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Teilungsversteigerung: Beendigung durch Kauf?


14.11.2014 15:10 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
zu folgendem Sachverhalt:

Als Mitglied einer Erben- (Kontenvermögen) und GbR-Gemeinschaft (Immobilien) hat die Gegenseite die Teilungsversteigerung über mehrere Immobilien (Anteil je 1/2) im Rahmen einer 'Erbauseinandersetzung' beantragt, obwohl ich bereits im Vorfeld die Übernahme der Immobilien (GbR) durch Kauf zum Verkehrswert angeboten habe (und mir hier auch 'erster Zugriff' von der Gegenseite eingeräumt wurde).
Die Verkehrswertgutachten wurden der Gegenseite (wegen Krankheit meinerseits) nicht früh genug vorgelegt, so dass TV beantragt wurde. Nunmehr hat mir die Gegenseite ihrerseits nach TV-Einleitung ein 'globale Wertschätzung' zukommen lassen, die ich akzeptieren kann, so dass ich die Immobilien zu eben diesem Wert (abzüglich x-Euro-Schätzung über notwendige Sanierungsmaßnahmen) übernehmen möchte.
Da es noch Streitpunkte über weiteren Nachlass (Kontenvermögen / jeweilige Forderungen hierüber) gibt will die Gegenseite nicht einlenken und dennoch die TV durchziehen.
Kann ich dies verhindern - und wenn wie?
M.E. besteht doch für die TV-Durchführung somit gar kein Grund mehr?
Für eine kurze Rückmeldung Ihrerseits wäre ich wirklich sehr dankbar, da es hier um eine Existenzfrage geht.

Besten Dank vorab.
14.11.2014 | 15:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist nicht so, dass Ihre bloße Bereitschaft, die Immobilien zu erwerben, das Teilungsversteigerungsverfahren unzulässig machen würde.

Sie können also den Fortgang des Verfahrens nicht mit dem Hinsweis, zum Kauf bereit zu sein, verhindern.

Unter Umständen, die hier aber mangels näherer Angaben nicht abschliessend geklärt werden können, kann eine (fristgerecht zu erhebende ) Beschwerde eingelegt und eine einstweilige Einstellung des Verfahrens erreicht werden.

Es sollte daher versucht werden, einen Erbauseinandersetzungsvertrag zu erarbeiten, der neben den Immobilien auch den sonstigen Nachlass erfasst. Darin würden man dann auch die Verpflichtung des Antragstellers aufnehmen, die Teilungsversteigerung zurückzunehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

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