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Sturz - Ersatz Hose


30.11.2008 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Am Donnerstag, 27.11.2008, bin ich gegen 9.30 h nach dem Besuch eines Zahnarztes beim Verlassen seiner Paxis über einen sehr großen Beton-Schirmständer einer Kneipe gestürzt. Er stand nach Saisonschluss immer noch auf dem Bürgersteig. Neben Schrammen, Prellungen, einem erheblich verletzten Finger wurde auch meine Hose zerrissen. Ich erfuhr, dass am folgenden Tag zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor Ort waren und dafür sorgten, dass zwei Ständer entfernt wurden. Ich möchte einen Anspruch auf Schadenersatz stellen, zumindest was den Ersatz der Hose anbetrifft. Um Zeugen habe ich mich nicht bemüht, da ich stark blutend und benommen nach Hause eilte. Bitte geben Sie mir eine Empfehlung, wie ich vorgehen soll. Vielen Dank

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich möchte Ihre Fragen auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Grundsätzlich haben Sie gegen den Betreiber der Kneipe einen Schadensersatzanspruch, wenn dieser seine Verkehrssicherungspflicht durch das Aufstellen der Betonschirmständers verletzt hat.

Ob dies abschließend der Fall ist, lässt sich für mich nicht abschließend beantworten, jedoch ergibt sich eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht nicht allein daraus, dass der Betonschirmständer nach Saisonschluss noch dort stand, aber möglicherweise wohl dann, wenn die Sondernutzungsgenehmigung der Gemeinde für das Aufstellens des Schirmständers auf dem Bürgersteig nicht mehr gültig war.

Ein erfolgreiche Durchsetzung Ihrer Schadensersatzansprüche halte ich für derzeit dennoch nicht gegeben.

Sie sind für die Tatsachen des Schadensersatz voll beweispflichtig, unter anderem auch für den Ursächlichkeitszusammenhang zwischen Sturz und Schirmständer.

Wenn der Kneipenbetreiber zulässigerweise den Sturz bestreitet, müssen Sie beweisen, dass Sie über den Schirmständer tatsächlich gestürzt sind.

Da Sie hierfür derzeit keine Zeugen benennen können, dürfte ein erfolgreicher Nachweis damit fehlen, so dass eine Geltendmachung des Schadensersatzes keinen Erfolg verspricht.

Bedauerlicherweise lässt sich kein günstigeres Ergebnis für Sie mitteilen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen dennoch einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.
Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt
Ergänzung vom Anwalt 30.11.2008 | 19:24

Sehr geehte(r) Ratsuchende(r),

auf Grund eines freundlichen Hinweises eines Kollegen möchte ich meine Antwort dahin gehend ergänzen, dass es neben dem Zeugenbeweis noch die Beweismöglichkeit Ihrer Parteivernehmung gibt.

Diese sollte meines Erachtens jedoch nicht allzu überbewertet werden, da der Gegner einer Parteivernehmung widersprechen kann, was in der Praxis relativ häufig geschieht.

Auch die Abtretung des Schadensersatzanspruchs auf einen Dritten würde das Beweisproblem lösen können, sofern der Dritte den Anspruch im eigenen Namen aus abgetretenem Recht geltend macht können Sie als Zeuge auftreten.

Die die Abtretung tritt jedoch der Dritte in Ihre Rechtsposition ein, so dass ein Zahlungsanspruch Ihrerseits rechtlich nicht besteht.

Gleichwohl mögen auch diese Möglichkeiten die Erfolgsaussichter meines Erachtens nicht wesentlich verbessern.

Im Fall einer ausschließlichen Interessensvertretung sollte man diese Möglichkeiten in Betracht ziehen, hisichtlich einer hier erfolgten Beratung muss jedoch auf das weiter bestehende Prozessrisiko hingewiesen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt
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