenkungsteuerrechtlich als freigiebige Zuwendung unter Lebenden angesehen wird (§ 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG), wobei Ihre bürgerlich-rechtliche Bereicherung als Steuerwert der freigiebigen Zuwendung anzusehen ist (R 17 Abs. 1 Satz 3 ErbStR).

Diese Bereicherung wird nach R 17 Abs. 2 ErbStR ermittelt, indem der vom Finanzamt ermittelte Grundbesitzwert (§§ 138 ff. BewG) multipliziert wird mit dem Ergebnis aus

(Verkehrswert minus Verbindlichkeiten) : Verkehrswert

Da kein Verwandtschaftsverhältnis vorliegt, gehören Sie schenkungsteuerrechtlich der Steuerklasse III an, sodass Ihnen noch ein Freibetrag von derzeit 5.200,00 € zu gewähren ist (im Zuge der Erbschaftsteuerreform ist eine Anhebung auf 20.000,00 € geplant).

Der dann noch verbleibende Wert ist mit dem Steuersatz zu multiplizieren, der sich aus der Tabelle zu 19 Abs. 1 ErbStG ergibt, nachzulesen unter: http://www.gesetze-im-internet.de/erbstg_1974/__19.html)

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.

Mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
Rechtsanwalt, Dipl.-Finanzwirt

Bewertung des Fragestellers 10.11.2008 | 09:20


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