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Teppichbodenerneuerung nach 5 Jahren


30.12.2004 16:33 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Als Untermieter von drei Büroräumen bei einer als Mieter wirkenden Rechtsanwaltskanzlei werde ich aufgefordert, den Teppichboden zu erneuern, da ich über 5 Jahre die Räume bewirtschaftet habe. Ein entsprechender Paragraph ist im Mietvertrag verankert (die Räume wurden von mir bei Auszug renoviert und der Teppichboden gereinigt). Eine Abnahme erfolgte mit den Vorbehalt, dass der Teppichboden zu erneuern ist, wenn die Kanzlei auch auszieht bzw. den Teppichboden erneuert wird.

Muss ich den Teppichboden erneuern? Sollte ich gegen diese Forderung mit UnterStützung eines Anwalts vorgehen? Die Höhe meiner anteilgen Kosten der Teppichbodenerneuerung: 1.800 €.
Sehr geehrter Anfragender,

in Unkenntnis über den genauen Wortlaut des entsprechenden Paragraphen in Ihrem Untermietvertrag lässt sich dennoch allgemein wie folgt antworten:

Wurde das Mietobjekt mit Teppichboden vermietet, ist der Vermieter auch für die Erneuerung der Fußböden verantwortlich, wenn diese verschlissen sind.

Die Erneuerung und Ausbesserung von Teppichböden gehört nicht zu den Schönheitsreparaturen oder Renovierungsarbeiten, die normalerweise per Mietvertrag auf den Mieter abgewälzt werden können.

Sind die Teppichböden durch den normalen Mietgebrauch im Laufe der Mietzeit verschlissen, müssen Sie als Mieter bei Ihrem Auszug diese danach nicht erneuern. Mietvertragsklauseln, die etwas anderes bestimmen, sind unwirksam, so dass Sie die anteiligen Kosten der Erneuerung nicht übernehmen müssen.

Etwas anderes gilt, wenn die Teppichböden von Ihnen beschädigt worden sind, beispielsweise durch Brandlöcher oder durch andere schwerwiegende Beeinträchtigungen, die über den mietüblichen Gebrauch hinausgehen. Dann müssen Sie als Mieter Schadensersatz zahlen. Muß ein Teppichboden neu verlegt werden, bedeutet Schadensersatz jedoch nur, daß der Zeitwert des alten Teppichbodens gezahlt werden muß.

Daher sollten Sie nicht ohne weiteres die anteiligen Kosten in Höhe von 1.800,- € zahlen.

Für weitere Fragen Ihrerseits stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

P. Hanauer
Rechtsanwältin
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