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Trennungsjahr/ Trennungsunterhalt


| 11.11.2014 15:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Guten Tag,

folgende Konstellation:

Eheschließung: März 2007
Geburt der Tochter Juni 2007

Mann: -monatl. Verdienst 3600 € netto, zzgl. 184 € KG
-braucht den geleasten PKW täglich zur Erreichung der Arbeitsstelle, da nicht akzeptable ÖPNV (20 km einfache Fahrt, Leasingkosten 127 € monatl.)
-Darlehen Immo monatl. 500 € (Tilgung 300 €, Zinsen 200 €)
-Riester- Rente: 120 € monatl.
-Anwartschaft für PKV, incl. Krankenhaustagegeld: 60 €
-Kapital-LV: 80 €/ monatl.
-Risiko- LV: 15 €/ monatl.
-Kosten f. offene Ganztagsschule des Kindes, inkl. Verpflegung: 120 €/ monatl.
-PKV- Kosten für Frau u. Kind: 180 €/ monatl.
-sämtl. Kosten für PKW der Frau (Vers., Steuer, Reparaturen, Tüv…)
-Sparvertrag für Frau: 50 €/ monatl.
-Riester- Rente für Frau: 20 €/ monatl.

Frau: -ab 12/2014 monatl. Verdienst ca. 400 Euro

Im Grundbuch für die o.a. Immo stehen Mann und Frau. Mann besaß vor der Eheschließung eine Immo, die vor dem Erwerb der o.a. Immo verkauft wurde und der Erlös voll in die „gemeinsam" angeschaffte Immo geflossen ist. Zudem hat Mann während der Ehe, aber vor Erwerb der „gemeinsamen" Immo, als Vorgriff auf ein zu erwartendes Erbe eine Summe X erhalten, die ebenfalls voll in den Erwerb der „gemeinsamen" Immo eingeflossen ist.
Das Trennungsjahr hat noch nicht begonnen. Mann ist aufgrund der unhaltbaren Zustände gesundheitlich angeschlagen, sodaß er überlegt, die volle Stundenzahl (41 Std.) um z.B. ein Viertel zu reduzieren. Frau wird vermutlich ab 02/15 zusammen mit dem gemeinsamen Kind eine Mietwohnung beziehen.

Frage 1:
Zählt bzgl. der o.a. „gemeinsam" angeschafften Immo die vorher veräußerte Immo und die benannte Summe X zum Anfangsvermögen des Mannes?

Frage 2:
Wieviel Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt kommt auf den Mann zu?

Frage 3:
Wirkt sich eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit, die vor dem Trennungsjahr begänne, auf Unterhaltsleistungen aus und würde das akzeptiert?


Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

Einsatz editiert am 11.11.2014 15:16:20

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Frage 1:
Zählt bzgl. der o.a. „gemeinsam" angeschafften Immo die vorher veräußerte Immo und die benannte Summe X zum Anfangsvermögen des Mannes?

In das Anfangsvermögen zählt die alte Immobilie.

Auch zählt der schenkungsweise erhaltene Betrag in das Anfangsvermögen.

Zum Endvermögen zählen dann der hälftige Wert der gemeinsamen Immobilie und ggf. sonst vorhandene Vermögenspositionen.

Frage 2:
Wieviel Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt kommt auf den Mann zu?

Vom Einkommen des Mannes sind abzuziehen:

- Leasingkosten 127 € monatl.
-Darlehen Immo monatl. Zinsen 200 €
-Riester- Rente: 120 € monatl.
-Anwartschaft für PKV, incl. Krankenhaustagegeld: 60 €
-Kapital-LV: 80 €/ monatl.
-Risiko- LV: 15 €/ monatl.
-Kosten f. offene Ganztagsschule des Kindes, inkl. Verpflegung: 120 €/ monatl.

Das Kindergeld würde die Frau bekommen, wenn das Kind bei ihr lebt.

An dieser Stelle müsste der Mann 345 Euro Kindesunterhalt zahlen.

Der Trennungsunterhalt läge bei etwa 900 Euro.

Die Kosten für die Frau sind abzuziehen, wenn er sie weiterhin erbringt. Ansonsten stellt er die Zahlungen entsprechend ein.

Rechnet man noch diese Positionen dazu:

-PKV- Kosten für Frau u. Kind: 180 €/ monatl.
-sämtl. Kosten für PKW der Frau (Vers., Steuer, Reparaturen, Tüv…)
-Sparvertrag für Frau: 50 €/ monatl.
-Riester- Rente für Frau: 20 €/ monatl.

Dann reduziert sich zumindest der Trennungsunterhalt um diese Ausgaben.

Frage 3:
Wirkt sich eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit, die vor dem Trennungsjahr begänne, auf Unterhaltsleistungen aus und würde das akzeptiert?

Ich verstehe nicht, warum das Trennungsjahr noch nicht begonnen hat. Wenn sie noch nicht getrennt sind und den Schnitt zum 31.12. machen wollen, beginnt das Trennungsjahr in der Tat erst am 01.01.2015 - bzw. wenn der Schnitt mit dem Auszug erfolgen soll.

Sind Sie aber schon getrennt so läuft auch schon das Trennungsjahr, da dieses nicht vom Kalenderjahr abhängig ist. Man kann auch getrennt sein, wenn man in einer Wohnung lebt.

Wenn der Mann aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeitszeit reduziert und daher auch weniger verdient, so ist dies auch anzuerkennen und seine Unterhaltsverpflichtung reduziert sich entsprechend.

Die gesteigerte Erwerbsobliegenheit in puncto Kindesunterhalt trifft ihn dann nicht in voller Härte.

Er sollte sich die gesundheitlichen Probleme aber ärztlich attestieren lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2014 | 11:26

Guten Tag,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Sie schrieben: "Der Trennungsunterhalt läge bei etwa 900 Euro. Die Kosten für die Frau sind abzuziehen, wenn er sie weiterhin erbringt. Ansonsten stellt er die Zahlungen entsprechend ein. Rechnet man noch diese Positionen dazu: -PKV- Kosten für Frau u. Kind: 180 €/ monatl. -sämtl. Kosten für PKW der Frau (Vers., Steuer, Reparaturen, Tüv…) -Sparvertrag für Frau: 50 €/ monatl. -Riester- Rente für Frau: 20 €/ monatl. Dann reduziert sich zumindest der Trennungsunterhalt um diese Ausgaben."

Ist es nicht so, daß der Mann für die Zeit des Trennungsjahres den Beitrag für die Krankenkasse für Frau u. Kind weiterzahlen muß und ihn daher nicht vom Unterhalt abziehen kann? Wie lange ist der Mann gegenüber der Frau (42 J., nicht krank, Kind ist dann 8 J.) nach der Scheidung unterhaltspflichtig?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2014 | 11:40

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Er muss diese Leistungen nicht weiter erbringen, wird es aber sicher machen.

Er kann dann diese Ausgaben aber auch in Abzug bringen, da dies letztlich auch Unterhaltsleistungen sind.

Dem Kind ist der Mann solange unterhaltsverpflichtet, bis es eine erste Ausbildung (Lehre oder Studium) abgeschlossen hat.

Der Frau ist er erstmal nur bis zur Scheidung unterhaltsverpflichtet.

Ob danach noch Anspruch auf nachehelichen Unterhalt besteht, müsste man prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 12.11.2014 | 12:31


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FRAGESTELLER 12.11.2014 5/5.0
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