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Überschreibung eines Hauses


09.08.2006 21:48 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


in unter 2 Stunden

Guten Abend,

mein Vater und mein Großvater sind zu gleichen Teilen Eigentümer jeweils eines Einfamilienhauses (Baujahr ca 1950) und eines Mehrfamilienhauses (Baujahr ca 1970, 3 Wohnungen). Das Einfamilienhaus wird zur Zeit von meinem Großvater bewohnt. Eine Wohnung des Mehrfamilienhauses von mir und meiner Familie bewohnt, die anderen Wohnungen sind vermietet.

Die o.g. Teilung des Eigentums ergab sich aus folgender Situation. Mein Großvater ist leiblich mit uns nicht verwandt. Er fungierte nach dem Krieg als "Stiefvater" meines Vaters, hat diesen jedoch nie adoptiert. Nach dem Steuerrecht gelten wir als Fremde. Nach dem Tod meiner Großmutter 1988 erhielt mein Vater die Hälfte der beiden Häuser. Die andere Hälfte blieb im Besitz des "Großvaters".
Dieser ist inzwischen in hohem Alter und dement. Mein Vater ist im Besitz einer Vollmacht zur Regelung aller den "Großvater" betreffenden Angelegenheiten. Es ist jedoch noch kein Vormund bestellt.

Nun zu meiner Frage: Meine Eltern überlegen, mir und meiner Familie das Mehrfamilienhaus zu überschreiben. Ist es möglich, den Anteil des "Großvaters" mit dem meines Vaters quasi zu tauschen, so dass mein Vater (zur Überschreibung) im Alleinbesitz des Mehrfamilienhauses, mein "Großvater" im Alleinbesitz des Einfamilienhauses bliebe.

Oder gäbe es noch eine - momentan für uns nicht ersichtliche - Lösung des Problems.
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Diese Antwort ist vom 09.08.2006 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.

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09.08.2006 | 22:44

Antwort

von

Rechtsanwalt Michael Böhler
500 Bewertungen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt beantworte:

Die von Ihnen angedachte Kette von „Tauschgeschäften“ ist grundsätzlich in Gestalt von Schenkungen möglich: Leider gelten Vater und „Großvater“ mangels Adoption auch im Familien- und Erbrecht als Fremde. Da Ihrem Vater das Mehrfamilienhaus nur zur Hälfte gehört (ich gehe davon aus, dass dies ist auch im Grundbuch so eingetragen ist), kann er Ihnen auch lediglich sein Eigentum überschreiben. Ihr „Großvater“ müsste Ihnen ebenfalls seinen Eigentumsteil überschreiben (oder zuvor an Ihren Vater) sowie seinen hälftigen Teil am Einfamilienhaus an Ihren Vater. Wie sich dies steuerlich darstellen würde, kann in diesem Rahmen nicht beurteilt werden.

Sollten Sie dies in dieser Form nicht durchführen wollen, sollte daruf geachtet werden, dass ein Testament oder Erbvertrag besteht, nach dem die Eigentumsanteile Ihres „Großvaters“ Ihrem Vater oder Ihnen zukommen. Ansonsten könnten ggf. andere Verwandte oder gar der Fiskus als gesetzliche Erben auftreten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung vermitteln.
Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2006 | 10:24

Gilt die Antwort generell - d.h. auch bei einem dementen, aber (noch) nicht bevormundeten Menschen.
Oder kann mein Vater unter in Anspruchnahme der allgemeinen Vollmacht "im Sinne meines Großvaters" schenken?
Oder werden sich in diesem Fall spezielle Probleme ergeben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2006 | 10:38

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Mensch kann dement sein, aber er gilt dennoch noch als geschäftsfähig, solange nicht das Gegenteil festgestellt ist. Die Vollmacht zur Reglung aller den Großvater betreffenden Angelegenheiten verstehe ich als Vollmacht in den Angelegenheiten des täglichen Lebens, wozu die Schenkung großer Vermögenswerte nicht zählen würde. Zur abschließenden Beurteilung müßte ich aber den Text der Vollmacht kennen. Schenkungen in Vollmacht an sich selbst oder nahe Verwandte sehen sich schnell dem Vorwurf der Sittenwidrigkeit ausgesetzt, weshalb der "Großvater" die notwendigen Unterschriften selbst tätigen sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Michael Böhler
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