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Trennung und Schulden


17.04.2010 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Hallo,
meine Frau und ich haben uns vor 6 Wochen getrennt und möchten unsere Ehe nicht fortsetzen. Ich bin aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen die meine Frau jetzt noch mit unseren 2 Kindern bewohnt.

Meine Frage,
es wurden während der Ehe und vor der Trennung Schulden gemacht. Es handelt sich hierbei um Ratenkredite die im eigentlichen nur dazu dienten das überzogene Girokonto wieder auszugleichen, als Beispiel mal:
Girokonto um 5000 Euro im Minus,
dafür wurde ein Ratenkredit aufgenommen in Höhe von 8000 Euro, so das nach Gutschrift des Ratenkredites das Girokonto mit 3000 Euro im Plus war.

Mein Problem ist nun, da diese Ratenkredite in ihrer Höhe nicht so hoch waren, reichte dem Kreditinstitut eine Unterschrift. Habe mir damals nichts dabei gedacht und somit habe ich den Ratenkredit allein aufgenommen.

Jetzt kam es zur Trennung und bei der Berechnung des Unterhaltes wollte ich die hälfte der mtl. Rate abziehen, da ich der meinung war, das es recht ist das meine getrennte Frau die hälfte übernimmt weil sie ja nun auch davon profitiert hat wenn unser Girokonto mit diesen Ratenkrediten wieder ausgeglichen wurde.


Das aber lehnt sie ab, sie sagte mir das sie keine Schulden übernimmt bzw für einen Ratenkredit bezahlt für den sie nicht unterschrieben hat.

Tja jetzt steh ich da!!!!!!!

Was ich schon weiß, das sie wohl auf keinem fall dem Gläubiger gegenüber verantwortlich ist.

Bleib ich wirklich allein auf diesen Schulden sitzen???????

Kredit wurde VOR der Trennung aufgenommen und es ist nachweisbar das die Kreditsumme auf das Girokonto gut geschrieben wurde a) durch Kontoauszug und b) steht es auch im Kreditvertrag. Es hat auch keine Barabhebung durch mich stattgefunden, wo man behaupten könnte ich hätte diese Kreditsumme, sagen wir mal an die Seite geschaft.


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

So einfach, wie sich Ihre Ehefrau das vorstellt, ist es nicht.

Bei den Schulden handelt es sich um ehebedingte Schulden, die bei der Berechnung des Unterhalts zu berücksichtigen sind. Die Grundsätze der Unterhaltsberechnung sehen folgendermaßen aus:

Zunächst ist das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen auf der Grundlage der Einkünfte der letzten 12 Monate (bei Selbständigen auf der Grundlage der letzten drei Jahre) zu ermitteln.

Davon können berufsbedingte Aufwendungen, z. B. die Fahrtkosten von der Wohnung zum Arbeitsplatz, abgezogen werden.

Sodann sind die monatlichen Raten für Kredite, die während der Ehezeit aufgenommen worden sind, in Abzug zu bringen.

Nach diesen Abzügen erhält man das unterhaltsrechtlich relevante Nettoeinkommen, das sich durch die Abzüge verringert hat.


2.

Von diesem unterhaltsrechtlich relevanten Nettoeinkommen ist der Kindesunterhalt zu berechnen. Nach Abzug des Kindesunterhalts erhält die Ehefrau 3/7 der Differenz.


3.

Im Außenverhältnis, d. h. gegenüber den Kreditgebern, haften Sie als deren alleiniger Vertragspartner.


4.

Wenn Sie wünschen, daß eine Unterhaltsberechnung erstellt wird, können Sie sich selbstverständlich gern an mich per E-Mail oder über die Direktanfrage wenden. Dadurch werden allerdings weitere Gebühren anfallen. Allerdings wird die Unterhaltsfrage für Sie jetzt zu einem zentralen Thema werden, so daß Sie um eine Unterhaltsberechnung nicht herumkommen werden.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt
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