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Überstunden und Gleitzeit


| 12.12.2011 10:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Ich habe einen Arbeitsvertrag, der eine Gleitzeitvereinbarung beinhaltet. Diese ist formuliert wie folgt :

"Wird der Gleitzeitsaldo um mehr als zwölf Stunden überschritten, so werden nur zwölf Stunden in den Folgemonat übertragen. Der Gesamtsaldo wird auf den Folgemonat übertragen, wenn der Mitarbeiter aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen den Saldo nicht ausgleichen konnte."

Die Frage : ich habe über ein Jahr einen Saldo von fast 400 Plusstunden angesammelt. Sind diese somit nun alle vollständig nichtig, oder gibt es eine gesetzliche Regelung, die dies abbedingt ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich sind Überstunden durch den Arbeitgeber nur dann auszugleichen, wenn diese angeordnet oder wenigstens geduldet wurden.

Überstunden im Rahmen der Gleitzeit sind regelmäßig nicht angeordnet, da der Arbeitnehmer selbst bestimmt wann er arbeitet.

Durch die Vereinbarung mit dem Arbeitgeber 12 Stunden in den Folgemonat zu übertragen, hat er sich bereit erklärt "Überstunden" bis zu 12 Stunden pro Monat ohne Nachweis anzuerkennen.

Werden diese 12 Stunden überschritten, haben Sie dann einen Anspruch auf Ausgleich der Mehrarbeit, wenn diese angeordnet oder wenigstens geduldet wurden.

Im Zweifel sind Sie beweispflichtig sowohl für die Überstunden selbst als auch für die Anordnung oder Duldung.

Ob Ihnen dies möglich ist, kann von hier nicht beurteilt werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 12.12.2011 | 12:42

Die Nachfrage : würde das bedeuten, daß nun wenigstens rückwirkend noch 12 Stunden je Monat entweder vergütet oder gewährt werden können ?
Oder nur einmalig 12 Stunden ?

Zum Vergleich : einer anderen Arbeitnehmerin wurde gerade ein Überstundenausgleich in Höhe zahlreicher Tage (> 15 also mehr als 120 Stunden gewährt.) Die Frage ist deswegen von Bedeutung, weil ich das Unternehmen per Eigenkündigung zu Ende des Monats verlassen werde.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2011 | 13:28

Sehr geehrter Fragesteller,

da immer nur maximal 12 Stunden in den Folgemonat übertragen werden können, können Sie maximal 12 Stunden aus dem November in den Dezember ohne Nachweis übertragen.

Dem Arbeitgeber steht es natürlich frei aus Kulanz oder nach Nachweis einem anderen Arbeitnehmer mehr Überstunden auszugleichen.

Daraus können Sie nicht ohne weiteres einen eigenen Anspruch ableiten.

Ob die Voraussetzungen eines Anspruchs aufgrund des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes gegeben ist, kann von hier nicht beurteilt werden.

Daher rate Ihnen Ihnen einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit Ihrer Vertretung zu beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 12.12.2011 | 13:53


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FRAGESTELLER 12.12.2011 4,4/5.0
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