Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.339
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Testamentserstellung verhindern?


11.12.2012 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Die Mutter meiner Mutter liegt im Sterben. Sie ist mit einem Mann verheiratet, der nicht der Vater meiner Mutter ist. Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, also der Halbruder meiner Mutter.
Vor einigen Jahren erbte die Mutter meiner Mutter eine größere Summe Geld.
Die Mutter meiner Mutter litt die letzten 10 Jahre unter starker Demenz und war nicht mehr zurechnungsfähig. Wir gehen davon aus, dass kein Testament vorliegt oder durch den Ehemann vernichtet wurde.

Frage: Wie sichern wir das Erbe meiner Mutter? Ist zu Lebzeiten des Ehemanns meiner Großmutter für meine Mutter schon ein Erbrecht gegeben?
Falls nicht, gehen wir davon aus, dass dieser Mann sein Testament zu Gunsten seines Sohnes, dem Halbbruder meiner Mutter, ausstellen wird. Wie können wir dem entgegen wirken?
11.12.2012 | 20:29

Antwort

von


1364 Bewertungen
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

eine Testamentserstellung zu verhindern ist rechtlich nicht möglich. Allenfalls könnte man dies für nichtig erklären lassen, allerdings wäre es absolut rechtens, wenn der Ehemann Ihrer Großmutter ein alleiniges Testament zu den Gunsten

Anders sieht es aber aus, wenn ein gemeinschaftliches Testament existieren sollte, welches im Zeitraum erstellt worden ist, wo Ihre Großmutter wegen Ihrer Krankheit nicht mehr als Geschäftsfähig galt.

Diesbezüglich kann das Testament angefochten werden, wenn sich die Geschäftsunfähigkeit beweisen lässt, zum Beispiel anhand von ärztlichen Unterlagen und der Krankengeschichte.

Zu Lebzeiten Ihrer Großmutter ist nur insofern etwas erbrechtlich relevant, wenn Ihrer Mutter bereits etwas versprochen worden ist (Vermächtnisse z.B. bestimmte Gegenstände, Geld).
Andernfalls greift auch hier nur das gesetzliche Erbrecht, wenn nicht noch anderweitig ein Testament existiert.


Nachfrage vom Fragesteller 12.12.2012 | 07:34

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

Ihre gesamter Antwort geht an meiner Fragestellung vollkommen vorbei. Sie schreiben:
"eine Testamentserstellung zu verhindern ist rechtlich nicht möglich."
"Anders sieht es aber aus, wenn ein gemeinschaftliches Testament existieren sollte.."
"Diesbezüglich kann das Testament angefochten werden..."

Dreimal nehmen Sie auf ein vorhandenes Testament Bezug.
Ich habe explizit geschrieben, dass wir davon ausgehen, dass kein Testament existiert! Auch habe ich nicht impliziert, dass wir eine Testamentserstellung verhindern wollen!

Dann schreiben Sie:
"Allenfalls könnte man dies für nichtig erklären lassen, allerdings wäre es absolut rechtens, wenn der Ehemann Ihrer Großmutter ein alleiniges Testament zu den Gunsten....?????"

Der 2. Halbsatz wurde von Ihnen nicht beendet und macht somit keinen Sinn!

Dann schreiben Sie:
"Zu Lebzeiten Ihrer Großmutter..."

Es ging in meiner Anfrage nicht um die Lebzeit meiner Großmutter, es geht um die verbleibende Lebenszeit des Ehemanns meiner Großmutter nach dem Verscheiden meiner Großmutter. Es geht um die Frage, ob das Erbe meiner Großmutter bei Ihrem Ehemann verbleibt (falls kein Testament existiert!!) oder meine Mutter einen Anspruch erheben kann. Falls meine Mutter keinen Anspruch erheben kann, lautete meine erweiterte Frage, kann verhindert werden, dass der Ehemann meiner Großmutter, das Vermögen später ausschließlich seinem Sohn, dem Halbruder meiner Mutter vermacht. Es dürfte auf der Hand liegen, falls dieser Mann noch viele Jahre lebt, es immer schwieriger wird, den Anteil des Vermögens meiner Großmutter nachzuweisen.

Es würde mich freuen, wenn Sie genau auf meine Fragen Bezug nehmen und nicht allgemeine Rechtsgrundlagen zum Erbrecht verlautbaren.

Mit freundlichen Grüsse
Der Nachfrager

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2012 | 08:55

Sehr geehrter Fragesteller,

entschuldigen Sie bitte das Missverständnis.

Ich ging nicht davon aus, dass Ihre Großmutter ein alleiniges Testament machte, sondern eventuell ein gemeinschaftliches, auf Anraten Ihres jetzigen Ehemanns, um Ihrer Mutter noch mehr vom Erbe nehmen zu wollen.

Ich gehe jetzt aber davon aus, dass Ihre Großmutter kein eigenes und der Ehemann womöglich ein Testament zugunsten seines Sohnes erstellt hat.

Wenn Ihre Großmutter zuerst versterben sollte, dann bleibt es ohne ein Testament bei der gesetzlichen Erbfolge.

Das heißt, dass Ihre Mutter zum Zeitpunkt des Todes einen Anspruch auf das Erbe Ihrer Großmuttter hat.
Die Höhe der Quote hängt von der Ehe Ihrer Großmutter und des ehemannes ab und von der Anzahl der Geschwister Ihrer Mutter.

Ich gehe hierbei vom Normalfall aus, also eine Ehe in Zugewinngemeinschaft.

Wenn Ihre Großmutter keine weiteren Nachfahren hatte bis auf den anderen Sohn als Halbbruder, dann erben diese als Kinder.

Der Ehemann erhält zunächst die Hälfte des Erbes gem. §§ 1371, 1931 BGB (2x 1/4).

Die übrige Hälfte verteilt sich sodann auf die Kinder, die Erben der ersten Ordnung.

Die Kinder erben ebenfalls zu gleichen Teilen, also je 1/4.

Ihre Mutter hat also im Todesfall Ihrer Großmutter einen sofortigen Anspruch auf das Erbe in Höhe von 1/4.

Dieser Anspruch ist verbunden mit einem Auskunftsanspruch gegenüber dem Ehemann, der ebenfalls ausgeübt werden sollte, um zu vermeiden, dass etwaige Schenkungen zu Lebenszeiten unberücksichtigt blieben, da diese ebenfalls gem. § 2325 BGB in die Erbmasse fallen.

Diese Ansprüche (Auskunft und Herausgabe des Erbes) gilt es sodann gleich nach dem Tod geltend zu machen, um das Vermögen weitestgehend gerecht aufteilen zu können.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin zur Verfügung stehen möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

1364 Bewertungen

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58304 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Rasche und kompetente Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr umfassende und hilfreiche ausfuehrungen, vielen dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klare verständliche Antwort - und besonders sehr zeitnah. Danke! ...
FRAGESTELLER