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Trennung - kein Einkommen - Kredite


16.09.2004 10:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Bin in zweiter Ehe ohne Ehevertrag o. ä. verheiratet, doch ich sehe, nach endlosen Sorgen und Einsatzbereitschaft meinerseits, keine andere Möglichkeit mehr als die Trennung.

Denke zur Beantwortung benötigen Sie folgenden Informationen…
Meine (grob erzählt) Gesamtsituation:

Kurz nach meinem Einzug zu meinem heutigen Ehemann, doch noch vor unsere Eheschließung, bin ich auf eine Bürgschaftsübernahme eingegangen. Er hätte ohne diese Bürgschaft keinen Kredit bekommen, dieses wiederum war notwendig um alle seine „Baustellen“ zusammenzulegen. Diese „Baustellen“ folgten zu der Zeit bereits Gerichtsvollzieher und gar Haftbefehlen nach sich. Da ich damals eine gut bezahlte Arbeit hatte und ich (dummerweise) von mir ausgegangen bin, sah ich darin keine Gefahr.
Kreditstand ist € 3.822,35 und wird mit jedem Monat per Einzug mit € 409,00 bedient.

Nach und nach bekam ich (sowohl vor doch mehr noch nach der Eheschließung) die Augen geöffnet.

Mein Ehemann hat ferner eine eigene Bürgschaft zu leisten, aus der Zeit wo er Geschäftsführer einer eigenen in insolvenz gegangenen Firma war.
Diese Angelegenheit ging bereits in Verhandlung weit vor unser kennen lernen,
doch beglichen oder festgesetzt wie viel er zu zahlen hat, wurde erst nach unserer Eheschließung.
Hier zahlt er mtl. € 400,00 und zwar noch bis Januar 2009.

Aus erster Ehe (ich bin übrigens die Dritte die es bei ihm aufgibt) hat er zwei Söhne.
Der Jüngere lebt bei der Mutter, der ältere Sohn lebt bei ihm/uns.
Der Jüngere, geboren am 29.12.87, bekommt Unterhaltzahlungen von € 307,00 (bis zur Volljährigkeit) danach soll er lt. einem Vergleich und in eigenem Namen selbst bzw. erneut klagen. Wie es Heute aussieht geht er in Sommer 2005, nach Schulabschluss, zur Bundeswehr bzw. Bundesgrenzschutz in die Lehre.
Dies, so meine ich zumindest, wird mein Mann von diese Unterhaltszahlungen befreien.

Der ältere Sohn zog während der zweiten Ehe meines Mannes zu seinem Vater. Nach dieser Scheidung (vollzog sich rechtlich gesehen, als ich bereits bei ihm wohnte) blieb er auch beim Vater. Da er inzwischen volljährig ist - geb. am 07.06.1984 - aber erst jetzt (!) in die 11. Klasse eines techn. Gymnasium gekommen ist, wird mein Mann für ihm wohl noch auf Jahren Unterhaltspflichtig sein. Er ist gelinde gesagt das große Problemkind. Dies nur nebenbei.

Durch die letzten Jahre wo mein Mann immer wieder mit Arbeitslosigkeit bestraft wurde, konnte er von der IT- in die Luftfahrt-Branche wechseln. Er hat ein „Produkt“ entwickelt, die er nun für bzw. im Namen seiner jetzigen Firma vertreibt. Hier verdient er nicht schlecht DOCH grade soviel, dass die reinen Festkosten gedeckt sind.
Meiner Arbeitslosenhilfe diente bisher der Lebensunterhalt bzw. um über die Runde zu kommen. Leider aber seit diesem Monat stehe ich ohne jegliches Einkommen, sei sie noch so klein, da. An sich schon prekär, doch die Situation hat sich in letzter Zeit finanziell gesehen noch mehr zugespitzt. Denn…

Wir zogen um. Dies damit mein Mann künftig die tägliche weite Fahrt erspart blieb. Weitere schwere familiäre Problemen erspare ich Sie, denke in diesem Moment spielt sie keine Rolle.

Dieses Haus (jetzt noch zur Miete - 1.200,00 KM) beabsichtigten wir zu kaufen (na ja vielmehr er aber habe leider mit Wissen um den Problemen aus inzwischen innerliche Kraftlosigkeit und die damit verbundene Aufgabe zugelassen das wir hierher gezogen sind). Die Unterzeichnung (zwecks Finanzierung) wird demnächst auf uns zukommen.
Dieses zu unterzeichnen möchte ich aber verhindern. Habe ihm dies bereits mitgeteilt aber er meint wohl trotzdem ich würde unterschreiben. Mir ist völlig klar, dass dies, ohne jegliches Eigenkapital, ein Haufen Altlasten und nur einem Einkommen (dies mit 50 und ich 40 Jahre) ein zu großer Hut ist.
Wäre unsere Beziehung nun traumhaft und super stabil, würde ich es glaube ich noch durchziehen. Aber die Ehe ist durch die großen Belastungen, nicht nur finanziell gesehen, offensichtlich zerrüttet. Ich zumindest möchte schnellstens raus…

Als Abschluss zu meiner Situation noch eine nicht Unerheblichkeit:

