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Übertragung eines geerbten Erbteils


04.12.2013 00:51 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Eheleute A und B haben ein gemeinsam Kind C. Aus vorheriger Ehe hat B das Kind D.

A verstirbt und vererbt an Ehepartner B und leibliches Kind C, sowie an weitere Verwandte. Das Erbe ist sehr kompliziert, teilweise im Ausland und sehr schwer zu bestimmen. Es taucht mitunter immer noch neuer Nachlass auf, darunter Anteile an Immobilien, Restitutionen und andere Rechte. Das Erbe wurde noch nicht auseinandergesetzt.

Nun verstirbt B. Es erben die Kinder C und D. D ist bereit, alles was zum Erbe des A gehört, an C zu übertragen. Das Vermögen von A war deutlich geringer als das Vermögen von B, und das Erbe von A bedeutet viel Arbeit, die D wegen fehlender Bindung nicht erbringen möchte. Jedoch lässt sich nicht konkret benennen, was alles zu diesem Erbe von A gehört. Nur das Vermögen vor der Ehe von A und B spielt bei der Betrachtung eine Rolle.

Frage: Wie kann D alles was zum Erbe des A gehört an C übertragen, ohne einzelne Vermögensgegenstände zu benennen?

Wer ist in der Erbengemeinschaft nach A an die Stelle von B getreten? Die Erbengemeinschaft von B oder jeder Erbe von B? Könnte D aus der Erbengemeinschaft nach A austreten, ohne aus der Erbengemeinschaft nach B auszutreten?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich nehme zu Ihrer Anfrage wie folgt Stellung:

Die Erbteilsübertragung ist grundsätzlich auch dann möglich, wenn der Gesamtnachlass noch nicht bestimmt ist. Nach § 2033 BGB ist es sowieso erforderlich, den Erbteil als Ganzes zu übertragen. Einzelne Nachlassgegenstände können nicht übertragen werden. Es stellt sich allenfalls die Frage des Umfanges der Gegenleistung des Erwerbers.

Demgemäß ist es jedoch nicht möglich, dass D seinen Erbteil, der sich aus einem Gemisch des Erbes von A und B zusammensetzt, auseinander dividiert und teilweise veräußert. Er kann nur seinen gesamten Erbteil übertragen.

An die Stelle von B sind in der Erbengemeinschaft nach A die Erben von B getreten. Die Erben von B haben damit auch den Erbteil von B am Nachlass des A geerbt. Wie bereits dargestellt, ist es jedenfalls dem D nicht nachgelassen, seinen Erbteil nach A und B aufzutrennen. Er kann daher nicht wie von Ihnen angedacht verfügen.

Sollte Klärungsbedarf offen geblieben sein, so nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion. Ansonsten bedanke ich mich für das mir entgegen gebrachte Vertrauen und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt
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