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Übergabe der WEG Verwalterunterlagen durch den Miteigentümer X an mich


| 15.11.2014 14:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: ZUr Übergabe der Verwaltungsunterlagen einer WEG vom bisherigen Verwalter an den neuen Verwalter.


Seit 12 Jahren verwaltet ein Miteigentümer ohne erneute Verwalterbestellung eine WEG (die WEG besteht aus 9 Parteien). Sein Verwaltervertrag war gültig von 01.10.2000 – 01.10.2002.
Seine Tätigkeit als Verwalter, ohne Bestellung wurde bis zum heutigen Zeitpunkt geduldet.
Seit 2 Jahren führte der selbsternannte Verwalter keine Eigentümerversammlung mehr durch und verstieß mehrfach gegen die ordnungsgemäße Verwaltung der WEG.
Im September dieses Jahres teilte er schriftlich mit, dass er auf Grund beruflicher Verpflichtungen seine Verwaltertätigkeit zum 30.09.2014 beenden wird.
Er bat um Verständnis, dass er unter diesem Hintergrund und fehlender Zeit keine Eigentümerversammlung mehr organisieren kann.
Ein neuer Verwalter, möglichst aus der WEG, sollte sich bei ihm bewerben.
Der Verwaltungsbeirat rief ordnungsgemäß am 25.10.2014 eine Eigentümerversammlung ein, in der meine Person einstimmig zum Verwalter gewählt wurde.
Die Übergabe der Verwalterunterlagen gestaltet sich nun schwierig, da die Unterlagen treuhänderisch von einem Anwalt verwaltet werden.
Dieser Anwalt prüfte die Rechtmäßigkeit meiner Wahl und stellte folgende Unstimmigkeiten zu den gesetzlich vorgesehenen Regelungen fest:
Den Versammlungsvorsitz leitete mein Vater (eine nicht teilnahmeberechtige Person mit 20 Jahren Verwaltererfahrung), die jedoch einstimmig für die Versammlungsleitung gewählt wurde.
In den Verwaltungsbeirat wurde eine nicht-teilnahmeberechtigte Person (mit einer Eigentümervollmacht Vollmacht) gewählt und kann das Amt nicht ausführen.
Anschließend enthält der Schriftsatz folgenden Satz:
„Bitte sorgen Sie dafür, dass künftig die WEG-Verwaltung mit den gesetzlichen Regelungen konform geht.
Zum Zeichen des Einverständnisses bitte ich um Gegenzeichnung und Rücksendung dieses Schreibens bis zum 20.11.2014. (Unterschrift Hausverwalter – meine Person)"
Selbstverständlich will ich die WEG in Zukunft künftig konform mit den gesetzlichen Regelungen verwalten und werde die Eigentümerversammlung in Zukunft selbst leiten und den Verwaltungsbeirat neu wählen lassen.

Meine Fragen:
Was hat mein schriftliches Einverständnis mit der Übergabe der Verwalterunterlagen zu tun?
Muss die Anwältin nicht auch die Unterlagen ohne meine Einverständniserklärung übergeben?
Ist die Anwältin im treuhänderischen Besitz der Verwalterunterlagen, die eigentlich gar nicht im Besitz des selbsternannten Verwalters sein dürften?
Bin ich verpflichtet das Schreiben zu unterzeichnen, um an die, von der Anwältin treuhänderisch verwalteten Verwalterunterlagen, zu kommen?
15.11.2014 | 15:37

Antwort

von


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88212 Ravensburg
Tel: 0751/25971
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

I.
Es ist für mich nich recht nachvollziehbar, welche Aufgaben der Rechtsanwältin übertrqgen wurden. Wenn Sie nur treuhänderisch Unterlagen im Besitz hat, kann sie nicht weitergehende Rechte haben als der bisherige Verwalter und muss die Unterlagen an einen neu gewählten Verwalter übergeben.

Fehlt ein Verwalter, kann eine Eigentümerversammlung auch vom Verwaltunsbeirat einberufen werden (§ 24 Abs. 3 WEG).

Die Eigentümerversammlung kann auch einen Nichteigentümer zum Versammlungskeiter wählen (§§ 24 Abs. 5 WEG)

Die Wahl eines Verwalters und der Beiräte erfolgt unabhängig voneinander.

II:

Nun zu Ihren Fragen:

1.
Das von Ihnen verlangte schriftliche Einverständnis mit dem Schreiben der Rechtsanwältin hat überhaupt nichts mit der Übergabe der Unterlagen zu tun.

2.
Ja, die Annwältin muss die Unterlagen auch ohne dieses Einverständnis übergeben.

3.
Der Bisherige Verwalter wr wohl zu Recht im Besitz der Unterlagen, solange seine Verwaltertätigkeit geduldet und kein neuer Verwalter gewählt wurde.

4.
Sie sind nicht verpflichtet, das Schreiben zu unterzeichnen, um an die Unterlagen zu kommen.

Wenn sich die Anwältin weiter weigert, empfehle ich die Einschaltung eines Rechtsanwalts.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 15.11.2014 | 18:53

Sehr geehrte Herr Rechtsanwalt Moosmann,
vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen!
Bezugnehmend auf Ihre Information:
„…Es ist für mich nich recht nachvollziehbar, welche Aufgaben der Rechtsanwältin übertrqgen wurden…"
Die Beauftragung der Anwältin sehen Sie unten stehend. Ich nehme an, dass Ihre Antworten weiterhin Gültigkeit besitzen?
Die Anwältin besitzt folgende Vollmacht von Herrn X:
„…Vollmacht Frau R. wird hiermit in Sachen wegen
Übergabe Verwaltung WEG von Herrn X an Miteigentümer Herrn Y (meine Person)
sowohl Vollmacht zur Außergerichtlichen Vertretung aller Art als auch Prozessvollmacht für alle Verfahren in allen Instanzen erteilt.
(Jetzt erfolgen die Punkte 1 – 15 einer Einheitsvollmacht)
Ort, Datum, Unterschrift gez. Herr X…"

Ihre Antwort: „…Wenn sich die Anwältin weiter weigert, empfehle ich die Einschaltung eines Rechtsanwalts…."
Wer zahlt die Kosten für meinen Anwalt, wenn sich die Gegenseite unrechtmäßig weigert zu übergebende Unterlagen herauszugeben? Kann man nicht die Gegenseite zu 100% haftbar in diesem Fall machen und die Gegenseite zu einer Kostenübernahme zwingen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.11.2014 | 19:43

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.
Ja. Weder Herr X noch die von ihm beauftragte Rechtsanwältin können die Übergabe der Verwaltungsunterlagen davon abhängig machen, dass Sie die verlangte Einverständniserklärung abgeben.

2.
Einen Rechtsanwalt müssten Sie namens der WEG beauftragen. Hierüber müsste eine Eigentümerversammlung entscheidung, ebenso über die Erhebung einer Klage.

Die Kosten eines namens der WEG beauftragten Rechtsanwalts müsste die WEG bezahlen.

Sofern die Vorraussetzungen für Verzug vorliegen, bestünde ein außergerichtlicher Kostenerstattungsanspruch gegen Herrn X bestehen.

In einem Rechtsstreit entscheidet das Gericht nach § 91 ZPO über die Kostentragungspflicht. Danach hat die unterleigende Partei die Kosten des Rechtsstreits zu tragen, insbesondere die der Gegenpartei erwachsenden Kosten zu erstatten. Wenn also die WEG voll obsiwgwn würde, bestünde ein prozessualer Kostenersstattungsanspruch zu 100 % .

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 15.11.2014 | 20:05


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