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T-Online Rechtssteit


16.08.2004 11:33 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht um folgenden Sachverhalt bei dem ich Ihren Rat benötige:

Wir sind 2 Studenten aus Flensburg und haben im vergangenen Jahr ( April ´03 ) einen Vertrag mit T-Online über eine Flatrate mit Downloadbegrenzung abgeschlossen. Die Rechnungsstellung über sämtlichen Leistungen erfolgte seitdem ja über die Deutsche Telkom AG. Da diese Beträge stets in einer Höhe anfielen die uns nicht veranlasst haben stutzig zu werden haben wir stets den Betrag gezahlt.

Beim Wechsel des Anbieters im Mai diesen Jahres dann erhielten wir erstmalig eine Rechnung von T-Online und zwar über den Gesamtbetrag des letzten Jahres ( April ´03 - Mai ´04 ). Diese beinhaltete sämtliche Grundgebühren und Beträge bei denen wir die Begrenzung überschritten haben sollen. Nur nebenbei erwähnt können diese Dimensionen in denen wir überzogen haben sollen nach unserer Meinung nicht stimmen.

Nach einigen Schreiben von unserer Seite, dass wir den Betrag so nicht zahlen wollen, da wir 1. monatliche Zahlungen vereinbart hatten und zum 2. die Überschreitungen nicht nachvollziehen können, haben wir jetzt ein Schreiben der Anwälte der Telekom erhalten in dem wir die letzte Chance haben den geforderten Betrag zu zahlen.

In den vorangegangenen Schreiben von T-Online wird alles immer bedauert, dass wohl von deren Seite Fehler gemacht wurden und dennoch rechtfertigen sie ihre Forderung mit §195,199 BGB.

Wir sehen uns aber im Recht da wir stets im guten Glauben einen Betrag bezahlt haben der nach unserer Meinung der kompletten Forderung entsprach und uns nicht veranlasst hat die Rechnungen genauer zu studieren. Zudem hätte T-Online früher eine Forderung mahnen sollen, dann wären wir ja auch mal aufmerksam geworden. Nach über einem Jahr in dem nicht gemahnt wurde jetzt eine Forderung über den gesamten Zeitraum zu stellen empfinden wir als Frechheit.

Unsere Frage ist jetzt ob ein angehen gegen T-Online bzw. Telekom überhaupt erfolg verspricht oder ob wir an einer Zahlung nicht vorbei kommen trotz der schlampigen Arbeit bei T-Online. Wenn eine Chance besteht, wie sollte man vorgehen?

Wir bedanken uns im voraus.
MfG sailor79 und Mitbewohner
16.08.2004 | 13:17

Antwort

von


6 Bewertungen
Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de


In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:

Sie erklären, dass sie sich nicht dazu veranlasst gesehen haben, die Rechnungen genauer zu studieren. Ich gehe davon aus, dass Sie selbst bei genauerem Studium der Rechnungen keine Auffälligkeiten entdeckt hätten und erstmals im Mai mit den hohen Rechnungen und Nachzahlungsansprüchen konfrontiert wurden.

Die Berufung auf §§ 195, 199 BGB bezieht sich auf die Verjährungsvorschriften. Die Auffassung der Anwälte, die Forderungen seien noch nicht verjährt, ist zunächst richtig.

Trotzdem erscheint ein Vorgehen gegen diese nachträglichen Forderungen nicht ohne Aussicht auf Erfolg.

Die nachträgliche Forderung könnte zu einer Umkehr der Beweislast führen, mit der Folge, dass T-Online die Überschreitungen nachweisen muss.

Sie können zudem folgendermaßen argumentieren: Hätte T-Online Ihnen von Beginn an sämtliche Gebühren und Beträge in Rechnung gestellt, hätten Sie die Möglichkeit gehabt, Ihre Rechungen niedriger zu halten. Sie konnten jedoch davon ausgehen, dass Sie stets die download-Begrenzung eingehalten haben, da keine Beträge für die Überschreitung geltend gemacht worden sind. Insofern hat sich T-Online durch schuldhaft vertragswidriges Verhalten (monatliche Rechungsstellung) schadensersatzpflichtig gemacht.

Ich rate Ihnen, sich ebenfalls einen Anwalt zu nehmen.

Ich hoffe, Ihnen zunächst weitergeholfen zu haben.

mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

Göttingen

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