Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.814
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Synergie Inkasso/ Flexstrom GmbH


19.12.2016 17:54 |
Preis: 45,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Februar 2016 erhielt ich von Synergie Inkasso eine Zahlungsaufforderung aus einem alten Flexstrom- Energieversorgungsvertrag (2013) Es handelte sich um eine im August 2013 gestellte Rechnung+Inkassogebühren in Höhe von knapp 230 Euro. Ich meine damals im Frühjahr nach Übermittlung der Zählerstände die Schlußrechnung mit einem Jahresendbonus ausgeglichen zu haben. Ich weiß es aber nicht mehr genau da es schon so lange her ist. Ich habe auch keine Unterlagen mehr. Ich widersprach erstmal der Forderung des Inkassobüros vollumfänglich und bat um Überprüfung der Rechnung und um Erstellung einer korrekten Schlußrechnung weil ich damals im Frühjahr 2013 als Flexstrom pleite ging auch umgezogen bin. Ich habe also niemals von Flexstrom eine schriftliche Zahlungsaufforderung oder Mahnung bekommen. 10 Monate hörte ich nichts von Synergie Inkasso bis Ende November ein zweiter Brief eintrudelte. Die haben sich entschuldigt das die Überprüfung solange gedauert hat und wollten jetzt noch mehr Geld (Verzugszinsen) haben. Diesesmal gaben sie sogar Zählerstände an und behaupteten ich hätte statt 1200 /1600 kwH verbraucht. Ich widersprach auch dieser Forderung. Jetzt bekam ich am 10 Dez. 16 Post von einem Rechtsanwaltsbüro (letzte Zahlungsaufforderung) mit der Androhung eines gerichtlichen Mahnverfahrens falls ich nicht bis zum 16.12.16 jetzt 316 Euro überweise weil ich mich in schuldhaftem Zahlungsverzug befinde. Desweiteren steht in dem Schreiben das der Insolvenzverwalter die Forderung an das Inkassobüro abgetreten hat. Dann darf das Inkassobüro als Forderungsinhaber doch garkeine Inkassogebühren verlangen oder? Zudem befinde ich mich nicht in schuldhaftem Zahlungsverzug weil mir keine Rechnung oder Mahnung seitens Flexstrom zugegangen ist? Nach meiner Recherche verjähren Forderungen aus Energieversorgungsverträgen drei Jahre nachdem sie gestellt worden sind sofern kein gerichtlicher Mahnbescheid erfolgt. Bei mir also Ende 2016? Was empfehlen sie mir?
19.12.2016 | 18:59

Antwort

von


953 Bewertungen
Kaiserin Augusta Allee 102
10553 Berlin
Tel: 030 36445774
Web: www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die Forderung, so sie denn existiert, verjährt zum Jahresende 2016. Daher wird die Gegenseite vermutlich spätestens am 31.12.2016 einen Mahnantrag beim Mahngericht stellen. Dann ist die Verjährung gehemmt.

Das Inkassobüro kann eigene Mahnkosten grundsätzlich in Rechnung stellen, auch wenn es in eigener Sache tätig wird. Allerdings dürfen durch die Beauftragung des Anwalts keine doppelten Kosten entstehen, Sie sollten die entsprechenden Rechnungen daher genau prüfen (lassen).

Gemäß § 286 Absatz 3 BGB sind Sie 30 Tage nach Erhalt der Rechnung in Verzug, wenn Sie in der Rechnung darauf hingewiesen wurden. Daher muß die Gegenseite beweisen, wann Sie die Rechnung erhalten haben und dass darauf der entsprechende Hinweis auf den drohenden Verzug enthalten war. Wenn die Rechnung von Februar 2016 den Hinweis enthält, sind Sie dementsprechend seit März 2016 (Februar plus 30 tage) in Verzug.

Allerdings muß die Gegenseite die Zählerstände nachweisen.

Ich empfehle, die damaligen Zählerstände etc nach Möglichkeit zu rekonstruieren (nachfolgende Rechnungen aus folgenden Jahren wären sehr hilfreich) und die Gegenseite auffordern, die Ableseprotokolle nachzuweisen. Auch sollten Sie einen örtlichen Anwalt einschalten und sich darauf vorbereiten, dass Anfang nächsten Jahres ein Mahnbescheid bei Ihnen eintrifft, d.h. Sie sollten regelmäßig den Briefkasten leeren.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2016 | 19:34

Vielen Dank für die Antwort,

gilt denn das Schreiben des Inkassobüros aus den Frühjahr als Rechnung? Oder muß diese separat ausgewiesen werden? Die Flexstrom GmbH selbst hat mir nie eine Rechnung oder Mahnung zugestellt. Das erste Schreiben des Inkassobüros aus dem Frühjahr 2016 enthält Vertragsnummer, Zählernummer und meine damalige Adresse. Im zweiten Schreiben aus dem November diesen Jahres wird zusätzlich ein Zählerstand angegeben. Gilt das als eine Rechnung?

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2016 | 19:42

Vielen Dank für die Antwort,

gilt denn das Schreiben des Inkassobüros aus den Frühjahr als Rechnung? Oder muß diese separat ausgewiesen werden? Die Flexstrom GmbH selbst hat mir nie eine Rechnung oder Mahnung zugestellt. Das erste Schreiben des Inkassobüros aus dem Frühjahr 2016 enthält Vertragsnummer, Zählernummer und meine damalige Adresse. Im zweiten Schreiben aus dem November diesen Jahres wird zusätzlich ein Zählerstand angegeben. Gilt das als eine Rechnung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2016 | 02:41

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Rechnung muß beide Zählerstände, die verbrauchte Menge, den Preis pro KWh und den Gesamtbetrag ausweisen. Daher zählt das Schreiben vom Februar nicht als Rechnung, je nach Ausgestaltung aber das Schreiben vom Ende November.

Das wiederum bedeutet, dass der Betrag noch gar nicht fällig wäre und dementsprechend die Zinsen, Inkassobüro- und Anwaltskosten mangels Verzug nicht berechnet werden dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

953 Bewertungen

Kaiserin Augusta Allee 102
10553 Berlin
Tel: 030 36445774
Web: www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Mietrecht, Urheberrecht, Internet und Computerrecht, Vertragsrecht, Grundstücksrecht, Medienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58398 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Trotz für mich ungünstiger Prognose war die Antwort sehr hilfreich und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach Spitze! Sehr kompetent... Immer wieder...! ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Vielen Dank für Ihre Einschätzung meiner Situation. Ihre Beurteilung hat mir sehr geholfen. Der Vermieter (Wohngenossenschaft) ist stark zurück gerudert. Wir entfernen nur noch Tapteten in einem Raum anstatt in 3 Räumen :-) ...
FRAGESTELLER