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Tapezieren einer Mietwohnung bei Auszug?


| 08.11.2008 19:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


| in unter 2 Stunden

Hallo und guten Tag,
im September 2004 habe ich eine neu gebaute Mietwohnung als Erstmieter bezogen. Bei meinem Einzug war die Wohnung nicht tapeziert, d.h. es waren lediglich die Wände weiß verputzt. Ich habe dann seinerzeit nicht tapeziert sondern lediglich die Wände gestrichen, was für meine persönlichen Bedürfnisse ausreichte. Ich habe die Wohnung jetzt gekündigt und wurde von meinem Vermieter darauf hingewiesen, dass die Wohnung komplett tapeziert und weiss gestrichen übergeben werden muss.
Tatsächlich steht in dem von mir unterschriebenen "Hamburger Mietvertrag für Wohnraum" unter § 17 Punkt 2: "Der Mieter verpflichtet sich, während der Mietzeit die erforderlichen Schönheitsreparaturen innerhalb der Wohnung durchzuführen. Dazu gehören: Tapezieren, Anstreichen der Wände und Decken, Pflegen und Reinigen der Fußböden..."
Ist dies rechtmäßig, wenn die Wohnung doch komplett untapeziert übernommen wurde? Wenn ja, muss die Decke auch tapeziert werden?
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 179 weitere Antworten zum Thema:
08.11.2008 | 20:25

Antwort

von

Rechtsanwalt Thomas Bohle
1057 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie sind verpflichtet, die Wohnung in dem Zustand zurückzugeben, in dem sie diese übernommen haben. Da Sie die Wohnung untapeziert übrnommen haben, hat der Vermieter nun nicht das Recht die Rückgabe einer tapezierten Wohnung zu verlangen. Denn nicht zu den Schönheitsreparaturen gehören grundsätzlich Arbeiten, die über malermäßige Instandsetzungen hinausgehen. Wenn die Wohnung ohne Tapeten als vertragsgerecht übergeben worden ist, brauchen Sie auch nun nicht zu tapezieren, da der vermietr dann mehr verlangt, als Sie "abgewohnt" haben.

Dieses Verlangen stellt eine Benachteiligung Ihrerseits dar, was Sie nicht hinnehmen müssen.

Daran ändert auch die Klause zu den Schönheitsreparaturen nichts. Diese bezieht sich auf den tatsächlichen Zustand bei Einzug. Sie verpflichtet aber nicht, zu einer über den Ursprungszustand hinausgehenden Leistung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2008 | 20:33

Hallo Herr Bohle,
vielen Dank für Ihre schnelle und unmissverständliche Antwort. Die 30 Euro waren gut angelegt und haben mir wohl eine Menge Zeit und Arbeit erspart :-))) Gibt es einen Gerichtsbeschluss oder einen Rechtsparagraphen im BGB oder irgend eine andere Form von Rechtsgrundlage oder Quelle, auf die ich mich bei einem eventuellen Rechtsstreit mit dem Vermieter beziehen kann?

Vielen Dank und herzliche Grüße aus dem äußersten Norden Deutschlands
Zunzal

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2008 | 07:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Entscheidung lautet u.a. BGH RE WM 87, 121.



Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Ergänzung vom Anwalt 09.11.2008 | 08:09

Sehr geehrter Ratsuchender,

irgendwie ist ein Teil der Beantwortung der Nachfrage nicht veröffentlicht worden:

Der BGH hat u.a. ausgeführt, dass zu den Schönheitreparaturen nur das zu zählen ist, was sich beim "normalen" Wohnen abgenutzt hat.

Wenn aber Tapeten nicht vorhanden und daher gar nicht Mietgegenstand geworden sind, kann der Vermieter nun nicht ein "Mehr" verlangen.

Neben der BGH Entscheidung können Sie sich auch auf AG Köln WM 91, 579 und AG Fiedberg WM 82, 282 berufen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 2008-11-11 | 09:19


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ANTWORT VON
Rechtsanwalt Thomas Bohle
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