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Testament von 1957


30.12.2004 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Guten Tag. Meine Schwester und ich haben einen Hof mit 48000qm Land geerbt. Dieser wurde 1957 zuerst von meinem Opa an meinen Vater vererbt. Mein Vater sollte den Hof bekommen, seine Schwester M***** Geld, falls Land verkauft würde..Wörtlich: "Falls Grundstücke verkauft werden,erhält M***** ein Viertel des Verkaufspreises."
Damals war der Wert des Ganzen 28000 DM. Mein Vater hat dann 1989, als er gestorben ist, den Gesamthof meiner Mutter als Vorerbin, uns bei ihrem Tod als Nacherben vermacht. Wert 1989 ca 250000 DM, Wert heute ca 500000 DM.
Nun wollen wir das Komplett verkaufen und M***** fordert 1/4 vom kompletten Verkaufspréis.
Wir meinen, es ist nur das Land gemeint und nicht das Haus und sehen das nicht ein, dass Sie, die sich nie um das Haus gekümmert hat, jetzt so eine riesige Summe bekommen soll (Sie ist übrigens schon Millionärin und wir sind arme Schlucker..). Wir glauben, Opa hat NUR das Land und nicht das Haus gemeint. (Früher kriegte der SOHN den Hof, die Töchter nichts....). Unsre Mutter hat so viel Geld in dieses Haus gesteckt, dass es heute diesen Wert hat bzw. noch hat (es ist von 1764). Außerdem war der Opa viellicht verrückt, er stand unter Drogen wegen Depressionen und hat sich kurz nach dem Testament umbegracht.In dem Testament sind einige Sätze nicht zu Ende geschrieben,es ist kaum leserlich und nicht von einem Notar bestätigt. Es ist damals vom Amtsgericht getippt worden und M***** hat als Abfindung 3000 DM bekommen.
Welche Gültikgiet hat dieses alte Testament?
Vielen Dank!
Ihre *****
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst gilt:

Falls das Testament nicht eigenhändig erstellt (handschriftlich) wurde, ist es unwirksam und die gesetzliche Erbfolge tritt ein.

Sie geben an, das Testament wurde von einem Amtsgericht getippt. Ein mit Schreibmaschine getipptes Testament ist unwirksam. Dies bereits seit Einführung des TestG im Jahre 1938.

Heute ist die Form des Testamentes in § 2247 BGB geregelt.

Sollte das Testament allerdings tatsächlich wirksam sein, kann eine Anfechtung dessen heute nicht mehr erfolgen.
Die Anfechtungsfrist beträgt gemäß § 2082 BGB 1 Jahr ab Kenntnis des Anfechtungsgrundes. Der Anfechtungsgrund wäre hier die von Ihnen behauptete geistige Verwirrtheit des Opas. Dieser Umstand war Ihnen jedoch schon lange bekannt.

Im Ergebnis, wird Ihre Schwester jedoch keine Ansprüche aus dem Testament herleiten können, da dieses aus formellen Gründen unwirksam ist.

Ich hoffe Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und stehe Ihnen auch weiterhin gern zur Verfügung.

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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