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Stromschulden


03.11.2006 08:19 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrter Herr Anwalt,
mein Ehegatte lebt seit einem Jahr im Ausland.Er hat aus unserer gemeinsamen Wohnung Stromschulden in Höhe von €800,-hinterlassen.Ich habe seit Auszug beim Energielieferant eine eigene Verbraucherstelle unter der gleichen Adresse..Ich habe keinerlei Rückstände.Jetzt bekomme ich vom Stromversorger die Androhung der Stromsperre,wenn ich nicht innerhalb 14 Tage die Altschulden meines Mannes bezahle.Ich war nicht Vertragspartner,sondern mein Mann.Auch waren wir nicht in Gütergemeinschaft verheiratet.Was muss ich jetzt machen um die Stromsperre zu vermeiden,bzw.bin ich für diese Schulden haftbar.

mfg
M.V.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich vermag keine Anspruchsgrundlage des Stromversorgers gegen Sie zu erkenne. Teilen Sie dem Unternehmen mit, dass Sie nicht Vertragspartner waren und daher keinen Betrag schulden. Setzen Sie eine kurze Frist und teilen Sie mit, dass Sie im Falle der weiteren Aufrechterhaltung der Ansprüche, bzw. der nicht fristgerechten Antwort Ihre Rechte im einstweiligen Rechtsschutzverfahren durchsetzen werden. So fern das Unternhmen nicht einlenkt, müssen Sie eine Einstweilige Verfügung beantragen, damit Ihnen die Stromzufuhr nicht abgesperrt werden kann.

Mit freundlichem Gruß
Henrik Momberger

www.gruemo.de

Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2006 | 08:23

Sehr geehrter Herr Anwalt,
ich habe den Energielieferanten daraufhingewiesen,wie sie es mir empfohlen hatten.Ich bekam jetzt ein Schreiebn,das die Schulden aus unserer gemeinsamen Ehewohnungen sind und lt $ 1357 BGB Ehegatten gesamtschuldnerisch für die in der Ehe entstandenen Zahlungsrückstände haftbar sind.Was soll ich jetzt machen ??
mfg
MV

Ergänzung vom Anwalt 08.11.2006 | 08:42

Sehr geehrte Fragestellerin,

nach Ihrer Schilderung haben Sie den Güterstand ausgeschlossen. Durch die Eintragung des Ehevertrages in das Güterrechtsregister hatte der Stromlieferant die Möglichkeit der Kenntnisnahme davon, dass Ihr Mann Sie nicht mit verpflichten konnte.

Sollte eine Eintragung nicht vorgenommen worden sein, können Sie sich auf § 1412 BGB nicht berufen. Dann wiederrum wäre § 1357 BGB anwendbar. Da Sie aber mitteilenb, dass Sie den gesetzlichen Güterstand ausgeschlossen haben, sollten Sie dies entgegenhalten können. Prüfen Sie vorhwer, ob die Eintragung in das Register auch wirklich erfolgte.

Mit freundlichem Gruß
Henrik Momberger

www.gruemo.de
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