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Stundung Versicherungen Nachzahlungspflicht


| 23.11.2014 09:13 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe mehrere Versicherungen Stunden lassen
aufgrund eines Rechtsstreites mit der Versicherung.
Es handelte sich um Versicherungen mit Berufsunfähigkeits-
leistungen der gleichen Versicherung gegen die ich geklagt
habe. Ich habe über 6 Jahre einen Rechtsstreit auf Zahlung
der privaten Berufsunfähigkeitsrenten geführt.
Aufgrund von versicherungsfreundlichen Gutachten
zeichnet sich ab das der Versicherer nicht zahlen muss.

Ich selber bin mittlerweile verrentet und Schwerbehindert
mit Gehbehinderung aufgrund des gleichen Falles (Arbeitsunfall).

Gibt es eine Möglichkeit die Nachzahlungspflicht der
gestundeten Beiträge zu vermeiden oder zu reduzieren?

Es handelt sich um ca. 15.000 Euro Beiträge die auch
aufgrund des langen Prozesses aufgelaufen sind.

23.11.2014 | 10:06

Antwort

von


192 Bewertungen
Johannes-Meyer-Str. 11
49808 Lingen

Tel: 0591 12079427
Web: www.rechtsanwalt-andre-meyer.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Stundung wird der gestundete Betrag insgesamt fällig, so dass Ihre Versicherer grundsätzlich nicht gehindert sind, den von Ihnen genannten Betrag in voller Höhe einzufordern. Hier können Sie lediglich versuchen, eine einvernehmliche Regelung mit der Versicherung zu erzielen. Welche Regelungen genau zweckmäßig und realistisch wären, könnte allerdings nur nach Kenntnis aller Einzelheiten beurteilt werden. Rechtlich durchsetzbare Ansprüche haben Sie aber nicht.

Bezüglich der gestundeten Prämien aus der Berufsunfähigkeitsversicherung erscheint es mir allerdings möglich, dass es sich im Einzelfall als Verstoß gegen Treu und Glauben darstellen könnte, die Versicherungsprämien zu zahlen. Etwa dann, wenn die lange Verfahrensdauer auf das Verhalten des Versicherers zurückzuführen wäre. Denn es kann ja nicht sein, dass dieser auf der einen Seite das Verfahren in die Länge zieht und auf der anderen Seite hierfür noch die Prämien verlangt obgleich Sie sich ggf. bei zeitiger Verfahrensbeendigung zwischenzeitlich durch Kündigung von der Kostenlast befreit hätten. Allerdings wird dem Versicherer eine gezielte Verzögerungstaktik nachzuweisen sein. Ob dies gelingen könnte, müsste wiederum anhand aller Unterlagen und weiterer Informationen festgestellt werden.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt André Meyer

Nachfrage vom Fragesteller 23.11.2014 | 11:49

Eine offensichtliche Verzögerungstaktik
des Versicherers im laufenden Verfahren
kann ich nicht sofort erkennen.
Die Gerichte und Gutachter haben zum Teil
extrem lange Bearbeitungs- und Antwortzeiten
gehabt. Bis es zur Erstellung eines Zusatz-
gutachtens kam, wurde z.B. erst ein sachlich
falsches Gutachten erstellt und in der Folge
ein weiteres Gutachten eines neuen Gutachters
erstellt. Dazwischen lagen ca. 1,5 Jahre.

Wäre eine Verhandlung mit dem Versicherer im
Sinne Treu und Glauben hier auch angebracht?

Voraussichtlich ist auch noch ein Berufungsverfahren
angedacht. Im Moment liege ich bei 40% BU lt.
Gutachter. Aber es sollen teilweise Versicherungen
herausgenommen werden aus dem Streitwert um das
weitere Kostenrisiko für die Folgejahre zu reduzieren.
Ich bin wie gesagt bereits Erwerbsminderungsrentner,
Unfallrentner und Schwerbehindert. Nur die private
Versicherung sieht das irgendwie anders.


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.11.2014 | 14:44

Sehr geehrter Fragesteller,

solange die Verzögerung nicht dem Verschulden des Versicherers zuzurechnen ist, bestehen nur schlechte Chancen hier zu einem für Sie positiven Ergebnis zu kommen. Bedauerlicherweise kann ich Ihnen keine für Sie erfreulichere Auskunft erteilen. Aber hier müsste, wie gesagt, ggf. nochmals genauer hingeschaut werden.

Was die Berufung anbetrifft, kann ich deren Erfolgsaussichten ohne weitere Information selbstverständlich beurteilen. Dem ersten Eindruck nach spricht die Einstufung als Schwerbehinderter und der Bezug einer Erwerbsminderungsrente eher für das Vorliegen einer BU, obgleich die Anforderungen zum Teil unterschiedlich sind. Für eine genauere Abschätzung müssten mir aber sowohl die tatsächlichen Anknüpfungspunkte Ihrer Krankheit als auch die vertraglichen Regelungen bekannt sein. Gerne können Sie sich für eine rechtliche Einschätzung an mich wenden, wenn Sie eine weitere Mandatierung wünschen.

In jedem Falle wünsche ich Ihnen einen guten Fortgang des Verfahrens und gesundheitliche Besserung.


Mit freundlichen Grüßen,


A. Meyer





Bewertung des Fragestellers 25.11.2014 | 06:22


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 25.11.2014
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