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Überhöhte Arbeitsstunden


19.11.2014 22:33 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgendes Problem:

In meinem Angebot für die Erneuerung der Elektroleitungen in einem Einfamilienhaus, wurden zur Arbeitsausführung 1 Monteur und 1 Gehilfe aufgeführt.
In der Fast-Fertigstellung der Arbeiten, bekomme ich eine Aufmass-Rechnung worin kein Gehilfe mehr steht, sondern 2 Monteure die alle Arbeiten ausgeführt haben.
Wie soll man als Laie erkennen, welche Qualifikation die anwesenden Arbeiter haben?
Damit erhöht sich die Stundenlohnabrechnung erheblich!
Für Gehilfe war ein Lohn von €35,- angesetzt, für einen Monteur €49,50.
Ich wurde auch nicht davon in Kenntniss gesetzt, dass von Anfang an 2 Monteure die Arbeiten ausführen.
Habe dies schriftlich Bemängelt und bekam zur Antwort, dass die Arbeiten dann länger gedauert hätten!
Wobei sich die Stunden sowieso schon von 80 auf 160 sprich um 100% erhöht haben. Auch hier wurde ich nicht davon in Kenntniss gesetzt, dass die Stunden überhand nehmen.
Am Anfang habe ich einen Stundenzettel mit den Namen der anwesenden Arbeiter unterschrieben, sowie einige Materialzettel.
Die darauf folgenden Tage war ich leider aus beruflichen Gründen nicht zeitig genug auf der Baustelle und konnte deshalb auch keine weiteren Stundenzettel unterschreiben, da diese auch nicht zum unterzeichnen hinterlassen wurden.
Klar stellen muss ich natürlich, dass noch zusätzliche Arbeiten im Zuge der Erneuerung sich ergeben hatten.
Nach meiner Auffassung rechtfertigen diese Arbeiten keine 100% Überschreibung der Arbeitsstunden zumal die Arbeiten noch nicht zu Ende gebracht wurden und auch nicht, dass anstatt mit 1 Monteur + 1 Gehilfe, mit 2 Monteuren die Arbeit ausgeführt wurde.

Wie sieht die Rechtslage aus, muss ich das so akzeptieren?

Über einen Rat bzw. Einschätzung der Lage wäre ich sehr dankbar.

MfG.
19.11.2014 | 23:53

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ihrer Schilderung ist zu entnehmen, dass Sie mit dem Unternehmen keine Festpreisvereinbarung getroffen, sondern die Elektroarbeiten aufgrund eines zuvor abgegebenen freibleibenden Angebots vergeben haben, wobei ca. 80 Stunden Arbeitszeit mit einem Monteur (höherer Stundensatz) sowie einem Gehilfen (geringerer Stundensatz) veranschlagt wurden. Sicher wurde auch unter Zugrundelegung der Stundenzahl und der beiden unterschiedlichen Mitarbeiter ein voraussichtlicher Endbetrag genannt.

Das Angebot der Elektro-Firma stellt einen Kostenvoranschlag dar, bei dem es sich rechtlich gesehen nur um eine unverbindliche Ankündigung der voraussichtlichen Kosten für die Erneuerung der Elektroleitungen handelt.

Eine Überschreitung um bis zu 20% (in Ausnahmefällen bis zu 25%) der angegebenen voraussichtlichen Arbeitsstunden und der entsprechenden Kosten ist grundsätzlich möglich und auch zulässig.

Vorliegend ist die Überschreitung, auch unter Berücksichtigung der Zusatzarbeiten, offenbar sehr viel höher, so dass die Firma Sie rechtzeitig über die Kostenexplosion informieren musste.

Da eine solche Information nach Ihrer Schilderung ausgeblieben ist, steht Ihnen nach § 650 BGB ein Schadensersatzanspruch zu.

Der Schaden wird danach berechnet, wie Sie finanziell stehen würden, wenn Sie rechtzeitig informiert worden wären. Dann hätten Sie den Vertrag kündigen und die Restarbeiten gegebenenfalls günstiger ausführen lassen können.

Eine solche Schadensberechnung ist natürlich schwer vorzunehmen.

Daher schlage ich für den Fall, dass die Elektroarbeiten von der jetzt beauftragten Firma zu Ende gebracht werden sollen, vor, dass Sie - je nach Umfang der Zusatzarbeiten - einen entsprechenden Prozentsatz, den Sie anhand der Ihnen vorliegenden Zahlen errechnen könnten, von der Rechnungssumme abziehen und der Elektro-Firma die Gründe (fehlende Information über die erhebliche Erhöhung der Kosten) in einem Begleitschreiben mitteilen. Sollte die Firma sich nicht damit einverstanden erklären, müssten Sie nachweisen, dass Sie bei rechtzeitiger Anzeige der Kostenüberschreitung die dann noch fälligen Restarbeiten entsprechend günstiger hätten durchführen lassen können.

Sie haben auch die Möglichkeit, den Vertrag sofort zu kündigen und eine andere Firma mit den jetzt noch auszuführenden Restarbeiten zu beauftragen.

Für die bis zur Kündigung ausgeführten Arbeiten gelten dann nach entsprechender Rechnungsstellung für die Abzüge aus dem Rechnungsbetrag die obigen Ausführungen.

Abschließend weise ich darauf hin, dass eine abschließende rechtliche Beurteilung, z.B. hier zur Höhe des Schadensersatzes, nur nach Vorlage und Prüfung aller Vertragsunterlagen möglich ist.

Sie können sich hierzu auch an einen Fachkollegen vor Ort wenden oder eine Anwalt-Direktanfrage starten.


Ich hoffe jedoch, Ihnen im Rahmen der von Ihnen gebuchten Online-Erstberatung einen Überblick über die Rechtslage ermöglicht zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Dies gilt jedoch nicht für neue oder nun neu aufgetretene Fragen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Frank Phileas Lemmer

ANTWORT VON

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