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Übertragungsvertrag


15.01.2006 21:29 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine 92jährige Mutter hat mir mit Übertragungsvertag vom Oktober 05 Ihr Haus mit Grundstück übertragen.Das wurde notariell
beglaubigt.Weiterhin hat Sie in Ihrem Testament ( ebenfalls notariell beglaubigt ) mich, Ihren Sohn zum Alleinerben bestimmt.
Welche Rechte hat meine Schwester ? Kann Sie mich am Beziehen des Hauses hindern ( die Pflege der Mutter ist im Vertrag auf mich festgeschrieben,ihr Wohnrecht im Haus ebenfalls und daher müssen wir ,da Mutter dort nicht mehr alleine leben kann ,in das Haus einziehen ),kann sie finanzielle Forderungen an mich stellen noch zu Lebzeiten der Mutter und wenn ja, in welcher Höhe ? Müßte ich ihr das sofort chas auszahlen ? Was sagt das Finanzamt ?
15.01.2006 | 23:00

Antwort

von


303 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

da Ihre Schwester nicht Eigentümerin des Hauses ist und die Räume, die Sie beziehen wollen, auch nicht gemietet hat, kann sie Sie nicht am Beziehen des Hauses hindern.

Zu Lebzeiten Ihrer Mutter kann Ihre Schwester keine finanziellen Forderungen an Sie bezüglich des Ihnen von Ihrer Mutter übertragenen Grundstückes stellen.

Nach dem Tode Ihrer Mutter hat Ihre Schwester aber einen Anspruch gegen Sie als den Alleinerben auf ihr Pflichtteil, also auf die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.
Soweit es sich bei der Eigentumsübertragung des Grundstückes und des Hauses um eine (gemischte) Schenkung handelt und Ihnen das Grundstück mit dem Haus - auch nur teilweise - unentgeltlich übertragen wurde, hat Ihre Schwester dann in Hinsicht auf den geschenkten Anteil auch einen Pflichtteilsergänzungsanspruch (§ 2325 BGB). Das bedeutet, sie kann als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand mit dem unentgeltlichen Teil dem Nachlass hinzugerechnet wird. Wenn zur Zeit des Erbfalls zehn Jahre seit der Übereignung des Grundstückes vergangen sind, bleibt die Schenkung insoweit unberücksichtigt.

Soweit es sich bei der Übertragung um eine Schenkung handelt, fällt ggfs. Schenkungssteuer an. Für Kinder gilt aber ein Freibetrag von 205.000,-- Euro.

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit der Antwort zunächst weitergeholfen und beantworte Ihnen gerne eine Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Gabriele Haeske

ANTWORT VON

Wallenhorst

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