Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.824
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Trennungskonstellation Sorgerecht Vermögenssorge Kind


01.12.2014 10:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zur Vermögenssorge der Eltern für ein minderjähriges Kind.


Sehr geehrte Damen und Herren,

der KV und ich haben uns vor kurzem getrennt. Bisher war es immer so, dass er KV die Vermögenssorge unseres Kindes auf seinem eigenen Namen und auf seinen eigenen Konten verwaltet hat.

Allerdings gegen meinen Willen.

Ich wollte Zeit des Lebens unseres Kindes, dass ein Konto auf den Namen unseres Kindes errichtet wird und dort alle Geldzuwendungen angespart werden.

Der KV hat es stets ignoriert, Geldzuwendungen sofort an sich genommen und das Geld auf seinen Konten geparkt.

Kurz vor der Trennung kauften wir ein Haus. Aufgrund dessen, dass er mich mit meinem Anteil nach Trennung auszahlen musste, willigte ich ein, dass er über das Ersparte unseres Kindes kurzzeitig verfügt.

Er ist aktuell schon lange über seinen ausgelobten Rückzahlungstermin hinaus. Macht es von einer ausstehenden Rückzahlung vom Finanzamt abhängig, wo in den Sternen steht, ob von dort aus überhaupt eine Rückzahlung zu erwarten ist.

Nun habe ich einige Fragen zum zukünftigen Vorgehen, betreffend die Vermögenssorge unseres Kindes:

Wenn sich der KV weiterhin weigert, ein eigenes Konto für unser Kind zu errichten, was kann ich tun?

Wenn ich keine Möglichkeit habe, ihn dazu zu zwingen, das Ersparte unseres Kindes so anzulegen, dass unser Kind ein eigenes Konto erhält, wie kann ich jemals Einsicht darüber Erlangen, was eingegangen ist und wie hoch der Saldo ist? Hat er mir gegenüber eine Auskunftspflicht und wenn ja, wie oft kann ich Einsicht verlangen?

Er nimmt Geldgeschenke weiterhin unverblümt an sich. Ich habe keinerlei Möglichkeiten zu kontrollieren, ob er das Geld nicht für sich selbst nimmt und daraus z. B. laufenden Unterhalt bezahlt. Welche Möglichkeiten habe ich?

Unser Kind hat im Laufe der Zeit größere Geldgeschenke erhalten. U. a. lagen z. B. 2.500 € auf einem Konto, was die Familie des KV eingezahlt hatte. Kann der KV ALLEINE über dessen Verwendung und Anlageform bestimmen, nur weil es von Seiten seiner Familie kommt? Er argumentiert nämlich damit.

Ich bin halt dafür, dass alles Geld auf Namen unseres Kindes laufen soll.

Wenn unser Kind jetzt Geldzuwendungen bekommt, bin ich mir sicher, wird der KV es eher unserem Kind zum sofortigen Ausgeben zur Verfügung stellen wird (für Spielsachen z. B.), als es jemals auf ein Konto einzuzahlen, wo ich als Erziehungsberechtigte mit unterschreiben muss. Ist der KV irgendwie diesbezüglich an Absprachen mit mir gebunden, oder kann er das Geld wie er mag, unserem Kind zum Ausgeben zur Verfügung stellen?

Vielen Dank für Ihre informative Antwort.

Mit besten Grüßen

01.12.2014 | 11:33

Antwort

von


319 Bewertungen
Raueneggstr. 41
88212 Ravensburg
Tel: 0751/25971
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Nach § 1626 Abs 1 BGB umfasst die elterliche Sorge für ein Kind auch die Vermögenssorge.

Geld des Kindes haben Eltern nach den Grundsätzen einer wirtschaftlichen Vermögensverwltung anzulegen (§ 1642 BGB).

Aber natürlich nicht auf Konten der Eltern. Das sehen Sie völlig richtig.

2.
Bei den bestehenden Meinungsverschiedenheiten über die Vermögenssorge kann das Familiengericht die Vermögenssorge auf Antrag auf Sie allein übertragen (§ 1628 BGB)

Nach § 16267 BGB haben Eltern die elterliche Sorge "in gegenseitigem Einvernehmen zum Wohle des Kindes auszuüben. Bei Meinungsverschiedenheiten müssen sie versuchen, sich zu einigen."

Der KV kann daher nicht allein über die Verwendung von Vermögen des Kindes entscheiden, und zwar unabhängig davon, welche Person dem Kind Geld geschenkt hat.

3.
Bei Gefährdung des Kindesvermögens kann das Familiengericht auch Massnahmen zur Abwendung der Gefahr treffen (§ 1666 BGB).

Nach § 1667 BGB kann das Familiengericht auch anordnen, dass Eltern ein Verzeichnis des Vermögens des Kindes einzureichen und über die Verwendung Rechnenschaft zu legen.

4.
Wie Sie sehen haben Sie durchaus Möglichkeiten, am derzeitigen Zusatand etwas zu ändern.

Ich empfehle Ihnen, einen im Familienrecht tätigen Rechtsanwalt vor Ort einzuschalten.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

ANTWORT VON

319 Bewertungen

Raueneggstr. 41
88212 Ravensburg
Tel: 0751/25971
Web:
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Straßenverkehrsrecht, Miet und Pachtrecht, Familienrecht, Erbrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59316 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnell, kurz und treffend beantwortet. ...
FRAGESTELLER
4,0/5,0
Mir ist alles gesagt worden was mir wichtig war und ich bin jetzt auf der sicheren Seite. ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Alles Gut kann ich nur Empfehlen ...
FRAGESTELLER