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Tannen auf dem Nachdargrundstück


17.11.2014 18:19 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Wir wohnen in thueringen und unser Nachbar hat auf seinen Grundstück Tannen Kiefern stehen. Unser Haus ist eine Grenzbebauung. Die Bäume stehen im Abstand von einen halben Meter bis ca 6 Meter und überragen alle unser Haus. ca 10-15meter höhe . Haben kein Sonnenlicht verstopfte Dachinnen grüne Dachziegeln und Wurzel im Keller unter dem Fundament.Haben bis jetzt keine Handhabe gefunden.Wie kann man vorgehen ? sind erfolgsaussichten vorhanden? dann suche ich einen Anwalt als vertreter

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 44 Nr. 1 a ThürNRG ist bei der Anpflanzung von Tannen ein Grenzabstand von 4 Metern einzuhalten. Daher ist es gut möglich, dass für einige Bäume der notwendige Grenzabstand nicht eingehalten wurde. Wird der vorgeschriebene Abstand nicht eingehalten, könnte u. U. verlangt werden, dass diese Tannen entfernt werden. Wichtig ist dabei, dass der Beseitigungsanspruch an enge zeitliche Grenzen anknüpft, nach deren Ablauf die Beseitigung der Bäume nicht mehr verlangt werden kann. Diese zeitliche Grenze beträgt nach § 51 Abs. 3 ThürNRG 5 Jahre ab Anpflanzung. Wenn also die Tannen 5 Jahre oder älter sind, kann die Beseitigung der Bäume, die zu nah an der Grundstücksgrenze stehen, nicht mehr verlangt werden.

Darüber hinaus gibt § 910 BGB die Möglichkeit, von dem Nachbarn zu verlangen, überhängende Äste, Zweige und Wurzeln, die auf Ihr Grundstück eindringen, zu beseitigen. Dazu muss dem Nachbarn eine angemessene Frist gesetzt werden. Hält der Nachbar die Frist nicht ein und schneidet die überhängenden Äste und überwachsenden Wurzeln nicht zurück, so könnten Sie u. U. den Rückschnitt selbst vornehmen. Dabei dürften Sie allerdings den Baum nicht nachhaltig beschädigen. Zu prüfen wäre weiter, ob ggf. Ersatzansprüche gegen den Nachbarn geltend gemacht werden können, wenn die überwachsenden Wurzeln z. B. das Fundament beschädigt hätten.

Sofern sich für Sie Beseitigungsansprüche aus dem Nachbarrecht und / oder aus § 910 BGB feststellen lassen, könnten diese notfalls auch gerichtlich durchgesetzt werden, wenn keine außergerichtliche Einigung mit dem Nachbarn möglich ist. Vorrangig ist aber zuerst immer der außergerichtliche Einigungsversuch.

Eine abschließende Beurteilung, ob und welche Möglichkeiten für Sie bestehen und wie die Erfolgsaussichten sind, lässt sich aus der Ferne nicht seriös vornehmen. Ich kann Ihnen daher nur die allgemeinen Möglichkeiten aufzeigen, die für Sie ggf. in Betracht kommen. Des Weiteren möchte ich Ihnen anraten, die Möglichkeiten und Erfolgsaussichten tiefergehend von einem Anwalt vor Ort prüfen zu lassen. Oftmals hilft ein anwaltliches Schreiben doch noch, einen uneinsichtigen Nachbarn zum Handeln zu bewegen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin
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