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Überführung einer GBR in eine GmbH


20.06.2006 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,

eine GBR besitzt eine Immobilie, Gesellschaftszweck der GBR ist ausschliesslich das Betreiben dieser Immobilie.

Aus haftungstechnischen Gründen (Gesellschafter haften persönlich) besteht der Gedanke die GBR in eine GmbH zu überführen.

Nun wird behauptet, daß bei einer solchen Aktion erneut die Grundsteuern fällig werden. Stimmt dieses und wenn ja - gibt es Möglichkeiten diese zu umgehen.

Danke im voraus.
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Diese Antwort ist vom 20.06.2006 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage bezüglich der Überführung Ihrer GbR in eine GmbH.

Sie haben leider Recht damit, dass bei der von Ihnen geplanten Überführung erneut Grunderwebsteuern anfallen.

Da Sie hier die gesamte GbR in eine GmbH überführen wollen, folgt das aus der Vorschrift des § 1 Abs. 3 Nr. 3 des Grundwerwerbsteuergesetzes GrEStG. Nach dieser Vorschrift liegt eine Gesamtrechtsnachfolge vor, wenn, wie in Ihrem Fall, das gesamte Unternehmen in ein anders Unternhmen überführt wird.

An der Besteuerung würde sich auch nichts ändern, wenn Sie quasi nur das Grundstück auf die GmbH übertragen würden. Dann läge eine Einzelrechtsnachfolge vor, die gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG zur Erhebung der Grunderwerbsteuer führen würde.

Sie können daher nicht verhindern, dass diese Steuer anfällt. Eine Gestaltungsmöglichkeit zur Verhinderung der Besteuerung ist bei Ihrem Sachverhalt nicht ersichtlich. Besonders da die Gesellschafter der GbR letztlich die GmbH weiter führen wollen.

Ich möchte Sie aber auf die Vorschrift des § 5 GrEStG hinweisen. Danach wird der Anteil des einzelnen Gesellschafters an dem Grundstück nicht besteuert, der seinem Anteil an der neuen Gesellschaft entspricht. Die einzelnen Gesellschafter müssen dann jedoch für 5 Jahre ihre Anteile an der neuen Gesellschaft unvermindert halten. Ansonsten erfolgt eine nachträgliche Erhebung der verminderten Grunderwerbsteuer.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Honsel
Rechtsanwalt
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