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UNTERHALTSGELD


| 06.12.2008 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



GUTEN TAG,
MEINE TOCHTER AUS ERSTE EHE WIRD HEUER 18 JAHRE
HABE IHR ERBE 178.000,- € HINTERLASSEN
UND ZAHLE 403 € MTL. UNTERHALT (FREIWILIG)
MEINE EX IST AUCH SEIT 8 JAHREN NEUVERHEIRATET.

ICH BIN NEU VERHEIRATET , HABE 3 KINDER 6,4,1 JAHRE
BIN RENTNER SCHWERBEHINDERT MIT RENTE 2,000 € MTL.

WIE LANGE SOLLTE ICH NOCH UNTERHALT BEZAHLEN, EVT .WIEVIEL?


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Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für Ihre Frage, die ich aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten möchte:

Einige grundlegende Punkte vorab:

Zunächst ist zu berücksichtigen, dass für die Bemessung des Unterhalts volljähriger Kinder nicht nur Ihr Einkommen maßgeblich ist, sondern auch das der Kindesmutter. Der Unterhalt wird zwar auch anhand der Düsseldorfer Tabelle bemessen, jedoch anhand der Summe beider Einkünfte. Der sich ergebende Unterhaltsbetrag ist dann anteilig in der jeweiligen Einkünfte zu zahlen. Mangels entsprechender Angaben im Sachverhalt werde ich bei der Berechnung davon ausgehen, dass die Kindesmutter über keinerlei Einkünfte verfügt. Ich darf Sie bitten, gegebenenfalls die kostenlose Nachfragefunktion zu benutzen, damit ich eine Neuberechnung vornehmen kann.

Das Erbe, welches sie ihrer Tochter zukünftig hinterlassen, kann bei der Unterhaltsberechnung keine Berücksichtigung finden. Sofern sie das Erbe ihr bereits zu Lebzeiten (als Schenkung) übertragen haben, so können hieraus erzielte Zinsen als Einkommen bezw. Unterhaltsersatz angenommen werden. Dieses ist aber vom Einzelfall abhängig. Zudem finden sich hierzu keinerlei Angaben im Sachverhalt.

Die neue Ehe der Kindesmutter hat auf die Berechnung des Unterhaltes für die Tochter keinen Einfluss.

Des weiteren gehe ich bei der Berechnung von dem üblichen Fall aus, dass ihre Tochter sich noch in der allgemeinen Schulausbildung befindet, unverheiratet ist und im Hause der Mutter wohnt.


Die Höhe des Kindesunterhaltes bemisst sich unter Zugrundelegung der oben geschilderten Annahmen wie folgt:

Aufgrund Ihrer Rente von netto 2000 EUR bemisst sich der von Ihnen zu zahlende Kindesunterhalt entsprechend der dritten Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle. Der Unterhalt für die beiden jüngsten Kinder beträgt demgemäß nach der ersten Altersstufe 307 EUR, für das zweitälteste Kind entsprechend der zweiten Altersstufe 355 EUR, sowie für die volljährige Tochter entsprechend der vierten Altersstufe 449 EUR.

Hiervon sind in Abzug zu bringen für die drei jüngeren Kinder das hälftige Kindergeld, sowie für die volljährige Tochter das gesamte Kindergeld. Es ergeben sich folglich Zahlbeträge in Höhe von 2 x 230 EUR, 278 EUR sowie 295 EUR.

Der von Ihnen an Ihre volljährige Tochter zu zahlende Kindesunterhalt beläuft sich demnach auf 295 EUR.

Hierzu darf ich anmerken, dass bei Unterhaltszahlungen grundsätzlich ein entsprechender Selbstbehalt gewahrt werden muss, welcher bei nicht erwerbstätigen Personen bei 770 EUR liegt. Dieser Selbstbehalt ist bei den vorberechnete Zahlungen gewahrt. Aufgrund ihrer Schwerbehinderung könnte sich möglicherweise ein höherer Selbstbehalt ergeben. Hierzu fehlen zum einen Angaben im Sachverhalt, da der dann erhöhte Selbstbehalt im einzelnen dargelegt und bewiesen werden muss. Zum anderen EG ich aber auch nicht davon aus, dass der Selbstbehalt derart erhöht ist, dass sich eine anderweitige Unterhaltsberechnung ergibt.


Zu der Frage, wie lange Unterhalt zu zahlen ist, das folgende:

Eine altersgemäße Befristung des Kindesunterhalts sieht das Gesetz nicht vor. Es ist grundsätzlich solange Kindesunterhalt zu zahlen, bis das Kind eine Ausbildung abgeschlossen hat. Es ist aber prinzipiell nur die erste Berufsausbildung zu finanzieren. Ob bei einem Wechsel der Ausbildung im Einzelfall weiterhin Unterhalt zu zahlen ist, hängt von vielen verschiedenen Fragen ab und kann pauschal nicht beantwortet werden. Des weiteren sind sie nicht weiter zu Unterhaltszahlung verpflichtet, wenn Ihre Tochter die Ausbildung absichtlich verzögert oder unterbricht. Sofern Anhaltspunkte für solche Fälle vorliegen, würde ich dringend anempfehlen, einen Kollegen vor Ort aufzusuchen.


Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen beantworten konnte, obwohl der sehr kurz geschilderte Sachverhalt häufig nur allgemeine Ausführungen zuließ. Ich darf Sie bitten, sofern Fragen offen geblieben sind, die kostenlose Nachfragefunktion zu verwenden.


Ich darf abschließend darauf hinweisen, dass eine Rechtsberatung auf diesem Weg ein fachliche Betreuung vor Ort nicht ersetzen kann. Gerade auf dem Gebiet des Unterhaltsrechts hängen Entscheidungen oft von Feinheiten ab. Diese kann nur ein Kollege im Rahmen einer umfassenden Beratung und Betreuung abklären.

Mit freundlichen Grüßen
T. Teepe
Rechtsanwalt
www.Lohkamp-Teepe.de
Bewertung des Fragestellers 08.12.2008 | 03:55


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"BINPOSITIV BEIENDRUCK
TOLLE SACHE DIESE FRAG-EINEN-ANWALT
ECHT TOLL
DANKE, "
FRAGESTELLER 08.12.2008 5/5.0
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