In der Zeit bevor ich ihn kennen gelernt habe, habe ich selbst ein Investment getätigt. An sich eine gute Sache, ging auch zwei Jahre bestens voran, doch leider ging die betreffende Bank „Pleite“ und die Verpflichtung daraus bleibt natürlich bei mir. Momentan habe ich deswegen einen RA bemüht. Stand Heute, entweder ich gehe auf eine Zahlung von insgesamt ca. € 20.000,00 in Raten ein (WIE ohne Einkommen?) oder ich muss gezwungenermaßen ein Privatinsolvenz eingehen. Vielleicht haben Sie von diese in der Presse veröffentlichte Sache gehört/gelesen? BFI Bank in Dresden habe ich es zu verdanken… Mit mir noch zig-tausend andere angeschmierten. Nachlesbar auf www.bfi-kunden.de

So, nun möchte ich aus diese für mich boden- und endlosen Katastrophe raus…
Da mich ein guter Freund (kostenlos) Wohnraum zur Verfügung stellt, sehe ich, um einen Hauskauf welches uns ruinieren würde, keine andere Möglichkeit dies auch so wahr zu nehmen. Meine mir damals mitgebrachte Möbel bekomme ich dort auch unter. Dies ist das einzige was ich mitnehmen werde. Verzichte freiwillig auf der Rest, nur weg.

Nun (endlich) zu meinen konkreten Frage/n:

Unter Betracht des oben genannten, wie verhalte ich mich am besten bzw. welche Schritten muss ich tun oder beachten, um für mich das geringste Risiko darzustellen?

Sehen Sie überhaupt eine Möglichkeit? Denn eins ist klar, ich brauche gar nicht erst um Unterhalt (getrennt lebend) zu bitten, er wird mir keins zahlen können und dies auch zu vermeiden wissen.
Beabsichtige ich auch noch nicht mal, ich will nur möglichst HEIL aus der Sache raus kommen, ohne noch auf Jahren irgendwelche Zahlungen leisten zu müssen für Schulden die nie die meinen waren. Sonst komme ich doch nie mehr auf die zwei Füßen.

Ich hoffe Ihnen genug, es war ja viel, Infos gegeben zu haben. Wenn Sie noch welche brauchen, damit Sie mich konkreter antworten können, Sie haben ja nun meine Email.

Welchen Rat können Sie mir geben? Welche Schritte sind hier notwendig?
Sehr geehrte Ratsuchende,

ja, Ihre Situation ist in der Tat schwierig. Bitte gehen Sie jetzt folgendermassen vor :

1. Ausziehen. Vor Ihrem Auszug dokumentieren Sie bitte, so gut es geht, sämtliche Wertgegenstände, die bei Ihrem Mann vorhanden sein könnten (zB. Kopien von Lebensversicherungs - oder Bausparverträgen, Kontoauszüge, Fondsanteile, Aktien etc.). Andere Wertgegenstände (Schmuck, Gemälde, wertvolle Möbel o.ä. fotografieren Sie bitte neben einer aktuellen Tageszeitung, auf der das Datum ersichtlich ist, oder gehen Sie mit einem Zeugen durch die Wohnung, der das unversehrte Vorhandensein dieser Wertgegenstände zum Zeitpunkt Ihres Auszugs bezeugen könnte.
2. Bitte teilen Sie Ihrem Mann schriftlich mit, dass Sie Unterhalt begehren und fordern ihn förmlich auf, Auskunft über sein gesamtes Einkommen zu erteilen, damit Sie Ihren Unterhaltsanspruch berechnen können. Ich bin mir nicht so sicher, ob Sie nicht doch Unterhalt für sich beanspruchen können, denn Sie werden mit den zweifellos unterhaltsberechtigten Söhnen gleichrangig behandelt. Hier werden sicher die € 400,00, die Ihr Mann bezahlt bei der Unterhaltsberechnung von seinem Einkommen abgezogen. Da Sie selbst einkommenslos sind, werden Sie zunächst beim zuständigen Sozialamt Sozialhilfe beantragen müssen. Von dortaus werden Sie voraussichtlich gezwungen, Unterhaltsansprüche geltend zu machen.
Teilen Sie Ihrem Mann auch mit, dass Sie sich eventuelle Darlehensraten, die er zur Finanzierung des Hauses zu leisten gedenkt, nicht leistungsmindernd entgegenhalten lassen werden und dass Sie mit einer neuen Kreditaufnahme nicht einverstanden sind.
Dass Sie keinen Darlehensvertrag mit unterschreiben oder hier irgendwelche Sicherheiten, etwas in Form einer Bürgschaft oder Abtretung einer Lebensversicherung o.ä. leisten dürfen, ist klar, ich erwähne es nur der Vollständigkeit halber.
Wenn Sie wissen, mit welchen Banken Ihr Mann gerade verhandelt, teilen Sie diesen mit, dass mit Ihnen als Darlehensnehmerin nicht gerechnet werden darf, weil Sie sich getrennt haben. Ob die Banken Ihrem Mann dann noch einen Kredit gewähren, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
3. Nicht ganz klar geworden ist mir, ob Sie die monatlich € 409,00 für den Kredit über € 3.822,00 bezahlen (aufgrund der Bürgschaft). Wenn ja, von welchem Geld ? Hier müsste ggf. geprüft werden, ob Sie gegenüber der finanzierenden Bank aus der Bürgschaft herauskommen. Allerdings mache ich mir hier nicht allzuviel Hoffnung, da Sie seinerzeit eigenes Einkommen hatten und wohl keine krasse finanzielle Überforderung vorlag. Diesen Aspekt müsste man unter Berücksichtigung der konkreten damaligen Situation noch näher untersuchen und prüfen, ob eine Inanspruchnahme aus der Bürgschaft erfolgversprechend abgewendet werden kann.

Ich hoffe, Ihnen einstweilen geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


S. Schneider
Rechtsanwältin
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