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Überhöhte Notarkosten?!


14.12.2009 12:14 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor kurzem von einer Erbengemeinschaft ein Haus erworben und habe nun dafür die Rechnung des Notars bekommen.

Neben dem normalen Kaufvertrag für das Haus wurde in dem Kaufvertrag auch noch aufgenommen daß eine Person der Erbengemeinschaft an 2 andere noch einen Betrag in Höhe von 22.000 € zahlen muß.

Der Notar hat mir nunmehr die Rechnung mit 3 Gegenstandswerten berechnet:

1. dem Wert des Kaufgegenstandes (59.000 €)
2. dem Wert von 22.000 €
3. einen Wert in Höhe von ca. 3.150 € (ich denke, hierbei könnte es sich um die gesamten Maklerkosten handeln)

Nun frage ich als Käufer mich, ob ich die Kosten für die Beurkundung der Extrazahlung der Erbengemeinschaft überhaupt übernehmen muß und wie der Notar evtl. auf den 3. Gegenstandswert kommt.

Jedenfalls finde ich ich eine Rechnung von ca. 550 € bei einem Wert des Kaufgegenstandes von 59.000 € doch leicht überzogen.

Bevor ich mich nun als mit dem beurkundenden Notar in Verbindung setze oder womöglich blauäugig seine Rechnung in Höhe von 550 € bezahle, wollte ich von Ihnen wissen, ob ich die Kosten für die Extravereinbarung der Erbengemeinschaft (die mich ja keineswegs betrifft) übernehmen muß?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

die Kostenrechnung des Notars basiert auf der Kostenordnung. einschlägig ist Ihrem Fall, da es sich um eine Kaufvertrag handelt, § 36 Abs. 2 KostO.

Die Höhe der Kosten richten sich nach dem Geschäftswert. grundsätzlich ist dieses der vereinbarte Kaufpreis.

Ob hingegen auch die Vereinbarung innerhalb der Erbengemeinschaft über die Zahlung des genannenten Betrages dem Geschäftswert hinzurechnen ist, wage ich zu bezweifeln. Ihnen ist zuzustimmen, dass Sie mit dieser Auseinandersetzung nichts zu tun haben. Selbst wenn dieser Betrag auf die Verteilung des Kaufpreises bezogen sein sollte, wirkt sich dieses nicht geschäftswerterhöhend aus. Dieses lässt sich im Grunde aber nur beurteilen, wenn die Regelungen dazu im Vertrag bekannt sind. Ebenso verhält es sich mit den Maklergebühren. Der Vertrag müsste zu diesen Regelungen eingesehen werden.

Allein nach dem Geschäftswert ( 59.000,00 EUR) für die Beurkundung des Kaufvertrages würden Kosten in Höhe von ca. 390,00 EUR anfallen. Hinzutreten aber noch Grundbuchkosten in Höhe von 147,00 EUR. Diese genannten Kosten sollen Ihnen als Anhaltspunkt dienen. Die Berechnung kann jedoch ohne individuelle Prüfung nicht als abschließend angesehen werden.

Die überschlägige Berechnung beeinhaltet keine zusätzlichen Kosten für eventuell einzuholende behördliche Genehmigungen oder Kosten für die sonstige betreuende Tätigkeiten des Notars und/oder für Grundschuldbestellung. Demzufolge müsste die Kostenrechnung eingesehen werden und die Tätigkeiten des Notars im Einzelnen bekannt sein. Gerne können Sie sich diesbezüglich mit mir in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle




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