Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
468.640
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Teilungsversteigerung und Nebenkosten


18.11.2014 21:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Bei Teilungsversteigerung einer Immobilie, welche einer Erbengemeinschaft gehört, geht das Eigentum gemäß § 90 Abs. 1 ZVG mit dem Zuschlag an den Erwerber über. Bis dahin haben die Miterben als Miteigentümer auch die Kosten der Sache zu tragen.


Sehr geehrte Rechtsanwälte,

ich bin zu 1/4 Besitzer einer Immobilie in einer Erbengemeinschaft. Leider sind mir die anteiligen Nebenkosten der Immobilie zu hoch und eine andere Nutzung kann ich bei den restlichen Erben nicht durchsetzen. Aus diesem Grund erwäge ich die Teilungsversteigerung zu beantragen.

Meine Frage ist nun, ob ich ab dem Antrag der Teilungsversteigerung beim Gericht noch meinen Anteil der Nebenkosten tragen muss oder so lange weiterzahlen muss, bis das Objekt versteigert worden ist?

Vielen Dank
André Betz

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Leider kann ich Ihnen hier keine Hoffnung machen. Im Einzelnen:

Die Mitglieder der Erbengemeinschaft haben die Kosten der Immobilie so lange zu tragen wie sie deren Eigentümer sind. Das Eigentum aber geht gemäß § 90 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz mit dem Zuschlag an den Erwerber über. Erst ab diesem Zeitpunkt treffen den Erwerber auch die Kosten der Sache. Bis dahin werden Sie also leider nicht darum herumkommen, diese als Miterbe – und damit als Miteigentümer – zu tragen. Auch das Gericht oder sonstige Stellen werden Ihnen hier nicht unter die Arme greifen.

Sofern Sie ab dem Antrag auf Teilungsversteigerung die Zahlung ihrerseits einstellen würden, würden entweder die jeweiligen Gläubiger (also beispielsweise die Strom-und Wasserversorger) direkt gegen Sie oder wahlweise die anderen Miterben vorgehen. In Letzterem Fall hätten dann die Miterben einen Regressanspruch gegen Sie, da alle Miterben für diese Posten gesamtschuldnerisch haften.

Aus diesem Grund kann ich Ihnen nicht empfehlen, die Zahlungen für das Objekt vor dem Zuschlag in der Versteigerung einzustellen. Es tut mir leid, Ihnen keine günstigere Auskunft erteilen zu können.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57521 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Präzise Antwort auf die Fragestellung - Danke ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Bewertung konnte noch nicht abschließend erfolgen da ich noch eine Zusatzfrage hatte und diese noch nicht beantwortet wurde. Freundl. Grüße ...
FRAGESTELLER